Die Bibliothek in meinem Kopf
Fragt man Erwachsene, was ihnen zu „Hund“ einfällt, sagen die meisten „Katze“. Warum das so ist und wie genau Informationen in unserem Gedächtnis angeordnet sind, wollen Psychologen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen herausfinden. Dafür beteiligen sie sich an dem internationalen Projekt „Small World of Words“ der Katholischen Universität (KU) Leuven.
Ein Erwachsener kennt im Schnitt rund 40.000 Wörter. Diese sind in unserem Gedächtnis, in einem individuellen, mentalen Lexikon hinterlegt und miteinander verknüpft. Bildlich kann man sich das auch wie eine Bibliothek im Gehirn vorstellen, in der die eigenen Bücher nach einem bestimmten Prinzip geordnet sind. Die Wissenschaftler wollen nun herausfinden, wie diese Durchschnitts-Bibliothek aufgebaut ist und, ob es Unterschiede zwischen jüngeren und älteren Erwachsenen gibt.
Mit Hilfe eines onlinebasierten Wortassoziationsspiels möchten sie deshalb das mentale Lexikon von Menschen jeden Alters im deutschsprachigen Raum erfassen. In dem Spiel geht es darum, die ersten drei Assoziationen anzugeben, die einem zu insgesamt 18 Begriffen einfallen. So zum Beispiel zu Begriffen, wie „Hund“, „Gewitter“ oder „demokratisch“. Das Assoziationsspiel zeigt, wie nah oder fern Wörter im Gedächtnis abgespeichert sind und verrät somit die Anordnung der Bücher in der eigenen Bibliothek.
„Die Struktur des individuellen Lexikons im Gehirn wird durch unsere Erfahrungen bestimmt. Erleben wir, dass bestimmte Dinge in unserer Umwelt oft zusammen auftreten und eine ähnliche Bedeutung haben, dann ordnen wir diese einander zu. Da aber Menschen verschiedene und altersbedingt unterschiedlich viele Erfahrungen gemacht haben, sind sich die mentalen Lexika zwar sehr ähnlich, aber nicht identisch“, sagt Dirk Wulff, Wissenschaftler am Forschungsbereich „Adaptive Rationalität“ des Max- Planck-Instituts für Bildungsforschung. Mit der Studie möchten die Forscher deshalb möglichst viele Daten sammeln, um ein möglichst genaues Bild von einem Durchschnitts-Lexikon erstellen zu können.
Das Assoziationsspiel ist Teil des internationalen Projektes „Small World of Words“, welches von der Katholischen Universität Leuven geleitet wird.
Das Projekt läuft bereits erfolgreich in den Sprachen Niederländisch, Kantonesisch, Französisch, Vietnamesisch, Japanisch und Spanisch.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der Universität Tübingen setzen es nun im deutschsprachigen Raum um.
Übergreifendes Ziel ist es, herauszufinden wie Begriffe in unserem Gedächtnis angeordnet und miteinander verknüpft sind – sprachen- und altersübergreifend.
„Wir hoffen, dass die Erkenntnisse aus unserer Studie dazu beitragen, besser zu verstehen, was im Gedächtnis von jüngeren und älteren Erwachsenen passiert und warum es passiert“, sagt Dirk Wulff. „Dies ist beispielsweise auch für das Verständnis von Demenzerkrankungen relevant.
Mit akkuraten mentalen Lexika können wir simulieren, wie Demenzerkrankungen die Suche nach bestimmten Inhalten in unserem Gedächtnis beeinflussen.“
Verraten auch Sie Ihre Assoziationen und unterstützen Sie damit das Projekt „Small World of Words“ unter: www.smallworldofwords.com/de/
Hintergrundinformationen
Die Studie „Small World of Words“ wurde im Jahr 2003 als Projekt an der KU Leuven (Belgien) gestartet. Über fünf Millionen Assoziationen in niederländischer Sprache konnten mit Hilfe des Wortspiels gewonnen werden.
Seither ist die Studie in fünf weiteren Sprachen angelaufen. Um das innere Lexikon richtig abbilden zu können, braucht es etwa 240.000 Probanden pro Sprache, weshalb die Studie auf mehrere Jahre angelegt ist. Für die Studie in deutscher Sprache sind das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und die Universität Tübingen verantwortlich.
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Montag, 15. September 2014
Freitag, 27. Juni 2014
Fliegen bieten Einblicke in die Entwicklungsgeschichte der menschlichen Sprache
Forscher haben einen zentralen Baustein für die evolutionäre Entwicklung der Sprache aufgespürt. Ein Team der Universität Regensburg hat gemeinsam mit Kollegen in Berlin, Jena und Columbia/Missouri (USA) eine Urform des Gens FOXP2 untersucht, dessen Mutationen bei Menschen zu schweren Sprachstörungen führen. Sie fanden heraus, dass die Urform (FoxP) bei Fruchtfliegen für das Erlernen bestimmter Bewegungen notwendig ist.
Aufgrund dieser Entdeckung lassen sich die Wurzeln der Sprache mehr als 500 Jahrmillionen zurückverfolgen; lange bevor das erste Wort überhaupt gesprochen wurde. Die Forschungsergebnisse sind in der Fachzeitschrift „PLoS One" erschienen (DOI: 10.1371/journal.pone.0100648).
„Sprachgebrauch setzt zunächst die richtige Artikulation von unterschiedlichen Lauten voraus", so Prof. Dr. Björn Brembs vom Institut für Zoologie der Universität Regensburg, der das internationale Forscherteam koordinierte. „Um dies zu schaffen, müssen unsere Muskeln in Lippe, Zunge und Kehlkopf perfekt zusammenarbeiten. Als Kleinkinder erlernen wir diese Fähigkeiten über das Brabbeln", ergänzt Prof. Dr.
