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Sonntag, 16. Dezember 2018

Verpönte Relativität

Haimo L. Handl

Verpönte Relativität

Martin Walser, unermüdlich auch im Alter, hat einen kleinen Band mit Gedichten und Miniaturen veröffentlicht, der wieder Aufsehen erregt. Man könnte meinen, die Deutschen seien neben den Israelis besonders geschult im Auf- und Abmerken und Verteilen von Zensuren, ärger noch als die Briten oder Amerikaner, obwohl besonders  in den USA das ungeistige Klima sich dramatisch ändert und Jäger und Hetzer als Zensoren und öffentliche Moralapostel langsam Oberhand zu gewinnen scheinen.

In Deutschland ist das Einfachdenken tief verankert. Seit der historischen Schuld verzweifeln immer noch viele am Unbewältigbaren. Viele haben ein Strafbedürfnis erlernt, das unstillbar scheint. Jede Gelegenheit zur Kasteiung wird wahrgenommen. Sie halten die Kollektivschuld am Leben und verdächtigen jeden, der differenziert oder widerspricht der braunen Untat. Sie sind die Vollstrecker der re-education im negativen Sinn.

Martin Walser war 1998 mit seiner Paulskirchenrede skandalös aufgefallen. Das Verdikt wurde über ihn gesprochen und es waren nur gewisse Umstände, die ihn vor der realen Lynchjustiz bewahrten. Geistig hatten sich die Korrekten über ihn hergemacht. Jetzt bringt er in seinem neuen Buch SPÄTDIENST ein altes Gedicht, das sofort wieder als Auslöser dient für die Kurzdenker, jene, die nicht zu differenzieren in der Lage sind, die wie Wachhunde auf bestimmte Auslöser unwillkürlich reagieren, die Zähne fletschen und bellen. Eigentlich möchten sie ihrem Training nach zubeißen, zerfleischen, aber das dürfen sie derweil noch nicht. Hierin teilen sie ein typisch deutsches Schicksal mit den Unverbesserlichen, den faschistischen Gestrigen, die sich in diesem einem Punkte treffen: nicht selbständig denken, sondern hündisch heulen und beißen.

In der WELT vom 1.12.2018 nimmt Marc Reichwein zwar Walser in Schutz bzw., wenn man so will, führt Argumente an, die positiv relativieren, leitet seine Ausführungen aber so abwertend ein, dass man sich wundert, auf welch tiefem Niveau hier ein Kritiker sich ausbreitet:

Hoch betagte Dichter sind nicht immer ganz dicht. Günter Grass hat kurz vor seinem Tod durch ein stumpfsinniges Israel-Gedicht von sich reden gemacht. Der 91-jährige Martin Walser hat soeben sein Buch „Spätdienst“ (Rowohlt, 208 S., 20 €) veröffentlicht, ein Bändchen voller literarischer Miniaturen (Gedichte, Aphorismen und Notate), die einen daran denken lassen, dass Walser heute bestens bei Twitter aufgehoben wäre – als jemand, der auf alles und jedes narzisstisch und nachtragend reagiert. In gewisser Weise dokumentiert „Spätdienst“ – neben poetischen Perlen – oft unfreiwillig komisch, die Riesen-Blase der Kränkung (durch Kritik) und Selbstbeobachtung, in der Walser seit Jahrzehnten lebt.

Herr Reichwein, Redakteur im Feuilleton der WELT, Jahrgang 1975, gibt Auskunft über die Dichte von Dichtern, und konstatiert kühl, dass viele nicht dicht seien, also ausrinnen. Es bleibt zur Spekulation offen, ob er die geistige Dichte meint, die er zynisch absprechend diagnostizieren könnte: undicht im Sinne von dement, oder ob er einen körperlichen Zustand meint, wenn alte Menschen Blasenprobleme haben. Während die Werbung vor allem den Frauen, die auszurinnen scheinen, permanent besten Schutz durch gewissen Einlagen und Binden verspricht, wird im Falle eines alten Dichters nicht von Hilfe gesprochen, sondern das Bild eines Gebrechlichen gemalt oder gezeigt, der eben verfällt und versagt, ausrinnt. Er, der Jüngere, mokiert sich über den Alten. Was für eine Kultur!

