Dienstag, 24. April 2018

110. Geburtstag von Hans Heinrich Gerth

Hans Heinrich Gerth (* 24. April 1908 in Kassel; † 29. Dezember 1978 in Glashütten, Taunus) war ein US-amerikanischer Soziologe deutscher Herkunft.

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Montag, 23. April 2018

160. Geburtstag von Max Planck

Max Karl Ernst Ludwig Planck (* 23. April 1858 in Kiel; † 4. Oktober 1947 in Göttingen) war ein bedeutender deutscher Physiker auf dem Gebiet der theoretischen Physik. Er gilt als Begründer der Quantenphysik. Für die Entdeckung des Planckschen Wirkungsquantums erhielt er 1919 den Nobelpreis für Physik des Jahres 1918.

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Freitag, 20. April 2018

125. Geburtstag von Joan Miró

Joan Miró i Ferrà (* 20. April 1893 in Barcelona, Katalonien; † 25. Dezember 1983 in Palma) war ein spanischer Maler, Grafiker, Bildhauer und Keramiker.
Seine frühen Werke weisen, aufbauend auf der katalanischen Volkskunst, Einflüsse des Kubismus und des Fauvismus auf. Von Anfang bis Mitte der 1920er Jahre vollzog der Künstler in Paris, beeinflusst von den dort herrschenden Kunstströmungen des Dadaismus und Surrealismus, den grundlegenden Stilwechsel, der ihn von der Gegenständlichkeit wegführte. Miró gehört als Vertreter der Klassischen Moderne mit seinen fantasievollen Bildmotiven zu den populärsten Künstlern des 20. Jahrhunderts.
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Sonntag, 15. April 2018

The Dead Men Society

Old men, experienced, mature and war oriented, orchestrate war, and the masses follow willingly. Quite different to the cultural concept of "Dead Poets Society" they do not indulge in art, but in destruction, annihilation. War is not only a big business. War is the fulfillment of their deep lying drives: to strike, to kill, to conquer, to reign by war.

After the attacks by France, the United Kingdom, and the US against Syria, which were based on the unproven assertions, that the Assad-Regime had employed once again chemical weapons against its own people. In rapid speed the vassals and satelite states of the US acknowledged this "fact" - without questioning the credibility of the power who notoriously used and uses desinformation and fabricated propaganda to cover their actions. The official program is: believe it. Believe it, as we believed the facts about weapons of mass destruction by Saddam Hussein, the most prominent falsity of the US.
If the credibility of the embedded mass media is questioned, the critics are denounced as Anti-semitic war mongers, as stupid American haters, as agents of Moscow. "Lügenpresse" ist wrong by the simple fact that many of the Right or extreme Right share this view. No, the embedded press is right and correct, the tasks of the US are necessary and human, Israel is a democracy and not to be criticized - unless one is an Anti-semite, a Neonazi or agent of Moscow.

This simple world view justifies any action. "Any" includes any form of war. The right is with the power and the power is with the US. Join in or be destroyed, put out of action, of life, of future because the future is with the US. The "friends" of the US are eager to play their part in this war game, especially Great Britain and France. The Germans, these re-educated non-people built by non-persons, leave it by words so far, but underwrite any action in the name of dignity and freedom. They have learned their lessons and have converted into dogs, who listen to their master's voice, and who lick their boots.

If one consults the quality press in Germany or Switzerland, one doesn't finde one critical question oder comment on the maneuver which coins the Western politics. The situation in the UK or US is almost the same; but at least some media show a kind of independence and display criticism.

Theresa May faces anger over Syria raids as Trump declares ‘mission accomplished’

UK opposition leaders insist that parliament should have been consulted before airstrikes 
 

John (“Bomb Iran”) Bolton, the New Warmonger in the White House


Weekend Edition
April 13, 2018
Friday - Sunday:
 

Samstag, 14. April 2018

Those dark times arn't gone

The Philosopher in Dark Times

THINKING WITHOUT A BANISTER
Essays in Understanding, 1953-1975
By Hannah Arendt
Edited by Jerome Kohn
569 pp. Schocken Books. $40.

What is the relationship between thinking, acting and historical consciousness? How do we preserve a spirited intellectual autonomy that yet includes enough sense of the past to contextualize and resist those power-grabbers who would bamboozle the public with their own fun house versions of truth?

