Freitag, 5. August 2011

Die Vorliebe fürs Irrationale und die Perle als Qual

"In der Vorliebe für das scheinbar Irrationale zeigen sich nur die Abkehr von einer Ratio, die das Leben nicht mehr erfassen kann, und der gierige Wunsch nach der jenseits der Dogmen liegenden Wahrheit."
György Sebestyén, in: Flötenspieler und Phantome, S. 31

"In Erinnerung an Péter Rényi in Budapest während der Fahrt von Prag nach Pressburg: ‚Die Perle ist ein Produkt der Qual', sagte Péter Rényi. Und an diese Perle habe ich mich in Prag erinnern müssen, immer wieder.
György Sebestyén, In: Flötenspieler und Phantome, S. 56

Donnerstag, 4. August 2011

Aufruf zur Einreichung für Driesch #8 FREMD

Einsendeschluss Mitte Oktober 2011
Deadline middle of October 2011

Das Thema unserer Ausgabe #8, die Mitte Dezember 2011 erscheinen wird, lautet "fremd". Lesen hier darüber und reichen Sie Ihre Beiträge (Prosa, Lyrik, Kulturessay & Grafik) bis Mitte Oktober ein. Bitte beachten Sie unsere Autorenhinweise.

The theme of our issue #8 which will appear in middle of December 2011 is "strange". Read here about it and submitt your contributions (prose, poetry, cultural essay & graphics) untill middle of October 2011. Please, pay attention to our recommendations for authors.

Thanks.
Driesch Verlag

Mittwoch, 3. August 2011

Die Offenheit der Interpretation

In seiner Rezension von Georges-Arthur Goldschmidt "Meistens wohnt der den man sucht nebenan. Kafka lesen" bemängelt Martin Endres die Unhaltbarkeit des theoretischen, interpretatorischen Ansatzes von Goldschmidt: "Prädestinierte Verfehlung" (6.6.2011, literaturkritik.de)

"Das Ziel der Lektüre steht und stand bereits fest, bevor sie einsetzt(e) - eine philologische Haltung, die mit Kafkas poetischem Vorgehen und der Verfasstheit seiner Texte nicht deutlicher im Widerstreit stehen könnte. Vor allem dann, wenn sich die Lektüre ironischerweise größtenteils mit Kafkas "Der Process" beschäftigt. So muss man Goldschmidts Gedanken zu Beginn des vierten Kapitels seines Buches (für ihn selbst) ernst nehmen, wenn er schreibt, dass "das empfundene Wissen bei der [i.e. seiner] Kafkalektüre" das folgende sei: Es kann - das lege Kafkas Text nahe - nichts entdeckt werden, "was nicht schon ist. […] Das Wirkliche ist nur der aktuelle Zustand des Möglichen, aber es ist das einzig Wirkliche in der Unendlichkeit des Möglichen."

Hier wird eine verantwortliche Arbeitsweise, wie sie den Wissenschaften eigen ist, als unlauter, als anrüchig hingestellt. Vorab zu wissen, was man will, was man sucht, heisst nicht, Ergebnisse vorweg zu nehmen, sondern Ergebnisse nach diesem Plan dann zu suchen. Jeder Hypothesentest bedarf VORHERIGER Festlegungen. Alles andere sind sogenannte "fishing expeditions", die unwissenschaftlich sind, die die Antworten als Ausgangsbasis DANN, DANACH formulierter Fragen nehmen.

Wenn der Autor schreibt "bei der Lektüre" und der Rezensent meint höhnisch anmerken zu müssen "bei SEINER", dann ist das nicht nur pingelig, sondern falsch, weil "bei der Lektüre" nicht heißt "bei DER Lektüre" als der alleinigen. Zudem stünde so eine Bewertung im Widerspruch mit der später abgeurteilten Unverbindlichkeit und Offenheit.