Viele haben Angst vor der Altersdemenz. Wie simpel, jemanden, den man „fertigmachen“ möchte, einfach der Demenz zu zeihen, ihn negativ zu etikettieren, abgestützt durch das Klischee „Alte sind nicht ganz dicht“. Na, er ist doch alt, also: nicht ganz dicht, dement, unzurechnungsfähig, Abfall. Lasst ihn uns entsorgen. Was, der Walser schreibt immer noch? Regt sich immer noch auf? Der ist ein Querulant, das ist ein Narziss, ein Dauergekränkter. Diagnose gestellt und geliefert: abgestempelt, zum Abschuss freigegeben. Interessant und bemerkenswert, dass dann trotzdem ein Gedicht, ob alt oder neu, Aufregung verursacht und es und den Autor zum „Fall“ macht. Die Jäger, die Literatur- und Moralpolizisten sind auf der Hut, liegen auf Lauer, beißen sofort zu.

Bei Walser finden einige, wie früher, dass er Auschwitz bagatellisiere. Ein Verbrechen. Woran lesen sie das ab? Von einem Gedicht. Allein, dass der Autor es wagt zu vergleichen bzw. in eine Reihe zu stellen, empört, weil er damit ein Verbrechen begeht: er banalisiert und bagatellisiert.

Ganz in diesem Sinne äußert sich im konservativen Vordenkerblatt (früher haben sich die klugen Köpfe dahinter versteckt!) der PD Dr. Christian Metz, auf dessen Internetseite man seine Titel und Artikelverzeichnisse findet, aber keine Auskunft über sein Geburtsdatum bzw. sein Herkommen. Eine Schwarz-weiß-Fotografie zeigt ihn in trauter Leserpose: jung und nachdenklich sinnierend. Wie nett. Ich weiß also nicht, ob er der typische 68-er-Vertreter ist oder sonst ein Schnösel aus der verwöhnten Me-Generation. Jedenfalls verurteilt er Walser in gewohnter Manier. Stein des Anstoßes ist Walsers Gedicht über den Vietnamkrieg und die Reihung von Hué mit Golgatha, Verdun und Auschwitz . Damit ist für den akademisch geschulten Literaturwissenschaftler und -kritiker der Tatbestand der Bagatellisierung festgemacht. Walser ist schuldig. Das ist sogar dem Marc Reichwein zuviel, der in seinem Beitrag meint:

Ja, die Ortsnamenreihung ist problematisch: „Neben Jesu Kreuzigung auf Golgatha, der Schlacht von Verdun im Ersten Weltkrieg und dem Kampf um die Stadt Hué im Vietnamkrieg erscheint Auschwitz in dieser Formulierung als eine tödliche Katastrophe unter vielen.“ So empört sich – ganz im Sinne der seit Walsers Paulskirchenrede von 1998 bekannten Diagnose, dass Walser ein Auschwitz-Problem hat – der „FAZ“-Kritiker Christian Metz. Doch das Gedicht ist beim besten Willen nicht, wie Metz behauptet, als unverbesserliches und Auschwitz relativierendes Walser-„Alterswerk“ abzutun. Es stand am 22. März 1968 in der „Zeit“, abgedruckt als Spottkritik am damaligen Medien- und Politikbetrieb.

Obwohl Reichwein korrekt auf die frühe Publikation von 1968 verweist, auf Walsers Engagement gegen den Vietnamkrieg (was, anstatt positiv bewertet, heute als verdächtiger Ausweis eines elenden Antiamerikanismus gesehen wird!) verweist, streift er die eigentliche Problematik nur oberflächlich. Der Skandal liegt für die Korrekten und Philosemiten darin, dass Auschwitz als eine Katastrophe neben anderen erscheint. Auschwitz darf aber nicht neben andere Verbrechen gestellt werden, Auschwitz ist singulär, ist absolut. Jeder Vergleich bagatellisiert, entwürdigt. Diese quere Logik stellt ein Denkverbot dar, das bei Strafe nicht übertreten werden darf.

Nun, semiotisch gesehen oder philosophisch sind die Ansprüche bezüglich absoluter Einmaligkeit bzw. Unvergleichbarkeit Humbug. Ohne Vergleich keine Bewertung, keine Kommunikation. Der Skandal liegt auch nicht in der Sprache oder im Vergleichen, sondern in der Tatsache, wovon Texte, insbesondere Vergleiche, aber nicht nur, Zeugnis geben: das Leben geht weiter, ob Hiob verzweifelt oder nicht. Allein die Tatsache, dass das Leben weitergeht, empört viele jener, die davongekommen sind. Sie zürnen ihrem Gott, sie zürnen noch viel mehr den Nachfahren der Täter, die leben und, welch eine Zumutung, die sogar gut leben und arbeiten und wieder zu Wohlstand gelangen. Diese Ungerechtigkeit, dieses Gottversagen, ist für viele schier unerträglich.