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Bei einem philosophisch-politischen Gespräch erwähnte ich kürzlich Hannah Arendt, worauf ein aufrechter, progressiver, linker Autor mich vehement anfuhr und wünschte, von dieser Person nichts zu hören, weil sie mit ihrem Konzept der Banalität des Bösen Hitler und die Nazis bagatellisiert habe, weil sie politisch dem Feind geholfen habe etc.

Ich sah ihn erstaunt an, wie man einen Typen beschaut, der eine seltsame Krankheit zeigt, und es stieg weniger Ärger in mir hoch, ob der blöden falschen Aussage und seiner bornierten Haltung eines typischen Linken, der nichts, jedenfalls zu wenig, gerlenrt hatte, als Bedauern über seine geringe Denkfähigkeit, seine brüchige Weltbildfragilität. Er war ein Moralist mit Ideologie, war, wie er meinte, zukunftsorientiert und führte das Versagen der Sozialdemokratie bzw. der Kommunisten auf die Gegner zurück: damals wie heute. Seine Zukunft war aber eigentlich schon dunkel, lag im Gestern, war eine verzerrte Erinnerung geworden. Auch die letzten Reste von Mao konnten das alte Regime mit SEINER Wahrheit nicht mehr herstellen, auch dieses verblasste und dunkelte.

Kein Wort über totalitäre Seiten und Menschenverachtung bei den Kommis, kein Wort über den linken Faschismus (das Konzept sei bürgerliche Propaganda, basta!), In seinem Gartenlaubenkosmos war alles klar geordnet: oben und unten, links und rechts. Die Hannah lag falsch, basta. (Er versuchte sich zu beherrschen in seinen folgenen Invektiven, weil die Arendt ja eine Jüdin war und man - er - deshalb etwas gewählter, sorgsamer vorgehen musste, um nicht in den falschen Winkel gestellt zu werden, der aber, wenn man seine Position näher beleuchtete, durchaus der passende für ihn gewesen wäre.)

Sein Kollege, ein älterer, frustrierter Sozialdemoklrat, hielt sich klug aus der Debatte, wiegte bedeutungsschwanger sein Haupt, hüstelte, und versuchte eine neutrale Verbindungsbemerkung zu äußern, die aber unterging.

Es existiert nicht nur eine Kritik an Arendt, sondern eine abwertende Gehässigkeit, wenn nicht blanker Hass. Für mich und andere bleibt Hannah Arendt, bei aller Kritik, die sie ja durchaus aushält, eine beeindruckende, tapfere Denkerin, die Spuren hinterließ.
HLH


Nachtrag:

Fifty Years Later, Why Does ‘Eichmann in Jerusalem’ Remain Contentious?



Freitag, 13. April 2018

275. Geburtstag von Thomas Jefferson


Thomas Jefferson (* 2. Apriljul./ 13. April 1743greg. in Shadwell bei Charlottesville, Virginia; † 4. Juli 1826 auf Monticello bei Charlottesville, Virginia) war einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten, von 1801 bis 1809 der dritte amerikanische Präsident und der hauptsächliche Verfasser der Unabhängigkeitserklärung sowie einer der einflussreichsten Staatstheoretiker der USA. Von 1797 bis 1801 war er außerdem der zweite amerikanische Vizepräsident.

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Sonntag, 8. April 2018

Despite political turmoil: US National Library Week



45. Todestag von Pablo Picasso

Pablo Picasso, eigentlich Pablo Ruiz Picasso, (* 25. Oktober 1881 in Málaga, Spanien; † 8. April 1973 in Mougins, Frankreich) war ein spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer. Sein umfangreiches Gesamtwerk umfasst Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Collagen, Plastiken und Keramiken, deren Gesamtzahl auf 50.000 geschätzt wird. Es ist geprägt durch eine große Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen und Techniken. Die Werke aus seiner Blauen und Rosa Periode und die Begründung des Kubismus zusammen mit Georges Braque bilden den Beginn seiner außerordentlichen Künstlerlaufbahn.
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Freitag, 6. April 2018

490. Todestag von Albrecht Dürer

Albrecht Dürer der Jüngere (auch Duerer; * 21. Mai 1471 in Nürnberg; † 6. April 1528 ebenda) war ein deutscher Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsttheoretiker. Mit seinen Gemälden, Zeichnungen, Kupferstichen und Holzschnitten zählt er zu den herausragenden Vertretern der Renaissance.
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Donnerstag, 5. April 2018