Weiter Endres:
"Diese ,Prädestinierung' wird aber auch schon auf den ersten Seiten des Buches manifest, wenn Goldschmidt neben der persönlich-privaten Motivation zu seiner Beschäftigung mit Kafka davon schreibt, dass "durch neue Ausgaben, durch Erforschung und Entzifferung der Manuskripte Varianten und Abweichungen sichtbar [werden], die aber im Grunde nichts ändern". Auch wenn man jeden literaturwissenschaftlichen Anspruch an Goldschmidts Überlegungen zu Kafka fahren lässt, und auch wenn der Autor zahlreich und expressis verbis die ästhetische Lust an der Verunsicherung und dem Unvorhergesehenen bekundet: Stärker kann man die Verweigerung gegen jegliche Irritation von Seiten eines literarischen Textes kaum formulieren."

Das heißt, klare Ausgangslage, klares Erkenntnisinteresse ist negative Prädestinierung. Und weil er sich dem üblich gewordenem Grundzug nicht unterwirft, nämlich sich dankbar, schaudernd irritieren zu lassen, liegt er falsch, ist er ein Irrender. Nun, das kann durchaus sein, nicht aber aus den von Endres genannten Gründen.

Goldschmidt erklärt weniger Kafka, sondern seinen Umgang mit Texten von Kafka, seine Rezeption, seine Deutung (oder Nichtdeutung).

"Im Verlauf der hauptsächlich paraphrasierenden Kafka-Lektüre, die sich leider recht wenig innovativ (weil textfern) mit Fragen nach dem Initial des Schreibens, der Darstellbarkeit des Undarstellbaren, der literarischen Wahrheit oder dem Verhältnis von Sprache und Handeln auseinandersetzt, sind es die allgemein-resümierenden Passagen, die die problematische Grundhaltung von Goldschmidt entlarven: "Es gibt keine mögliche Wahrheit der Interpretation, alles darüber Gesagte trifft und trifft es nicht. Keiner ist kompetent und alle sind es. Niemand kann behaupten, dem, was Kafka sagt, gerecht zu werden, außer ihm selbst, Kafka. […] Jede Lesart Kafkas ist legitim und selbst begründet." "

Wenig innovativ weil textfern. Aha. Dann sind also die textnahen Verfahren innovativ? Doch nicht unbedingt. Was wäre eigentlich eine innovative Kafkalektüre? Eine, die, wie im Regietheater, den Autor und seinen Text vergewaltig, ganz innovativ?

Nun, der Aussage Goldschmidts, es gäbe keine mögliche Wahrheit der Interpretation, kann oder soll durchaus widersprochen werden. Aber die Widerrede müsste von woanders kommen. Sie müsste argumentieren. Was Endres befand, ist kein Argument, sondern ein Lamento. Er arbeitet zudem mit rhetorischen Untergriffen. Denn etwas, das "entlarvt" wird, kann nicht gut sein, war intendiert verdeckt, maskiert, segelte und falscher Flagge. Der Rezensent als Retter, indem er entlarvt bzw. auf die Eigenentlarvung hinweist.

Das Problem liegt in der von Goldschmidt behaupteten Relativierung. Endres geht im nächsten Absatz darauf ein:

"Diese scheinbar kritische Haltung gegenüber der eigenen Souveränität, mit der gerade Goldschmidt selbst mit Kafkas Texten ,verfährt', kippt in ein rhetorisch-aufgeblähtes anything goes - jene selbst gezüchtete Krankheit, mit der sich die Philologie seit Jahr und Tag immer wieder neu um ihren eigenen Anspruch betrügt und sich (was noch schlimmer ist) ihrer Wissenschaftlichkeit beraubt. Der Entmündigung des Lesers damit entgegenzuwirken, dass man ihm von vornherein einen unverbindlich-grenzenlosen Verstehens- und Deutungs-Kredit einräumt, führt letztlich allein dazu, den literarischen Gegenstand zugunsten eines hemmungslosen Subjektivismus zu entwerten."

