Montag, 10. Dezember 2018

50. Todestag von Karl Barth

Karl Barth (* 10. Mai 1886 in Basel; † 10. Dezember 1968 ebenda) war ein Schweizer evangelisch-reformierter Theologe. Er gilt im Bereich der europäischen evangelischen Kirchen aufgrund seines theologischen Gesamtwerks als „Kirchenvater des 20. Jahrhunderts“ und als Vertreter einer kerygmatischen Theologie. Zudem ist sein Name eng mit der dialektischen Theologie verbunden.

Wikipedia
Abbildung aus Wikipedia





Sonntag, 9. Dezember 2018

Sündenböcke


Haimo L. Handl

Die Sündenböcke

Sogar während der Hochzeit der Aufklärung war das Sündenbockdenken nicht eliminiert worden. Es überdauerte, passte sich an und feiert, gestärkt, fröhliche Urständ in unseren Gesellschaften, ganz gleich, ob moderner Westen oder mittelalterliche moslemische Gemeinschaften oder das offiziell atheistische China. Sündenböcke werden gebraucht und geschlachtet. Hier gibt’s keine Veganer, hier lecken alle Blut und viele, viele baden darin.

Theorien als auch Glaubenssysteme haben ihre Zeiten. Der Kurs schwankt manchmal, aber, ähnlich dem Sündenbockdenken, es gibt nie eine glaubenslose oder theorielose Zeit und Gesellschaft. Gegenwärtig erfahren wir, korrespondierend zur realen Klimakatastrophe eine der Ideen- und Geisteswelt, eine der Theorien und Religionen. Die Temperaturen steigen, erhitzen die Köpfe, bringen das Blut vieler zum Wallen, engen den Blick ein, schaffen Atemnot, so dass die Keuchenden, die Leidenden die Sündenböcke wieder fokussierter suchen und finden, um sich an ihnen abzureagieren oder sich in der Entledigung, einer Art Entsorgung, „gütlich“ zu tun, den immensen Druck zu mindern, den sie innerlich spüren, der ihnen ihr gequältes Leben noch mehr vergällt. Erst wenn der Bock getötet ist, nehmen die Spannungen ab, beruhigt sich der Gehetzte, Verfolgte, Leidende. Er muss den Spieß umdrehen, muss selbst Verfolger, Jäger werden, Töter, nur dann kann er sich Genugtuung verschaffen und kurzzeitige Atempause, bis der ewige Kampf wieder aufgenommen und weitergeführt wird. So war es in der Geschichte, so ist es heute, so wird es morgen sein.

Kulturkritik gibt es in zwei diametralen Bereichen: hier die emanzipatorisch orientierte, positiv denkende, die trotz ihrer Kritik nicht im Negativen versinkt (Freud, Adorno oder auch Sennett), dort die negative, die den Untergang programmiert sieht bzw. die Unmöglichkeit (positiv) human intervenieren zu können (Joseph de Maistre, Oswald Spengler, Carl Schmitt oder René Girard). Gegenwärtig sind die Religionen und extremen Negativtheorien in Hochkonjunktur und mit ihnen der Beifallskommentar der Rechten, der Gläubigen, der Verfolger, Hetzer und Jäger, der Strafenden aller Richtungen. Man könnte, wollte man ein allegorisches Bild fabrizieren, links die Kulturlandschaft zeigen und rechts die Wildnis, die rohe Natur: in der Kultur die Versuche zur Humanität, in der rohen Natur das Regime der Hölle, der Strafe.

Dass in unserer Kultur Strafphantasten wie Dante als hochwertigste Künstler gepriesen werden, zeigt nur eine Verwirrung und Verkommnis: nie kann ein künstlerisches Vermögen die Inhumanität eines Strafen Wollenden, eines Rächers, aufwiegen. Er zeugt vom niederen Stand des Untiers, das er noch ist, auch wenn er es camouflagiert. Auch Religionen tarnen ihr böses Denken, ihr tiefes, unabdingbares Strafbedürfnis, manchmal mit einem Programm der Liebe, einer allerdings, die ins Gegenteil umschlägt, wenn sie nicht nach den Bedürfnissen ihres Gottes, in dessen Namen die Stellvertreter und Propheten walten, geartet ist. Der „liebe Gott“ ist der unerbittliche böse Strafende, der die ewige Verdammnis, etwas, das kein irdischer Scherge und Folterer zu verabreichen vermag, ausspricht. Gott ist wahrlich die Kehrseite des Teufels, beide das Konstrukt Geängstiger, selbst böse werdende oder gewordene Täter.