110. Geburtstag von Herbert von Karajan

Herbert von Karajan (* 5. April 1908 in Salzburg; † 16. Juli 1989 in Anif, Salzburg; geboren als Heribert Ritter von Karajan, in Österreich amtlich Heribert Karajan)[1] war ein österreichischer Dirigent. Als solcher zählt er zu den bekanntesten und bedeutendsten des 20. Jahrhunderts. Karajan arbeitete mit vielen angesehenen Symphonieorchestern, wirkte an bedeutenden Opernhäusern und veröffentlichte zahlreiche Einspielungen klassischer Musik.
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Mittwoch, 4. April 2018

50. Todestag von Martin Luther King

Martin Luther King Jr. (* 15. Januar 1929 in Atlanta als Michael King Jr.; † 4. April 1968 in Memphis) war ein US-amerikanischer Baptistenpastor und Bürgerrechtler.

Er gilt als einer der herausragendsten Vertreter im gewaltfreien Kampf gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit und war zwischen Mitte der 1950er und Mitte der 1960er Jahre der bekannteste Sprecher des Civil Rights Movement, der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung der US-Afroamerikaner. Er propagierte den zivilen Ungehorsam als Mittel gegen die politische Praxis der Rassentrennung (Racial segregation) in den Südstaaten der USA mit religiösen Begründungen und nahm an entsprechenden Aktionen teil.
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Freitag, 30. März 2018

165. Geburtstag von Vincent van Gogh

Vincent Willem van Gogh (* 30. März 1853 in Groot-Zundert; † 29. Juli 1890 in Auvers-sur-Oise) war ein niederländischer Maler und Zeichner; er gilt als einer der Begründer der modernen Malerei. Nach gegenwärtigem Wissensstand hinterließ er 864 Gemälde und über 1000 Zeichnungen, die allesamt in den letzten zehn Jahren seines Lebens entstanden sind. Vincent van Gogh führte einen umfangreichen Briefwechsel, der eine Fülle von Hinweisen auf sein malerisches Werk enthält und selbst von literarischem Rang ist.

Sein Hauptwerk, das stilistisch dem Post-Impressionismus zugeordnet wird, übte starken Einfluss auf nachfolgende Künstler aus, vor allem die Fauves und Expressionisten. Während er zu Lebzeiten nur wenige Bilder verkaufen konnte, erzielen seine Werke seit den 1980er Jahren bei Auktionen Rekordpreise.

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Dienstag, 27. März 2018

125. Geburtstag von Karl Mannheim

Karl Mannheim (* 27. März 1893 in Budapest; † 9. Januar 1947 in London), ursprünglich Károly Manheim, war ein Soziologe und Philosoph österreichisch-ungarischer Herkunft, jüdischer Religion, deutscher und britischer Staatsbürgerschaft und kosmopolitischer Gesinnung.
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Sonntag, 25. März 2018

Bob Dylan's propaganda supports Chrysler, Detroit and Trump

"America's Import" 

The Nobel prize winner Bob Dylan earned his money and success long before not only as entertainer but as propagandist for the true, great America.

Is there anything more American than America? 'Cause you can't import original. You can't fake true cool. You can't duplicate legacy. because what Detroit created was a first and became an inspiration to the...rest of the world. Yeah...Detroit made cars. And cars made America. Making the best, making the finest, takes conviction. And you can't import, the hear and soul, of every man and woman working on the line. You can search the world over for the finer things, but you won't find a match for the American road and the creatures that live on it. Because we believe in the zoom, and the roar, and the thrust. And when it's made here, it's made wish the one thing you can't import from anywhere else. American...Pride. So let Germany brew your beer, Let Switzerland make your watch, let Asia assemble your phone. We...will build...your car.