Das tiefe Ressentiment gegen die Deutschen, die überlebten und gut leben, hat Jean Amery in beredte Worte gefasst. Er, der Adorno wegen dessen Jargon mied und kritisierte, teilte mit ihm aber den Schmerz über die Barbarei. Nicht, weil einige Gedichte nach Auschwitz schrieben, das tat auch Bruder Celan, sondern dass es weiterging. Eigentlich hätte die Welt untergehen müssen, aber sie ging nicht unter. Sie prosperiert sogar.

Und dann kommt ein Deutscher und stellt Auschwitz, das Einmalige, das Absolute, in eine Reihe mit anderen Kriegsstätten oder Horrorszenarien. Er relativiert also, er verweigert das Denken des Undenkbaren, er denkt das Denkbare. Was ist schon der Vietnamkrieg, was war denn Verdun. Welcher Skandal, gar auf- und abrechnen zu wollen. Wenn schon, dann nur von den Opfernachfahren, den Juden. Sechs Millionen wiegen mehr, besonders im Tod, als x-fach soviele andere Opfer in Russland, in Asien, sonst wo auf der Welt. Es darf nie verglichen werden, es muss immer vom singulär Absoluten gesprochen werden.

Eigentlich ein verzweifelter Versuch gegen die Geschichte, gegen die Realität. Purer Idealismus: das Denken soll determinieren. Die Realität muss ausgeschaltet werden, Historie gilt nicht. Es gilt das Wort Gottes, der Juden, der Opfer. Aber mit jedem Tag gräbt sich die Erfahrung des Gegenteils tiefer ein, bohrt der Schmerz über den Gott, der seinen Kindern nicht zu Hilfe kam, der es geschehen ließ und der weiterleben (leiden) lässt.

Adorno hat mit seinem Verdikt eine wesentliche Schwachstelle in seinem Denken entblößt. Amery verzehrte sich in seinem Zorn und seinen Ressentiments. Celan vermochte nicht festen Boden zu gewinnen. Wen immer man dafür schuldig spricht, es wird nicht helfen, es wird nichts ändern. Das ändern auch die Kläffer und Verurteiler wie Christian Metz nicht. Sie vertiefen nur die Peinlichkeit.

Nachbemerkung:

Das ahistorische Fixieren der Nazischuld dient nicht nur der Ablenkung sondern auch der Realitätsverleugnung. Weil keine europäische Faschistenbewegung so grausig wie die Deutschen im Holocaust vorging, verringert sich für viele Nachfahren deren Schuld. Die Fokussierung auf den Holocaust als das absolute Verbrechen macht alle anderen weniger schlimm. Davon profitieren die Faschisten in Italien und Spanien.

In ihrer Rezension von Antonio Scuratis Buch "M - Il figlio del secolo" schreibt Emma Johanningsmeier in der New York Times vom 8.12.2018:

In Italy, the birthplace of fascism, Mussolini has never carried the same stigma as Hitler in Germany. The dictator still known as “Il Duce” enjoyed wide public support during his two-decade rule, despite his persecution of anti-fascists and Jews. Some in Italy today are willing to overlook those things for the perceived social stability of the fascist era.
In the collective memory, “Italy always came out as the lesser evil with respect to Nazi Germany,” Ben-Ghiat said. “Because of that, Italians were able to say, ‘Well, we weren’t so bad. We weren’t the architects of the Holocaust.’”

Die Angst vor Kritik treibt Israel und seine Unterstützer zu immer neuen Maßnahmen der Zensur und Verfolgung. In der New York Review of Books schreibt am 12.12.2018 in der Rubrik NYRDaily Katherine Franke in ihrem Beitrag "The Pro-Israel Push to Purge US Campus Critics":

At the same time, discussions on college campuses about the complexities of freedom, history, and belonging in Israel and Palestine are under increasing pressure and potential censorship from right-wing entities. In fact, new policies adopted by the US and Israeli governments are intended to eliminate any rigorous discussion of Israeli–Palestinian politics in university settings. Not since the McCarthyite anti-Communist purges have we seen such an aggressive effort to censor teaching and learning on topics the government disfavors.
Especially chilling, the US Department of Education recently adopted a new definition of anti-Semitism, one that equates any criticism of Israel with a hatred of Jews. This new stance was evident when the Department’s Office for Civil Rights recently reopened an investigation of anti-Semitism at Rutgers University regarding a complaint that had been examined and closed by the Obama administration. The case, which was brought by the Zionist Organization of America, alleged that Rutgers should not permit students to hold events at which the human rights record of the state of Israel is criticized. The ZOA applauded the reopening of the case by Kenneth Marcus, the new head of the Office for Civil Rights and a long-time proponent of the view of that all criticism of Israel is necessarily anti-Semitic.

Diese Entwicklungen belegen nicht nur das Erstarken von Rechtsextremen und Neonazis oder Faschisten, sondern stellen die Arbeiten von Autoren wie Christian Metz und dergleichen ins ganz rechte Licht. Israel wird zum Vorreiter neuer Geschichtsklitterungen und politischer Zensur im Namen politischer Korrektheit. Plötzlich sieht man diese Korrekten in Gemeinschaft mit den Tabuisierern aus China oder der Türkei. Eine Gemeinschaft der Verfolger und Hetzer, der Verleumder und Folterer.

Ich hätte die Vorgangsweisen der Korrekten auch anhand von Artikeln des radikalen Magazins „Counterpunch“ illustrieren können. Die wären dann leichter als linke Denunziationen abhakbar. Dass die biedere New York Review of Books aber auf die Problematik eingeht, macht es den Agenten Israels nicht so leicht, das alte Feindbild wachzuhalten.



Dienstag, 13. November 2018

150. Todestag von Gioachino Rossini

Gioachino Antonio Rossini (auch Gioacchino) (* 29. Februar 1792 in Pesaro, Kirchenstaat, heute Marken; † 13. November 1868 in Passy, Paris) war ein italienischer Komponist. Er gilt als einer der bedeutendsten Opernkomponisten des Belcanto; seine Opern Il barbiere di Siviglia („Der Barbier von Sevilla“), L'italiana in Algeri („Die Italienerin in Algier“) und La Cenerentola („Aschenputtel“) gehören weltweit zum Standardrepertoire der Opernhäuser.

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Montag, 15. Oktober 2018

95. Geburtstag von Italo Calvino

Italo Calvino (* 15. Oktober 1923 in Santiago de las Vegas, Provinz Havanna, Kuba; † 19. September 1985 in Siena, Italien) war einer der bedeutendsten italienischen Schriftsteller der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Viele seiner Bücher sind heute in Italien Volksgut und Schullektüre.

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Montag, 24. September 2018

75. Geburtstag von Antonio Tabucchi

Antonio Tabucchi (* 24. September 1943 in Vecchiano bei Pisa; † 25. März 2012 in Lissabon) war ein italienischer Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Übersetzer.

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Sonntag, 9. September 2018

110. Geburtstag von Cesare Pavese

Cesare Pavese (* 9. September 1908 in Santo Stefano Belbo; † 27. August 1950 in Turin) war ein italienischer Schriftsteller.

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Mittwoch, 22. August 2018

40 Todestag von Ignazio Silone

Ignazio Silone (* 1. Mai 1900 in Pescina/Abruzzen; † 22. August 1978 in Genf; Geburtsname Secondino Tranquilli) war ein politisch engagierter italienischer Schriftsteller.
Erst im Schweizer Exil begann Silones Schaffen als Schriftsteller. Hier schrieb er Fontamara und die Bücher über Pietro Spina: Pane e vino (Brot und Wein) und Il seme sotto la neve (Der Samen unter dem Schnee), in denen er sich unter anderem mit seinem eignen Leben und seiner Sichtweise über den Sozialismus auseinandersetzte. In dieser Zeit entstand auch Der Faschismus – seine Entstehung und Entwicklung.[2] Im Gegensatz zu diesem Sachbuch, das zunächst auch im Nachkriegsitalien nicht verlegt werden durfte,[3] fanden seine ersten beiden Romane als Untergrundliteratur im faschistischen Italien ihre Leser.
Etwa 1930 ging Silone ins Schweizer Exil.
Im Exil betätigte sich Silone weiterhin politisch. So hatte er ab 1939 die Leitung des sozialistischen Auslandbüros inne. 1941 und 1943 wurde er interniert, da er gegen das Verbot der politischen Betätigung verstoßen hatte. 
Nach seiner Rückkehr nach Italien 1944 war Silone weiter im PSI aktiv und nahm als einer seiner Delegierten an der konstituierenden Nationalversammlung teil. Er wurde 1945 in die Direktion der sozialistischen Zeitung Avanti! berufen und leitete ab 1947 außerdem noch die von ihm mitgegründete Zeitung Europa Socialista (Sozialistisches Europa). Nach der Spaltung des PSI, bei der Silones Sympathien offenbar bei dem sozialdemokratischen Flügel lagen, entschloss er sich zum weitgehenden Rückzug aus der Politik und widmete sich vor allem der schriftstellerischen Tätigkeit.