Goldschmidt als Kranker, der, wobei er unfreiwillig sich bzw. seine wahren Thesen noch entlarvt, nur scheinbar kritisch ist, der täuscht und betrügt. Einer, der der Philologie, also der Wissenschaft schadet, indem er pseudowissenschaftlich sich aufbläst. Starker Tobak.
Der interessanteste Befund von Endres ist aber sein Schlusssatz vom vermeintlichen Entgegenwirken der Leserunmündigkeit durch einen hemmungslosen Subjektivismus. Ähnliches war in den Sechziger- und Siebzigerjahren vor allem bei marxistischen Kritikern zu lesen, die genau wussten, nach welchen Richtlinien einer eingeforderten Deutung (entsprechend der herrschenden Deutungshoheit) was wie zu bewerten war. Die ließen sich damals nicht vom Gerede subjektiver Deutungsfreiheit irre machen. Die forderten Linie und ihre Beachtung. Das war noch alles klar.

"Einer solch freihändig-privaten Lektürepraxis, wie sie Goldschmidt nicht nur abstrakt vorschlägt, sondern größtenteils an den aus dem Kontext gelösten Textstellen demonstriert,..."

Es geht um den Affront des "freihändig-privaten". Der Autor erdreist sich, nicht die gängigen Interpretationsregeln zu beachten. Er entfernt sich damit aus der scientific community, aus der Gemeinschaft der Vernünftigen. Er ist "freihändig-privat", und das gilt soviel wie wertlos, verwirrend, verworren, nicht ernst zu nehmen.

Was wäre das positive Gegenteil? Endres nennt es:

"Nur eine radikale, rückhaltlose und sozusagen un-prädestinierte Aussetzung an den Text und seine Verfasstheit nimmt ihn "beim Wort" und ermöglicht eine Erfahrung, die zeigt, dass für Kafka "die Sprache kein Instrument zum Weltgebrauch" ist. Dies hat Goldschmidt leider nicht geleistet, was dazu führt, dass ihn die Enttäuschung über das eigene Vorgehen eine resignative Zurückweisung aller Interpretationsansprüche formulieren lässt: ..."

Goldschmidt setzte sich nicht dem Text aus. Er erlaubte sich seine eigene Lektüre, anstatt die rückhaltslose, un-prädestinierte. Er war so frech, selbst zu denken, auf die Gefahr hin, sich zu verrennen. Aber hat den heiligen Text geschändet. Ein Schänder.

Vielleicht liegt Goldschmidt falsch. Wenn man so stark die Unverbindlichkeit von Interpretationen betont, läuft man sicher Gefahr, nicht mehr argumentieren zu können. So eine Position verdient aber andere Antworten. Denn sie illustriert eine Problematik, die nicht nur eine persönliche des Autors ist, sondern eine der Zeit. Endres tut so, als ob noch Verbindlichkeiten herrschten, wie zu Zeiten der alten Schulen oder wie zu Zeiten des realen Sozialismus, als die Aufgaben klar umrissen waren, die Ziele bekannt, die Mittel ebenso. All das unterschlägt der Rezensent, indem er sich an die Person klebt, das Problem "privatisiert".

Der Vorwurf des "Subjektivismus" war einmal in den realsozialistischen Ländern der Vorlauf zum Berufsverbot, wenn nicht zur fertigmachenden Verfolgung. Denn er wurde gegenübergestellt der realsozialistischen Vernünftigkeit. Auch wenn das, was der Terminus sagt, zutreffen mag, ist es gut, dass daraus derzeit nicht das folgt, was damals in vielen Lagern reale, konkrete Antwort und Praxis war.