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Ein Sänger, der sich nicht so schnöde anbiederte und kollaborierte, Pete Seeger (3.5.1919-27.1.2014):


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Wir Neueren haben vor den Griechen zwei pfauenartig sich spreizende Begriffe voraus, die gleichsam als Trostmittel einer durchaus sklavisch sich gebahrenden und dabei das Wort „Sklave“ ängstlich scheuenden Welt gegeben sind: wir reden von der „Würde des Menschen“ und von der „Würde der Arbeit.“ Alles quält sich, um ein elendes Leben elend weiter zu perpetuiren; diese furchtbare Noth zwingt zur verzehrenden Arbeit, die nun der vom „Willen“ verführte Mensch gelegentlich als etwas Würdevolles anstaunt.
Nietzsche, Nachgelassene Fragmente 1871

Arbeit macht frei
Heinrich Beta, 1845
&
Aufschrift auf Toren nationalsozialistischer Konzentrationslager

"Man könnte aber Nietzsche so wenig in einem Büro, in dessen Vorraum die Sekretärin das Telefon betreut, bis fünf Uhr am Schreibtisch sich vorstellen, wie nach vollbrachtem Tagewerk Golf spielend."
Adorno: Minima Moralia.

Lenin und Stalin haben den Arbeiter, den Helden, verraten. Sie folgten einerseits dem aus den USA stammenden Taylorismus, andererseits der tiefen, russischen Verachtung der Unterschichtler, die sie kommandierten und versklavten. Die Amerikaner gaben vor, die Arbeit zu veredeln, verfeinerten aber nur die perfide Ausbeutung. Heute plärren Barden wie Bob Dylan die Songs der Industrie, tragen bei zur verlogenen, falschen Mythisierung, erweisen sich als wichtige Elemente der Täuschung und Verdummung. 










(Franz Josef Degenhardt, 3.12.1931-14.11.2011)


National Poetry Month and European Heritage

Kürzlich feierte die kultivierte Welt den Welttag der Poesie. Im April feiert das kultivierte Amerika (Vereinigte Staaten von Amerika) ihren nationalen Monat der Poesie. Wer will, darf staunen über so viel Beflissenheit.

Die Europäer der Union gedenken ihrer Erbschaften und versuchen verzweifelt, irgend etwas Gemeinsames aus ihren nationalen Kulturschätzen zu finden, das etwas hergibt für die erwünschte europäische Identität: Europäisches Kulturerbejahr 2018.

Die vielen Veranstaltungen beweisen, wie innig die Bürgerinnen und Bürger der Union, trotz Fremdenhass und faschistoider Bewegungen, ihre Kulturen hochhalten und pflegen. Die geübte Toleranz verträgt auch den Brexit, die faschistischen Umgestaltungen in vielen Ländern der Union: man muss nur die Hochkultureinrichtungen beachten und die der Unterschichten: für jeden ist etwas dabei im bunten Bild der Vielfalt.

Es stimmt schon: kultiviert lässt sich der Verfall und Niedergang leichter ertragen. Poetry & Trump & Loosers sind ein interessanter Mix. Und bei uns? Festivals über Festivals, Gedenkveranstaltungen und verordnetes Bravsein gekoppelt mit Selbstzensur und Einpassung, selbsttätige Gleichschaltung aller Gutmeinenden: DAS ist der Boden für die glorreiche Zukunft des bunten Kontinents. Oder doch nicht so ganz?

100. Geburtstag von Claude Debussy

Achille-Claude Debussy (* 22. August 1862 in Saint-Germain-en-Laye; † 25. März 1918 in Paris) war ein französischer Komponist des Impressionismus. Seine Musik gilt als Bindeglied zwischen Romantik und Moderne.
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Samstag, 24. März 2018