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Montag, 20. August 2018

90. Geburtstag von Luciano De Crescenzo

Luciano De Crescenzo (* 20. August 1928 in Neapel) ist ein italienischer Schriftsteller und Filmregisseur.  Er studierte Ingenieurwissenschaften an der Universität Neapel und arbeitete dann als leitender Ingenieur beim Computerkonzern IBM, ehe er sich Mitte der 1970er-Jahre ganz dem Schreiben und der Philosophie widmete.

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Dienstag, 31. Juli 2018

45. Todestag von Guido Mortselli

Guido Morselli (* 15. August 1912 in Bologna; † 31. Juli 1973 in Varese) war ein italienischer Romancier.

Morselli, von dem zu Lebzeiten kein Roman veröffentlicht wurde, kam 1912 als Sohn eines reichen Unternehmers in der Lombardei zur Welt; ab 1914 lebte die Familie in Mailand. Er studierte Jura und promovierte 1935. 1973 nahm er sich, nach jahrelangen Absagen durch die Verleger, das Leben.

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Sonntag, 22. Juli 2018

50. Todestag von Giovanni Guareschi

Giovannino Oliviero Giuseppe Guareschi ( * 1. Mai 1908 in Fontanelle di Roccabianca, Italien; † 22. Juli 1968 in Cervia), der auch unter dem Namen Giovanni Guareschi publizierte und verfilmt wurde, war ein italienischer Journalist, Karikaturist und Schriftsteller. Bekannt wurde er vor allem durch seine Geschichten über Don Camillo und Peppone.

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Guareschi eckte an und wurde staatlich verfolgt. Wikipedia dazu:
Eine Karikatur brachte Guareschi 1951 in zweiter Instanz eine Gefängnisstrafe von acht Monaten auf Bewährung wegen Beleidigung von Staatspräsident Luigi Einaudi ein. Im Januar 1954 veröffentlichte er zwei faksimilierte Briefe Alcide De Gasperis, bei denen es sich möglicherweise um Fälschungen handelte. Er wurde wieder wegen Beleidigung verurteilt und entschied sich, nicht in Berufung zu gehen. Stattdessen verbüßte er 409 Tage im Gefängnis und stand weitere sechs Monate unter Hausarrest.

Sein Welterfolg "Don Camillo und Peppone" ist u. a. dem Kalten Krieg und der tiefen pseudoreligiösen Verwurzelung der Depravierten in Italien zuzuschreiben. SChlussendlich zeigt Guareschi die unumstößliche Vormacht der Kirche und des Glaubens, bleibt systemaffirmativ und beschwichtigend.




Donnerstag, 19. Juli 2018

5. Todestag von Milena Milani

Milena Milani (* 24. Dezember 1917 in Savona, Ligurien, Italien; † 9. Juli 2013 ebenda) war eine italienische Künstlerin, Autorin und Journalistin.

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Freitag, 29. Juni 2018

220. Geburtstag von Giacomo Leopardi

Giacomo Leopardi (* 29. Juni 1798 in Recanati; † 14. Juni 1837 in Neapel) war ein italienischer Dichter, Essayist und Philologe, dem neben Alessandro Manzoni eine entscheidende Rolle bei der Erneuerung der italienischen Literatursprache im 19. Jahrhundert zukam.
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Thema des jour fixe in der Bibliothek Gleichgewicht am Freitag, 29.6.2018









Donnerstag, 28. Juni 2018

Italien im erstarkenden Faschismus

In der 3sat-Sendung Kulturzeit extra zum Thema Italien vom 27.6.2018 ist auch ein Interview des Philosophen Paolo Flores d'Arcais zu hören, das empfehlenswert ist:





Paolo Flores d’Arcais (* 11. Juli 1944 in Cervignano del Friuli) ist ein italienischer Philosoph und Journalist, Herausgeber des Magazins MicroMega. Er schreibt unter anderem in Zeitungen wie El País, La Repubblica, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Gazeta Wyborcza und gilt als „einer der bedeutendsten Theoretiker der gegenwärtigen italienischen Linken“.
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Donnerstag, 14. Juni 2018

50. Todestag von Salvatore Quasimodo

Salvatore Quasimodo (* 20. August 1901 in Modica, Provinz Ragusa, Sizilien; † 14. Juni 1968 in Neapel) war ein italienischer Lyriker und Kritiker. 1959 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen.
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Dienstag, 22. Mai 2018

145. Todestag von Alessandro Manzoni

Alessandro Francesco Tommaso Manzoni (* 7. März 1785 in Mailand; † 22. Mai 1873 ebenda) war ein italienischer Dichter und Schriftsteller. Sein berühmtestes Werk ist der 1827 erschienene Roman I Promessi Sposi (deutsch Die Brautleute, auch Die Verlobten).
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Montag, 21. Mai 2018

45. Todestag von Carlo Emilio Gadda

Carlo Emilio Gadda (* 15. November 1893 in Mailand; † 21. Mai 1973 in Rom) war ein italienischer Ingenieur und Schriftsteller, der thematisch und sprachlich innovativ die moderne Literatur beeinflusste, indem er Dialekt- und Soziolekt-Elemente sowie Wortspiele als Gestaltungsmittel nutzte.
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Dienstag, 8. Mai 2018

10. Todestag von Luigi Malerba

Luigi Malerba (* 11. November 1927 als Luigi Bonardi in Berceto, Provinz Parma; † 8. Mai 2008 in Rom) war ein italienischer Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor. Neben Erzählungen und Romanen verfasste er auch Hör- und Fernsehspiele.
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Freitag, 9. März 2018

135. Geburtstag von Umberto Saba

Umberto Saba, eigentlich Umberto Poli (* 9. März 1883 in Triest, Österreich-Ungarn; † 25. August 1957 in Gorizia) war ein italienischer Dichter und Schriftsteller.
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Samstag, 10. Februar 2018

130. Geburtstag von Giuseppe Ungaretti

Giuseppe Ungaretti (* 10. Februar 1888 in Alexandria; † 2. Juni 1970 in Mailand) war ein italienischer Schriftsteller.

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Montag, 1. Januar 2018

75. Geburtstag von Elena Ferrante

Elena Ferrante ist das Pseudonym einer italienischen Schriftstellerin, die sich unter Wahrung ihrer Anonymität seit den 1990er Jahren als Romanautorin etabliert hat. Mit ihrer Neapolitanischen Saga gelang ihr in jüngster Vergangenheit der internationale Durchbruch, sowohl auf dem Buchmarkt als auch bei der Literaturkritik. Das TIME Magazin zählte sie 2016 zu den 100 einflussreichsten Personen weltweit.

In Interviews, die bis auf eine Ausnahme schriftlich geführt wurden,[1] hat Ferrante sich ausführlich über ihr künstlerisches Schaffen geäußert. Dabei hat sie auch einige wenige Informationen zu ihrer Person preisgegeben, so unter anderem, dass sie aus Neapel stamme und nicht hauptberuflich Schriftstellerin sei.[2] Entgegen ihrem ausdrücklichen Wunsch, anonym bleiben zu wollen, gibt es immer wieder Versuche, ihre Identität aufzudecken, auch unter Anwendung unlauterer und illegitimer Methoden
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Die Autorin ist mit ihrem Werk ein Beweis, dass auch ohne Abstützung oder besondere Fokussierung auf die Biographie das literarische Werk interpretiert werden kann. Die Aufdeckungsgeilheit der Schmierenjournalisten andererseits beweist die Respektlosigkeit der Meute. Das Publikum hat zu viele Hunde und Schweine in seiner Horde!





Sonntag, 16. Oktober 2016

110. Geburtstag von Dino Buzzati

Dino Buzzati (* 16. Oktober 1906 in San Pellegrino bei Belluno; † 28. Januar 1972 in Mailand) war ein italienischer Schriftsteller, Journalist und Redakteur.

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