Sonntag, 31. Juli 2011

Freiheit ohne Verantwortung

Nach der Präsentation von Driesch #6 kam ich mit einem Leser ins Gespräch. Er fragte, wer die Besprechung "Ciorans Hitlerei" geschrieben habe. Dann bemerkte er, dass er ganz anderer Meinung sei. Ich hätte übertrieben und ihn falsch beschuldigt bzw. verurteilt. Man müsse das anders lesen und sich vor Augen halten, dass es um Literatur, Dichtung gehe. Die ideologische Beurteilung meinerseits sei irrig. Es liege am Rezipienten, mit dem Material umzugehen. Der Künstler, Dichter, habe jede Freiheit.
Kolumne "Wort zum Sonntag" von Haimo L. Handl, 31. 7. 2011
Hören Sie den Beitrag im Podcast

Mittwoch, 20. Juli 2011

Framing Innocence

A mother's photographs, a prosecutor's zeal, and a small town's response
The New Press, New York London, 2010
Book Review by Hans Durrer

Driesch #6 / 2011

In 1999, amateur photographer and school bus driver Cynthia Stewart dropped off eleven rolls of film at the local drugstore near her home in Oberlin, Ohio. The rolls contained photographs of her eight-year-old daughter Nora, including two that showed the girl in the shower. Some time later, two policemen came to see Cynthia at the farmhouse where she lived with her partner David and Nora. Cynthia was informed that "they had some of her photographs down at the station" and that "there are serious questions about those pictures, ma'am."

Cynthia was flabbergasted, she hadn't the foggiest idea what was going on. She later learned that the  police and the county prosecutor judged the shower-photos pornographic. Cynthia was arrested, taken away in handcuffs, threatened to have her daughter removed from her home, and charged with crimes that carried the possibility of sixteen years in prison. Only in America, the land of hypocrites, I briefly thought (in any case, hypocrites can be found everywhere) but this misses the point completely because not only her friends but most of the community defended Cynthia and fought for her.
Lynn Powell, a poet and neighbour of Cynthia Stewart, put on paper „this riveting and beautifully told story“, as the publisher appropriatly informs us, and „brilliantly probes the many questions raised“, prominently among them: „When does a photograph of a naked child 'cross the line' from innocent snapshot to child porn?“

This is of course largely a question of context for as we all know: „... a snapshot stripped of its context can be made to lie“, as photographer Sally Mann says. But there is also the law and with it the difficutly of defining what exactly constitutes pornography. Since to turn to the legal profession ("I know it when I see it", "the average person with average sex instincts") is not much of help, we need to look for other avenues and one of the most sensible is provided by The Talmud: „We do not see things as they are. We see things as we are.“ 

Framing Innocence is a fascinating read, not least because it, in part, challenged, and altered, my preconceived notions, namely this one: Children Services had appointed a guardian ad litem (for the lawsuit), a Christian fundamentalist whose ideology and lifestyle was fundamentally different from Cynthia's and who had dedicated herself to combating child pornography. Of course, I thought to myself, she will see pornography where others will see only harmless nudity. This is after all typical of fundamentalists.Well, I was wrong, for „she looked at those photographs and she said, 'Wait a minute. That's not child pornography, that's a little girl taking a bath.' She did a 180-degree turnaround and became that family's strongest advocate."

I read books because because I need to be taught. Framing Innocence did an excellent job in this regard.

Dienstag, 19. Juli 2011

Neue Rezensionen in DRIESCH # 6

In DRIESCH # 6 als auch im Portal www.kultur-online.net sind zwei Besprechungen zu lesen:

Weinviertel Kochbuch
Eine interessante Kulturgeschichte und nicht nur eine kuriose Rezeptesammlung!

E. M. Cioran: Über Deutschland
Die berüchtigten Schriften aus den Dreißigerjahren, endlich aus dem Rumänischen übersetzt.
In der sehr langen Rezension geht H. L. Handl enragiert darauf ein.


Samstag, 9. Juli 2011

Musiktheater Interpretationen

In der NZZ ist eine Kritik zweier Musiktheateraufführungen in Madrid und  München zu lesen. Es heißt:

Häufig wird «Saint François d'Assise» von Olivier Messiaen nicht aufgeführt, das verhindern die Anforderungen des Werks. Umso bemerkenswerter, dass jetzt gerade zwei Produktionen herausgekommen sind. Sie zeigen, dass auch neue Musik interpretiert wird und darum in unterschiedlichen Gewändern erscheinen kann.


Erstaunlich, "dass auch neue Musik interpretiert wird". Wer hätte das gedacht? Heutzutage wird ja nicht mehr interpretiert, - und das Regietheater ist offensichtlich keine Interpretation...
Die Besprechung oder Kritik ist ganz interessant, vor allem im Vergleich der Aufführungensarten. Die Geschichte vom heiligen Franz als pompöse Inszenierung? Schon die Monsterkomposition stellt ein Missverstehen dar. Größensucht hat immer schon was Peinliches. Dafür kommt die Imitatio, die Wiederholung und Angleichung an die Natur vor, wie man es sonst nur von den Alten kennt, als man Kunst noch anders verstand.
Aber das hier wird als Musik des 20. Jh. gefeiert. Hm. Und zudem noch interpretiert...


Wir lesen:

Alles, was die Handschrift des 1992 verstorbenen Franzosen ausmacht, kommt hier in einzigartiger Weise zusammen: das Denken in Leitmotiven und damit die Sprachähnlichkeit von Musik, die Arbeit mit Tonarten, die Messiaen für sich synästhetisch mit Farben verbunden hat, die rhythmische Komplexität, wie er sie den Vögeln und ihren Gesängen abgelauscht hat, die Klangwirkungen fernöstlicher Orchester und die Gesten der französischen Spätromantik. 

Leitmotivik schafft Sprachähnlichkeit! Wie? Wagner der Sprachmeister. Und von der Romantik nur die Gesten. Das ist wirklich hochmodern.

In München werde zu viel des Guten geliefert. (Wenn zuviel, wie ist es dann noch gut?):

Auch wenn sie in die Jahre gekommen sein mag, dominiert die Handschrift des 72-jährigen Wiener Künstlers das Geschehen von A bis Z, absorbiert sie die Aufmerksamkeit und stört sie die Kontemplation, welche die Musik verlangt. Einmal mehr plustert sich in einer Produktion der Münchner Staatsoper das Szenische auf und sucht sich das Theater gegenüber der Musik in den Vordergrund zu rücken; es prallt hier allerdings ab an einem musikalischen Entwurf, dessen Grösse unverrückbar in sich zu ruhen scheint.

Nitsch, der Möchtegernopernregisseur ist ein Spektakulateur. Vielleicht auch ein Spekulant. Jedenfalls einer, der im Großen schwelgt. Der, wie es in der Kritik heißt, sich aufplustert. Aber das passt zur Eventkultur, nicht? Nitsch auch als Illustrator:

Zum Vogelkonzert lässt Hermann Nitsch ein Ballett gezeichneter Vögel auf die Bühnenrückwand projizieren, was nicht nur die hier rein instrumentale Musik zur Seite schiebt, sondern auch ein Moment der kitschigen Verniedlichung einbringt, das die Absicht der Stelle verfehlt.

Das lenkt ab von der Frage, warum der Meister Olivier Messiaen überhaupt so stark "abbildet", nachmacht, vielleicht nachäfft, der Natur nachrennt. Wäre es da nicht treffender, gleich über Funk von einem Wald von Mikrofonen die originalen Vogelstimmen in das Spektakelhaus zu bringen? 

Und wieder zeigt der Rezensent seine hohe Bildung, und die Notwendigkeit feststellen zu müssen (anscheinend doch nicht selbstverständlich):

Auch bei Musik des 20. Jahrhunderts ist es so, dass die Interpretation das Gesicht des Kunstwerks mitgestaltet.