Als ich vor Jahren von René Girard sein Buch „Das Heilige und die Gewalt“ las (zuerst in der amerikanischen Übersetzung aus dem Jahre 1977, weil die deutsche erst viel später auf den Markt kam und ich das Original, das 1972 erschienen war, nicht lesen konnte), vermochte ich seiner Mimetischen Theorie bzw. seiner Sündenbocktheorie nicht viel abzugewinnen. Er schien mir eine religiöse Außenseiterstimme, ein Franzose, der wie viele andere in den USA seinen Arbeitsplatz und sein Publikum gefunden hat und den katholischen Geist stärkte. Der Kontrast zur positiven Kulturkritik war zu grell, als dass ich Girards Ausführungen hätte näher folgen wollen. Später verstärkte sich meine Abneigung. Ich sah ihn als religiösen Apologeten, als einen, der den Rechten oder faschistoiden Kräften seine Stimme gab oder borgte.

Kürzlich erschien eine Biografie über ihn von Cynthia L. Haven, die von Robert Pogue Harrison in der New York Review of Books besprochen wurde. Ich kenne die Autorin nicht und nicht ihre Biografie. Aber ich kenne Harrison durch etliche Bücher von ihm und las deshalb aufmerksam seine Rezension, die sich auch auf andere Werke von Girard stützt. So zitiert Harrison einige Sätze von Girard aus Les origines de la culture (2004), die er als besonders aktuell für heute empfindet:

“In the affluent West, we live in a world where there is less and less need therefore and more and more desire…. One has today real possibilities of true autonomy, of individual judgments. However, those possibilities are more commonly sold down the river in favour of false individuality, of negative mimesis…. The only way modernity can be defined is the universalization of internal mediation, for one doesn’t have areas of life that would keep people apart from each other, and that would mean that the construction of our beliefs and identity cannot but have strong mimetic components.”

Harrison schreibt dazu:
Since then social media has brought “the universalization of internal mediation” to a new level, while at the same time dramatically narrowing the “areas of life that would keep people apart from each other.”
Social media is the miasma of mimetic desire. If you post pictures of your summer vacation in Greece, you can expect your “friends” to post pictures from some other desirable destination. The photos of your dinner party will be matched or outmatched by theirs. If you assure me through social media that you love your life, I will find a way to profess how much I love mine. When I post my pleasures, activities, and family news on a Facebook page, I am seeking to arouse my mediators’ desires. In that sense social media provides a hyperbolic platform for the promiscuous circulation of mediator-oriented desire. As it burrows into every aspect of everyday life, Facebook insinuates itself precisely into those areas of life that would keep people apart.
Er umreißt damit einige wichtige Aspekte. Distanz ist eine Grundvoraussetzung von Würde. Wer die Distanz zum Anderen aufhebt, kommt ihm zu nahe, beraubt ihn seines direktesten Freiraums, rückt ihm auf die Pelle. Jene, die die Distanz verringern, die Folterer, pellen dann das Opfer, sie nehmen ihm die Haut ab, schälen es, wie man eine Kartoffel pellt.
Die Überlegung von Girard hinsichtlich der falschen Individualität, der negativen Mimetik, illustriert die Lage des Mitläufers, des Anpasslers und Opportunisten, der bei allem mittut, sei es im Höhnen und Kommandieren von straßenwaschenden Juden, sei es im lauten Mob, der gejagte Opfer zu Tode prügelt oder in simplen Alltagshandlungen, die für sich gesehen nicht weiter auffallen, im Verbund mit den anderen Mitläufern jedoch zur Elendstat werden (Hilfe unterlassen oder behindern, geistig an der Hetze mitmachen, heute über die social media ganz einfach aber effektiv möglich). Der Satz von Harrison, „Social media ist he miasma of mimetic desire.” ist herauszustreichen.  Hier wird der Neid als Urtriebskraft angesprochen

Habe ich zu unrecht Girard für mich abgeurteilt, ins Eck gestellt? Nein, denn er stellt das Sündenbockverhalten als Gesundheitsmaßnahme heraus, er holt aus der Geschichte das, was er vordergründig dafür als billigen, griffigen Beleg braucht, er stellt nicht kritisch in Frage, er bejaht in falscher Weise. Was in den Siebzigerjahren vielleicht eine Außenseiterstimme war, geriert sich heute zum Credo von Unverbesserlichen, von Faschisten und anderen engstirnigen Gläubigen. Dazu Harrison:

Girard interpreted archaic rituals, sacrifices, and myth as the symbolic traces or aftermath of prehistoric traumas brought on by mimetic crises. Those societies that saved themselves from self-immolation did so through what he called the scapegoat mechanism. Scapegoating begins with accusation and ends in collective murder. Singling out a random individual or subgroup of individuals as being responsible for the crisis, the community turns against the “guilty” victim (guilty in the eyes of the persecutors, that is, since according to Girard the victim is in fact innocent and chosen quite at random, although is frequently slightly different or distinct in some regard). A unanimous act of violence against the scapegoat miraculously restores peace and social cohesion (unum pro multis, “one for the sake of many,” as the Roman saying puts it).

Der Rekurs auf alte Religionen ist genauso fragwürdig wie der auf vorsintflutliche Sichten und Rituale. Sie stellen nie eine Rechtfertigung dar, höchstens eine Erklärung, die aber gewertet werden müsste. Die Wertung ist akademisch und sozial erfolgt. Girard wurde mit vielen Ehrendoktoraten gepriesen, erhielt den Ordre des Arts et des Lettres. Er ist der Paradekatholik. Er ist jener, der das Sündenbockverhalten „akademisiert“ und abhakbar macht. Er ist ein Wolf im Schafspelz. Die neuen Rechten, die Neofaschisten, kommen ganz ohne diese Academia aus, bleiben aber im Geiste der Sündenbockkultur: sie hetzen, jagen, verfolgen, töten.

Freitag, 7. Dezember 2018

90. Geburtstag von Noam Chomsky

Avram Noam Chomsky (* 7. Dezember 1928 in Philadelphia, Pennsylvania, USA) ist emeritierter Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technology (MIT), einer der weltweit bekanntesten linken Intellektuellen und seit den 1960er Jahren einer der prominentesten Kritiker der US-amerikanischen Politik.
Chomsky ist einer der bekanntesten Linguisten der Gegenwart. Er übte durch die Verbindung der Wissenschaftsdisziplinen Linguistik, Kognitionswissenschaften und Informatik besonders in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts starken Einfluss auf deren Entwicklung aus. Seine Beiträge zur allgemeinen Sprachwissenschaft sowie seine Modelle der generativen Transformationsgrammatik veränderten den bis dahin vorherrschenden US-amerikanischen Strukturalismus. Seine Kritik am Behaviorismus förderte den Aufstieg der Kognitionswissenschaft.

Wikipedia
Abbildung aus Wikipedia


Noam Chomsky Turns 90: How a U.S. Anarchist Has More Than Survived








In unserer Bibliothek Gleichgewicht haben wir einige Bücher von Chomsky in amerikanischen Ausgaben und deutschsprachigen Übertragungen.


Montag, 3. Dezember 2018

Desire & Envy & Violence


The Prophet of Envy


135. Geburtstag von Anton von Webern

Anton Webern (* 3. Dezember 1883 in Wien; † 15. September 1945 in Mittersill, Salzburg, Österreich; vollständiger Name: Anton Friedrich Wilhelm von Webern; das „von“ musste er 1919 aufgrund des Adelsaufhebungsgesetzes vom 3. April 1919 ablegen) war ein österreichischer Komponist und Dirigent. Als einer der ersten Schüler von Arnold Schönberg gehörte er zum inneren Kreis der Wiener Schule.

Wikipedia
Abbildung aus Wikipedia
















Sonntag, 2. Dezember 2018

90. Geburtstag von Jörg Demus

Jörg Demus (* 2. Dezember 1928 in St. Pölten, Österreich) ist ein österreichischer Pianist und Komponist.
Als großer Musiker und Lehrer genießt er weltweite Anerkennung. Demus machte sich besonders durch sein Engagement für die Renaissance der Hammerflügel verdient, die er trotz aller technischen Unzulänglichkeiten alter Originalinstrumente bei vielen Aufnahmen einsetzte und damit ein hohes Maß an Authentizität erreicht. Demus spielt häufig Werke der Romantik, er tritt auch als Liedbegleiter und mit Kammermusik-Ensembles und beispielsweise mit der Cellistin Maria Kliegel auf.
Seit längerer Zeit arbeitet Jörg Demus an einer CD-Produktion „Die Geschichte des Klaviers“, welche am Ende 100 vollbespielte CDs umfassen soll.

Wikipedia
Abbildung aus Wikipedia







Besinnlichung


Haimo L. Handl

Besinnlichung

Bei uns ist alles gut organisiert. Genau nach Kalender sprechen fast alle davon, dass die besinnliche Zeit angebrochen sei, dass man jetzt mehr Zeit habe, weil die Tage kürzer sind und die Nächte länger, dass wir uns freuen und noch mehr freuen, dass wir feiern und feiern und tanzen und lachen, fröhlich froh sind und fromm, lauter und eingekehrt, aufgefrischt und selbstoptimiert. Viele glauben, sie lebten im Einklang mit der Natur, obwohl sie weder Einklang noch Natur kennen. Sie können nichts dafür. Sie folgen den Programmen. Man orientiert sich am Leitbild, am Symbol, an der paradiesischen Chimäre, am trauten Alten, an den Kindheitserinnerungen, an dem versprochenen Himmel. Aber die Pendlerin sitzt um sechs Uhr fünf im Zug, die Geschäfte öffnen wie immer, ob es draußen dunkel wäre oder nicht, denn es ist nie dunkel, weil alles arbeitsam erleuchtet ist für die gewohnte Geschäftigkeit. Dafür ist alles bestens organisiert. Die Trachtenkapellen, die Volksliedmusikerinnern und Musiker, die Laienprediger und Profischwätzer, die Glühweinverkäufer und die Punschsäufer, die Maroniesser und die plärrenden Kinder, die sich aus unerfindlichen Gründen nicht einmal mehr mittels der smart phones stillehalten lassen, während aus den Geschäften die vertraute Weihnachtsmusik tönt und alles schwingt und swingt im Takt der Besinnung, der verordneten Besinnlichkeit, wo man zeigt, dass man Zeit hat Geld zu spenden, unnötige Kleinode zu erwerben, hergestellt von bedrückten Künstlerinnen, die sonst darbten, weil arbeitslos oder sonstwie verblödet dahinvegetierend in der Leistungsgesellschaft, die solche Besinnungsleistungen eigentlich nicht verlöhnt, außer mit Almosen oder Verlustmarken. Heuer ist es ganz wild und einmalig und bedeutsam, weil das beste, weltbekannteste und berühmteste Weihnachtslied, Stille Nacht, 200 Jahre Geburtsherkunft feiert, was die Herzen erhebt, die Mundwinkel hochzerrt und die Fernsehkanäle verstopft, die Stille dröhnt, ganz still und leise, aber in penetrierenden Frequenzen, weil es gefeiert, gesungen, aufgeführt, eingeführt und abgeführt werden muss, zum Gaudi der Besinnlichen, die es gar nicht mehr erwarten können, die elektronischen Adventkalender zu starten und sich zu begeilen an der neuesten Neuheit alter Sitte. Christkind versus Weihnachtsmann, nicht nur in der Werbung, nein, im Alltag, im Festtag, während den stillen Nächten, wenn die Rentierschlitten mit den heiligen