Samstag, 19. Mai 2018

Israel tötet weiter


Israel tötet weiter in seiner Autorität als rassistischer Apartheid-Staat

Haimo L. Handl

Was haben die unzähligen Jubelartikel zur Hochzeit von Prinz Harry aus dem Windsor-Clan und den Lobeshymnen zu Israels „Gründung“ vor 70 Jahren gemein? Sie sind Ablenkungsmanöver und unselige Belege für die unkritische Mitläuferhaltung sich gleichgeschaltet verhaltener Medien für ein unkritisches, dummes Publikum, also für die Mehrheit.

Zu den x-fachen Tötungen der mordgeschulten Spezialisten der ISRAELI DEFENSE FORCES, IDF, werden im Westen keine Kritiken laut, man iteriert im Gegenteil klischierte Behauptungen, dieser Rassistenstaat habe ein Recht der Selbstverteidigung, als ob der Protest oder das Verlangen jener, die im größten Gefängnis der Welt, dem Ghetto Gaza hausen müssen, eine Aggression gegen Israel sei, die tödlich beantwortet werden müsse.

Nazismus existiert auch ohne Konzentrationslager und Gasöfen. Wenn nur das das Merkmal der Nazis (gewesen) wäre, wäre das Neonaziproblem offensichtlich gelöst. Aber das faschistische, nationalsozialistische Denken und Handeln beginnt weit früher und ist auch ohne KZ deutscher Art bzw. Gasöfen festmachbar. Die Israelis sind die neuen Nazis in Nahost. Die Unterstützung, prominent durch die USA, als auch durch sich schuldig fühlende, strafbedürftige europäische Länder, zuvorderst die Nachfahren der deutschen Nazis, Deutschland, machen sich, wieder einmal, mitschuldig durch Wegsehen, wenn nicht aktive Kriegsunterstützung der Neuen Herren, der Israelis, die überaus smart jede Kritik an Israel als Antisemitismus ausweisen, und deren Urteil die andren, oft wider besseres Wissen, folgen. Das ist nicht nur Feigheit, es ist Kollaboration. In manchen Fällen ist es ein Willkommenheißen der Drecksarbeit gegen den neuen Feind, die Moslems. Nicht zufällig finden sich in Europa gerade in rechtsextremen und faschistoiden oder offen faschistischen Regimen die heftigsten Verteidiger Israels, während die schwache, sich auflösende Linke des Antisemitismus geziehen wird. Ein perverses Trauerspiel.

Israel liefert für die Nationalisten und Faschisten in Europa Vorlagen, wie man aktiven Grenzschutz betreibt, wie man die Gefahr bannt: hart, schnell, mit besten Waffen und dem unbeugsamen Willen zu töten.

Noch spricht niemand von den Konservativen oder Rechtsextremen von Konzentrationslagern; man redet über „Ankerzentren“ oder der Notwendigkeit, Auffanglager zu „konzentrieren“. Die inhumane Bagage der Rechten schwatz von Heimatschutz und kaschiert, leider bei vielen erfolgreich, ihr Kampfprogramm der undurchlässigen Grenzen, der Aufspürung illegal Eingereister und der erfolgreichen „Rückführung“ oder Abschiebung.

70 Jahre Israel. 70 Jahre Krieg. Bei uns fragt niemand kritisch nach Gründen und Hintergründen. Die Israelis werden als David gegen Goliath gesehen. Schon die Metaphern sind verlogen und die meist angeknüpfte Aussage, Israel sei als kleine, demokratische Insel , umgeben von Millionen von Feinden [den Ausdruck „Untermenschen“ verwendet man derzeit noch nicht offen] gezwungen, ja gezwungen, so hart vorzugehen und sich und seinen Lebensraum zu verteidigen, eine Ungeheuerlichkeit an Niedertracht und Lüge. Man übertrage das mal auf Europa, das Europa vor dem 1. WK, der Zwischenkriegszeit, des 2. WK und der Nachkriegszeit. So ein israelisches Denken hätte jeden Ausgleich in Europa, den mühsam errungenen Frieden, der trotz vieler Scharmützel und Querelen geschaffen werden konnte, von vornherein weiter verunmöglicht. Israel hat gewählt, anders als Europa,  kriegsorientiert, feindlich, nationalistisch zu werden und zu bleiben. Die Rechten und Faschisten in Europa wollen wieder dorthin.

Als Norman Finkelstein Israels Politik kritisierte, gar von einer „Holocaust-Industrie“ sprach, war ein Sturm der Entrüstung losgebrochen. Aber nicht gegen Israel und seine Strategen, sondern gegen ihn, der kritisierte. So erging (und ergeht)  es vielen. Waren(oder sind) sie Juden (ja das gibt es, Juden, die Israel kritisieren!), verurteilt(e) man sie als „selbsthassende Juden“, als Perverse, als Kranke. Gesund ist, was Israel macht. Basta.

Wir wissen nicht, wie lange es dauert, bis dieses Regime bricht, bis Amerika soviel Macht einbüßt, dass es seine verderbliche Kriegspolitik nicht mehr so erfolgreich ausüben kann. In der jüngeren Geschichte können wir aus vielen Entwicklungen lernen, dass als stark oder ewig angesehene Verhältnisse brechen und untergehen. Vielen bleibt deshalb vorderhand nur die Hoffnung, dass dieser Schwächungsprozess an Geschwindigkeit und Stärke gewinne, auf dass dieser neue Faschismus untergehe (und mit ihm seine Ausformungen im islamischen Lager).

Andere Mächte und Feinde der Humanität warten aber schon für ihre Stunde. Es wird an den republikanischen, demokratischen Kräften liegen, sich ihrer zu erwehren. Nachdem aber der offene Faschismus Israels geleugnet wird, nachdem man mit den Inhumanen gemeinsame Sache macht, besteht keine begründet gute Aussicht auf positive Änderung. Trotzdem: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen