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Donnerstag, 7. Juni 2012

Mascha Kalékos 105. Geburtstag

Mascha Kaléko (gebürtig Golda Malka Aufen,  7. Juni 1907 im galizischen Chrzanów, Österreich-Ungarn, heute Polen - 21. Januar 1975 in Zürich) war eine deutschsprachige, der Neuen Sachlichkeit zugerechnete Dichterin.

Wikipedia

Mascha Kaleko - Internetseite

Tondokumente im Podcast Mascha Kaléko im literaturcafe.de

"Ich bleibe der Fremde im Dorf" - Mascha Kaléko und ihre Lieder
Ursula Homann, Der Literat, Fachzeitschrift für Literatur und Kunst.
47.Jahrgang, Juni 6/2005.

Die Lyrikerin Mascha Kaléko
Zur Heimat erkor sie sich die Liebe
Sie dichtete ihr Leben, und sie lebte ihre Dichtung: Mascha Kaléko war die Sprecherin einer neuen Generation - und geriet im Nachkriegsdeutschland in Vergessenheit. Marcel Reich-Ranicki verneigt sich zu ihrem hundertsten Geburtstag.
FAZ, 7.6.2007

Donnerstag, 2. Februar 2012

Informationen zum Themenheft "Heimat"

Driesch # 10, "Heimat"
Lesen Hinweise und Anmerkungen hier.

Sie finden auch für die Ausgabe # 9, "unterwegs" Informationen, die in Kürze, wenn das Heft ausgeliefert werden wird (Ende Mä#rz 2012) um das Vorwort, Inhaltsverzeichnis und Autorinnenliste ergänzt wird.

Samstag, 30. April 2011

Distanz


Die Entfremdung erweist sich an den Menschen gerade daran, daß die Distanzen fortfallen.
Das direkte Wort, das ohne Weiterungen, ohne Zögern, ohne Reflexion dem andern die Sache ins Gesicht sagt, hat bereits Form und Klang des Kommandos ...
Adorno (Minima Moralia)

Intimität vollzieht sich in allernächsten Nahbereich. Man kommt sich nahe, sehr nahe, so nahe wie möglich. Distanzlosigkeit. Wohlig, erfüllend, wenn gewünscht, gewollt. Das schlimme Gegenteil, wenn unerwünscht, ungewollt.

Die Umarmung wird zum Würgen, die Nähe zur Pein, wenn jemand es sich herausnimmt, gegen jemandes Willen die Distanz zu verletzen, zu nahe zu kommen. Bedrängnis, Verletzung, Folter.

Die Vergewaltigung und Folter stellen den negativen Extremfall der Distanzaufhebung, des Unwürdigen dar. Die oder der andere werden „objektiviert“, verdinglicht, über die oder den der andere verfügt. Der andere wird der Macht des anderen direkt und konkret ausgesetzt. Er muss leiden, vielleicht sogar sterben. Es steht nicht mehr in seiner Macht. Das drückt auch die Würdelosigkeit aus, die Verletzung des Humanen: Der andere ist so unfrei, dass ihn kein Freiraum mehr schützt, keine Schutzdistanz ihn vor dem direkten Zugriff bewahrt. Er ist nicht nur der Kommandosprache oder den unflätigen Flüchen ausgesetzt, sondern der brachialen Gewalt, der verletzenden, tötenden Zugriffe (Abgriffe, Eingriffe). Man vergreift sich an ihm, man „behandelt“ ihn, das Ding.

Würde bedingt Distanz. Diese Distanz darf nur im freien Einvernehmen aufgehoben werden. Sonst ist sie Gewalt und Terror.