Kläusen, den wüsten Polterern, die himmlischen Kinder überfahren, da Hetzjagden stattfinden für den gesteigerten Konsum, da Erwachsene vollends verblöden und infantil dumm blöken oder kreischen, kurz die Alltagsgewalt unterbrechen und dem üblichen Kitzel der Aufstachelungen durch die social media wenigstens für Minuten widerstehen, um dann, geläutert und besonnen, dem Drecksgeschäft und dem Hass weiter zu frönen, zu lallen und zu schmatzen oder auf die Schenkel zu klopfen und sich zum Erfolg der Kickl und Gackl zu gratulieren, der rechten Rechten und ihrer Stacheldrahtpolitik und Vorbereitung der Hatz, mit oder ohne Rentieren, Elchen oder Rossen, aber immer voraus und weiter ins Unheil der besinnlichen Dunkelheit, wo die Farben ihre Leuchtkraft verlieren und nur der künstliche Glanz das Braune und Schwarze überstrahlt, wenigstens für Momente, damit alles azurblau oder türkis leuchtet, ganz besinnlich, ohne Novembernebelerinnerung, ohne Klimaängste oder andere, überflüssige Traumata, außer dem einen, dem zentralen, dem unbesinnlichen, dem wirklichen Trauma: wir sind umlagert und umzingelt, wir müssen uns wehren, wir gedenken des Josefs mit seiner Maria und dem Balg, wie sie Herberg suchten, wie sie, wie es die Mär will, ohne künstliche Beleuchtung, auf Sterne und Staub angewiesen und der Duldsamkeit jener, die sie endlich doch nicht wegwiesen, sondern, neben dem Kleinvieh, im Stall aufnahmen, was unseren Geschäftemachern gesetzlich verboten ist, weil Ställe nur für Tiere dienen dürfen, Menschen aber, auch Gesindel, nicht in Ställen hausen dürfen, dafür aber in Dreckslöchern, teuer und kaputt, aber, immerhin, in Häusern, die den Eignern Gewinne erwirtschaften durch das Elend der Bagage, die kommt und kommt und uns bestürmt, sogar jetzt, in der besinnlichen Besinnungszeit, wo bald Stacheldrähte nichts mehr nützen, wenn wir nicht Bollwerke errichten, wie es der Führer früh schon geplant hatte, und wie er und die Seinen doch verloren hatten, kurze Zeit nach 18, zum zweiten Mal war wieder Gott dem geführten Volk abhold, wieder war der Teufelsfeind stärker, aber, unsere Mannen und rechten Weiber, erinnern sich, besonders die Staatsanwältinnen besinnen sich, rufen auf zur Besinnung, frei und braun und schwarz und bunt im Blau der Türkisen, vereint im Kampf für die alte Ordnung, für den ewigen Frieden, für die Weihe der Nacht, mit dem Segen der Missbrauchstäter und ihrer Betschwestern, im Einklang mit der Besinnlichkeit „Still, still, still, weils Kindlein schlafen will…“

Samstag, 1. Dezember 2018

125. Geburtstag von Ernst Toller

Ernst Toller (geboren am 1. Dezember 1893 in Samotschin, Provinz Posen; gestorben am 22. Mai 1939 in New York City, New York) war ein deutscher Schriftsteller und Dramatiker, Politiker und linkssozialistischer Revolutionär.
Als zeitweiliger Vorsitzender der bayerischen USPD und Protagonist der kurzlebigen Münchner Räterepublik wurde er nach deren Niederschlagung im Juni 1919 verhaftet und einen Monat später zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt. Damit entging er nur knapp einer drohenden Todesstrafe.
Zu Tollers erfolgreichsten Werken zählen die Dramen Masse Mensch und Hinkemann, sowie die autobiographische Veröffentlichung Eine Jugend in Deutschland. Mit dem Gedichtzyklus Das Schwalbenbuch wurde er auch als Lyriker bekannt.

Wikipedia
Abbildung ausa Wikipedia