Freitag, 23. März 2018

Büchereiveränderungen in Kaufbeuren

Schade um verpasste Chance

Leiterin der Bücherei verlässt Kaufbeuren und hinterlässt großes Erbe

Das Interesse am Thema „Buch“ ist in der breiten Welt der Medienlandschaft und der globalen Digitalisierung alles andere als ein Selbstläufer, erklärt Gemkow. Im Gegenteil stelle sie eine immer stärker werdende „Leseschwäche“ fest. Für den Erhalt der Demokratie brauche es unbedingt die Fähigkeit des Bürgers, Informationen aufzunehmen, zu verarbeiten und zu beurteilen. Es genüge auch einfach nicht mehr, sich als Bibliothekarin bequem zurückzulehnen, und auf Anfragen zu reagieren. Gezielt müsse man auf die Öffentlichkeit zugehen. Gerade Kinder im frühesten Alter oder sozial-benachteiligte Gruppen gelte es verstärkt als Zielgruppen zu gewinnen. Mit ihren kreativ-pädagogischen Programmen stelle die Institution „Bücherei“ einen wichtigen Stein im Mosaik der kreativen Bildungsarbeit dar.
Das lässt sich weder im institutionellen Alleingang der Einrichtung noch mal so schnell nebenbei machen. Dazu brauche es neben einer politischen und administrativen Unterstützung des Allgemeinkonzepts auch finanzielle und personell qualifizierte Hilfe. So wichtig die Arbeit der Ehrenamtlichen beispielsweise als Lesepaten sei, bedürfe es auch zum Beispiel der Zusammenarbeit mit ausgebildeten Medienpädagogen, um das Thema „Digitalisierung“ und „Kompetenzorientierung“ in Zusammenarbeit mit den Schulen voranzubringen.

Europaweites Bibliothekssterben

Das Ende der Bücherei

In Grossbritannien werden die Gelder für Gemeindebibliotheken immer knapper. Viele sind von der Schliessung bedroht. Aber die Büchereien dürfen nicht aus der Nachbarschaft verschwinden.
Marion Löhndorf, NZZ  23.3.2018

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Bei uns in Österreich gibt es zwar Jubelaufmerksamkeit für runde Feste, z.B. die Feier der Nationalbibliothek, die ja mit ihrem Prunksaal sooo schön und wertvoll ist, dass sogar Leute, die sonst nie an Bücher denken, plötzlich stolz auf diese Bibliothek sind.

Im Alltag aber, wo Kultur in der Praxis sich bewährt, bewähren soll und muss, herrscht ein gravierendes Desinteresse an Büchereien und Bibliotheken. Viele Büchereien haben nur noch wegen der Volksschulkinder und deren Mütter überhaupt nennenswerten Besuch. Generell aber fristen sie ein Schattendasein und werden nicht oder kaum genutzt. Da helfen auch die hunderten von Animierprogrammen, auch wenn sie moderne, chice, englischsprachige Titel tragen, nicht. Lesen ist keine Tugend mehr und Bibliotheken sind offensichtlich, vielleicht mit Ausnashme der ÖNB und einiger Universitätsbibliotheken, obsolet.

Das findet man im gesamten EU-Raum, auch in den USA. Eine verfehlte Bildungspolitik zeigt ihre Früchte der Demontage und Kulturverdünnung.

Wir sehen gut gemachte Dokumentationen aus Drittwelt-Ländern oder anderen Gesellschaften und Kulturen, erfahren, wie dort, weil allgemeiner Mangel herrscht, Bibliotheken geschätzt werden oder wie in Ländern mit Zensur und Staatsmeinungsterror kleine Bibliotheken Altrnativen bilden, um "freies Denken" über freie Lektüre irgendwie wenigstens zu gewährleisten.

Bei uns gibt es keine echte Wertschätzung der Büchereien und Bibliotheken. Wir stellen z. B. mit unserer Bibliothek GLEICHGEWICHT eine hochwertige Sortierung zur Verfügung, aber die Wege von Mistelbach und Gänserndorf, wo die beiden nächsten Gymnasien sind, scheinen zu weit, zu beschwerlich, als dass Lehrende und Lernende kämen, erkundeten und läsen. Als wir vor einigen Jahren alle Büchereien im Weinviertel über e-mail kontaktieren, reagierte eine (!) Mitarbeiterin einer Bücherei. In Telefonaten mit den Direktorinnen der Gymnasien in den Bezirkshauptstädten Gänserndorf und Mistelach luden wir die Lehrkörper ein, aber ohne Erfolg: keine Reaktion.

In Gesprächen erklären Büchereimitarbeiterinnen, dass das "normal" sei, was wir eigentlich erwarteten. Wir scheinen Träumer zu sein, unverbesserliche Naive, die noch Bücher, ganz altmodisch, wertschätzen und meinen, Lektüre habe ihren Wert, wie die Bücher auch, erst recht, wenn sie an einem Ort versammelt sind. The smart generation reagiert anders, sagt es anders, verhält sich anders. .

Mittwoch, 21. März 2018

Welttag der Poesie

Nun ja, seit dem Jahr 2000 wird er also gefeiert, weltweit. Als Gegengewürz in der Kriegssuppe, als Untermalung für die weltweiten Schmerzenschreie der Geschundenen, Gedemütigten, Flüchtenden bzw. ihre Gegenüber. Sozusagen als kultivierte Eintracht.

Lehrer erhalten Schulungsmaterial, beflissene Kulturinteressierte kramen eine entsprechende Publikation hervor oder ergötzen sich an gescheiten Feuilletons. Hilft das der Poesie? Nein.Nur dem Aufmerksamkeitsmanagement.

Offensichtlich braucht es das aber, wie die "langen Nächte" der Kirchen, Bibliotheken, Museen und was sonst noch alles. Leute, die nicht kontinuierlich lesen, lauschen dann um Mitternacht Lesenden, genießen das "Event". Besonders jene sind davon angetan, die im gestressten Alltag weder Zeit noch Muße finden, selbständig zu denken oder gar in ein Buch sich zu vertiefen. Man gönnt sich Häppchen. Und ist schon dabei.

Die Liste der "Welttage" wächst und wächst. Auch das Bewusstsein?

255. Geburtstag von Jean Paul

Jean Paul (* 21. März 1763 in Wunsiedel; † 14. November 1825 in Bayreuth; eigentlich Johann Paul Friedrich Richter) war ein deutscher Schriftsteller. Sein Werk steht literaturgeschichtlich zwischen den Epochen der Klassik und Romantik. Die von ihm gewählte Namensänderung geht auf Jean Pauls große Bewunderung für Jean-Jacques Rousseau zurück.
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Dienstag, 20. März 2018

Michael Rutschky gestorben

Zum Tod von Michael Rutschky: aus dem Archiv von literaturkritik.de

In der Nacht zum 18. März 2018 starb im Alter von 74 Jahren der Schriftsteller, Redakteur und Fotograf Michael Rutschky. In literaturkritik.de sind bisher folgende Artikel über ihn erschienen:
Während man sich vor Aids und dem Klimawandel zu fürchten begann, fiel die Mauer.
Michael Rutschky erinnert mit „In die Neue Zeit. Aufzeichnungen 1988–1992“ an die Zeit vor und nach der Wiedervereinigung
Von Marita Meyer
Ausgabe 03-2018
Erinnerung an die Hautevolaute.
Michael Rutschky hat „Die Sensationen des Gewöhnlichen“ in der Tat mitgeschrieben
Von Walter Delabar
Ausgabe 12-2015
Der Höllengestank des Wirtschaftswunders.
Michael Rutschky rekonstruiert den Anfang der Bundesrepublik in einer „Vatergeschichte“
Von Stefana Sabin
Ausgabe 05-2013
Phantastisch und doch nicht alltäglich.
Michael Rutschkys Lebensromane
Von Ulf Geyersbach
Ausgabe 05-1999

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Berliner Autor: Michael Rutschky ist tot

Lange vor den Feuilletons hat er den Alltag als Inspirationsquelle wiederentdeckt. Der Schriftsteller Michael Rutschky ist mit 74 Jahren gestorben.


Ein großer Chronist deutscher Befindlichkeiten

Bemerkenswert die Zeile zur Abbildung: 
"Er hütete sich aus gutem Grund vor allzu konsequentem Denken: Michael Rutschky."
Ein inkonsequenter Denker also oder einer, der überaus vorsichtig, vielleicht feig, die Konsequenz vermied? Der aber trotzdem einer "großer Chronist" war...

Und als Résumé, sozusagen als Alltagsratschlag für den permanenten Optimus unserer optimierunsgeilen Zeiten: "Als leidenschaftlicher Kinogänger und Fan des amerikanischen Films war er gegen Kulturpessimismus immun." Ist doch ein Spitzenrezept: Immunisiere Dich durch amerikanische Filme und erkunde damit die Befindlichkeiten. – Sogar im Gedenkartikel versteckt sich die Desavouierung. 

Hinsichtlich des "Kinogehers" sei nicht nur an Walker Percy's Roman "Der Kinogeher" erinnert, sondern auch an karl Jaspers, der in seinem 1040 erschienen Aufsatz "Über Bedingungen und Möglichkeiten eines neuen Humanismus" u. a. notierte:

"Menschliches Dasein wird Massendasein. Der Einzelne verliert sich an Typen, die sich aufzwingen aus Propaganda und Kuno und aus dem nivellierenden Alltag aller. In seiner Verlorenheit drängt er zu einem Selbstgefühl im Wir durch Teilnahme an einer gewaltigen Macht."

Damals kamen auch die kulturkritischen Schriften der Frankfurter Schule zurück nach Deutschland. Ob Jaspers oder Horkheimer bzw. Adorno: die Warnung vor den Gefahren des verwalteten, verdinglichten Menschen waren gängig. Journalisten wie Thomas Schmid in der WELT beweisen, dass sie nichts gelernt haben, vielleicht nicht zuletzt, weil sie sich vor allzu konsequentem Denken scheuten.



Samstag, 17. März 2018

The eternal leader

Chairman Xi, Chinese Idol

Ian Johnson

I was skeptical at first when political analysts suggested that Xi might try to rule past a second term. One reason was that the Chinese political class has fought hard to institutionalize transfers of power. I wondered if Xi would want to risk alienating so many of his peers by taking such a step. Another risk is that this puts Xi in the crosshairs if his policies fail. And while it’s easy to imagine Xi steamrolling opponents until his health fails him, there are small signs of unease among people in China.

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Xi is further than Putin in his power installment. Anyway: clear is, we have again the times of the leader, the strong man, the subordination, the mindless followers, the plebs, the mobs. All the ugly sides of fascism in modern, new cloth. Be it Turkey or Poland, or the leading superpowers...

On mass distraction



Disarming the Weapons of Mass Distraction

Madeleine Bunting

Attention is a limited resource: to pay attention to one thing requires us to withdraw it from others. But in today’s pervasive digital culture, technologies are transforming our patterns of attention, pursuing “those slivers of our unharvested awareness,” as Tim Wu puts it. Digital technology has thus provided consumer capitalism with its most powerful tools yet. Given current political anxieties about social mobility and inequality, how do we foster this most crucial and basic skill: sustaining attention?

This essay is adapted from BBC Radio 3’s “The Essay,” broadcast as “A Worldwide Preoccupation: Are You Paying Attention?
 
[The podcasts consist  of five parts]

Donnerstag, 15. März 2018

Spracharmut gibt es nicht, schon alleine wegen der Genderei

Im Druckorgan der BhW [Bildung hat Wert], DER niederösterreichischen Bildungsinitiative, lese ich in der jüngsten Ausgabe ein Interview mit der Chefredakteurin des "Österreichischen Wörterbuchs", Christiane Pabst. Die Langfassung kann man in der Internetseite von BhW nachlesen:

Chefredakteurin des Österreichischen Wörterbuchs im BhW Interview

Obwohl sie vollmundig behauptet, dass Sprache NIE ärmer werde, lese ich ein paar Absätze weiter hinsichtlich der Sprachförderung Jugendlicher, dass man über Musik den Zugang erleichtern und fördern könne. "Wenn man das ein bisschen forciert, dann kämen die Jugendlichen wieder vermehrt zur Sprache." [Trotz Grammatikfehler versteht man die Implikation, dass sie weg sind.] "Ich glaube, diese Spracharmut hängt damit zusammen, dass die Verlage Kurzformen nicht mehr gerne drucken." [Also doch Spracharmut, aber nur eine partielle, bedingte, weil die geschäftstüchtigen Verlage nicht ausreichend Kurzgeschichten publizieren.So einfach ist die komplexe Welt!]

Leider ist die kurze Kolumne auf der letzten Seite von Mella Waldstein, "Landeinwärts: Genderei" online nicht abrufbar. Ich empfehle einen Blick ins Heft.
Zuerst dachte ich, es handele sich bei dem holprig verfassten Text ["Wie reihe ich, dass ich nicht diskriminiere?] um eine Satire. Aber nein, der Frau geht's um die Sache. Zur Einleitung bekennt sie, sie habe unlängst den Satz geschrieben, "Ich bin beinahe ein Profi", dann habe aber die Gender-Glocke geschrillt und sie habe nachgedacht , ob es korrekt nicht "Profin" oder "Profa" heißen müsse, um schlussendlich zur endgültigen, korrekten Formulierung zu finden "Ich bin eine Profin".

Jetzt fügt sie eine entwaffnende, zugleich demaskierende, peinliche ideologische Erklärung hinzu, die den negativen, nicht reflektierten Aspekt vordergründiger "Genderei" ausdrückt.

 "... vielleicht haben Sie bemerkt, dass ich nun das Wort "beinahe" weggelassen habe, denn das ist anerzogene weibliche Bescheidenheit, die in der Geschlechtergerechtigkeit nichts verloren hat.".

Was, wenn jemand aber so reif und reflektiert ist, dass sie andere als vorgeblich anerzogene Gründe findet, sich selbst als "beinahe" Profin auszuweisen? Eine Aussage zum Sachverhalt wird, schwupp-di-wupp, in eine ideologisch bedingte Bescheidenheitsformel konvertiert, die ein Ausweis der Geschlechterunterdrückung und Ungerechetigkeit ist. Also ist sie nun Profin, vor allem, weil sie nicht falsch bescheiden ist. Aber das hätte die liebe Frau auch in verdächtiger Altsprache ausdrücken können, und jede hätte sie verstanden: "Ich bin ein Profi." Offensichtlich ist sie es nicht.

Übrigens findet sich in der Internetseite auch ein Interview mit Konrad Paul Liessmann zu seinem jüngsten Buch "Bildung als Provokation". Ganz unbekannt kann den Redakteurinnen und Zuarbeiterinnen dieser gut organisierten Bildungseinrichtung also die Existenz andersartiger oder gar fremdartiger Bildungsgedanken nicht sein, auch wenn ihre genderorientierte Sprache und der modische, überaus hohe Anteil an Anglizismen eher für eine stark an- und eingepasste Gleichförmigkeit vermeintlicher Modernität steht.

BhW präsentiert Bestsellerautor Liessmann

Haimo L. Handl



Mittwoch, 14. März 2018

Stephen Hawking tot

Stephen William Hawking, CH, CBE, FRS (* 8. Januar 1942 in Oxford, Oxfordshire, England; † 14. März 2018 in Cambridge, Cambridgeshire, England), war ein britischer theoretischer Physiker und Astrophysiker. Von 1979 bis 2009 war er Inhaber des renommierten Lucasischen Lehrstuhls für Mathematik an der Universität Cambridge.
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Montag, 12. März 2018

Kardinal Lehmann verstorben

Gestern, am 11.3.2018, verstarb der bekannte und beliebte deutsche Kardinal Karl Lehmann.

Karl Kardinal Lehmann (* 16. Mai 1936 in Sigmaringen; † 11. März 2018 in Mainz) war von 1983 bis 2016 Bischof von Mainz. Von 1987 bis 2008 war er Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Lehmann wurde 2001 von Papst Johannes Paul II. zum Kardinal erhoben.
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Aus einer aufgrund seines Ablebens gesendeten Dokumentation lernte ich, dass Lehmann eine Bibliothek von ca. 120.000 Bänden besaß. Besonders sympathisch war mir dann seine unprätentiöse Aussage, dass er es schätze, die Bücher um sich zu haben, weil, wenn er etwas nachsehen wolle, auch nachts, er einfach in den Keller gehe , suche und das Buch fände und dann weiterarbeiten könne...

Für mich als Büchernarren voll einsichtig. Auch wenn er katholischer Kardinal war: "einer von uns" !



90. Geburtstag von Hermann Schweppenhäuser

Hermann Schweppenhäuser (* 12. März 1928 in Frankfurt am Main; † 8. April 2015 in Veitshöchheim) war ein deutscher Philosoph und Publizist.
Hermann Schweppenhäuser studierte an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main Philosophie, zunächst bei Hans-Georg Gadamer, dann bei Max Horkheimer und Theodor W. Adorno. Er arbeitete in den 1950er-Jahren als Wissenschaftlicher Assistent am neu gegründeten Frankfurter Institut für Sozialforschung und als Assistent von Adorno am Philosophischen Seminar. Anfang der 1960er-Jahre wurde er auf den neu gegründeten Lehrstuhl für Philosophie an der Pädagogischen Hochschule Lüneburg berufen. Seit den späten 1960er-Jahren war Schweppenhäuser außerdem Honorarprofessor für Philosophie an der Universität Frankfurt, wo er unter anderem Vorlesungen über die Charakteristik des Adornoschen Denkens (WS 1983/84) hielt. 
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