Constance Scharff von der Freien Universität Berlin, die die Bedeutung von FoxP bereits für die Entwicklung der Singfähigkeiten von Vögeln nachgewiesen hat.
Die Wissenschaftler untersuchten Fruchtfliegen im Rahmen eines speziellen Lernexperiments, das sich an Prozessen des Spracherwerbs bei Wirbeltieren orientierte. Ähnlich wie Kleinkinder und Singvögel mussten die Fruchtfliegen unterschiedliche Bewegungen mit ihren Flügelmuskeln ausprobieren, um zu lernen, wohin sie fliegen sollten und wohin nicht. Mit einem Wärmestrahl trainierten die Wissenschaftler die Fliegen, eine Bewegung in eine bestimmte Richtung zu vermeiden und entsprechend andere Lenkmanöver durchzuführen. Fruchtfliegen mit einem durch die Forscher manipulierten FoxP-Gen versagten bei diesem Experiment, im Gegensatz zu den unveränderten Kontroll-Exemplaren.
Allerdings hatten die mutierten Fliegen keine Probleme damit, eine bestimmte Flugrichtung zu vermeiden, sofern diese von den Wissenschaftlern an die Darstellung einer bestimmten Farbe gekoppelt wurde. Dieser Befund ist auch beim Menschen bei Patienten mit Mutationen des FOXP2-Gens nachzuweisen. „Ebenfalls deckungsgleich mit der Funktion der FoxP- Varianten bei Menschen und Vögeln ist die Beobachtung, dass sich die Struktur von Regionen des Gehirns von Fruchtfliegen im Falle einer FoxP- Mutation verändert. Dies deutet darauf hin, dass FoxP auch andere Gene im Rahmen der Gehirnentwicklung reguliert", sagt Dr. Jürgen Rybak vom Max- Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena, der die morphologischen Untersuchungen der Fliegen-Gehirne vorgenommen hat.
Die Ergebnisse des Forscherteams legen die Vermutung nahe, dass Prozesse des motorischen Lernens und Formen des Spracherwerbs gemeinsame Wurzeln haben, die noch heute bei wirbellosen Tieren zu finden sind.
Möglicherweise liegt der Ursprung – noch vor der Trennung in Wirbeltiere und wirbellose Tiere vor über 500 Jahrmillionen – bei einem Vorfahren, der die Fähigkeit zum Lernen über Versuch und Irrtum entwickelt hatte.
„Vermutlich wurde die Fähigkeit zum Lernen über Versuch und Irrtum zu einem Zeitpunkt nutzbar gemacht, als sich die Stimmbildung bei Wirbeltieren im Allgemeinen und der Sprachgebrauch beim Menschen im Besonderen entwickelte", erklärt Prof. Brembs.
Für Prof. Dr. Troy Zars von der University of Missouri in Columbia, der2007 erstmals das FoxP-Gen im Genom von Fliegen entdeckte, ergeben sich vor diesem Hintergrund bemerkenswerte Schlüsse. „Die Untersuchung der FoxP-Variante bei Fruchtfliegen liefert uns einen Startpunkt für ein tieferes Verständnis der Gene, die beim Lernen durch Versuch und Irrtum sowie bei der artspezifischen Kommunikation eine Rolle spielen. Unsere Ergebnisse könnten zudem dabei helfen, die genetischen Grundlagen bestimmter Erkrankungen beim Menschen – zum Beispiel von Schizophrenie – zu klären", so Prof. Zars.
Titel des Original-Artikels: Ezequiel Mendoza, Julien Colomb, Jürgen Rybak, Hans-Joachim Pflüger, Troy Zars, Constance Scharff, Björn Brembs: Drosophila FoxP Mutants Are Deficient in Operant Self-Learning, in „PLoS ONE" (DOI
Weiterführende Informationen unter:
http://brembs.net/foxp
Aufgrund dieser Entdeckung lassen sich die Wurzeln der Sprache mehr als 500 Jahrmillionen zurückverfolgen; lange bevor das erste Wort überhaupt gesprochen wurde. Die Forschungsergebnisse sind in der Fachzeitschrift „PLoS One" erschienen (DOI: 10.1371/journal.pone.0100648).
„Sprachgebrauch setzt zunächst die richtige Artikulation von unterschiedlichen Lauten voraus", so Prof. Dr. Björn Brembs vom Institut für Zoologie der Universität Regensburg, der das internationale Forscherteam koordinierte. „Um dies zu schaffen, müssen unsere Muskeln in Lippe, Zunge und Kehlkopf perfekt zusammenarbeiten. Als Kleinkinder erlernen wir diese Fähigkeiten über das Brabbeln", ergänzt Prof. Dr.
Constance Scharff von der Freien Universität Berlin, die die Bedeutung von FoxP bereits für die Entwicklung der Singfähigkeiten von Vögeln nachgewiesen hat.
Die Wissenschaftler untersuchten Fruchtfliegen im Rahmen eines speziellen Lernexperiments, das sich an Prozessen des Spracherwerbs bei Wirbeltieren orientierte. Ähnlich wie Kleinkinder und Singvögel mussten die Fruchtfliegen unterschiedliche Bewegungen mit ihren Flügelmuskeln ausprobieren, um zu lernen, wohin sie fliegen sollten und wohin nicht. Mit einem Wärmestrahl trainierten die Wissenschaftler die Fliegen, eine Bewegung in eine bestimmte Richtung zu vermeiden und entsprechend andere Lenkmanöver durchzuführen. Fruchtfliegen mit einem durch die Forscher manipulierten FoxP-Gen versagten bei diesem Experiment, im Gegensatz zu den unveränderten Kontroll-Exemplaren.
Allerdings hatten die mutierten Fliegen keine Probleme damit, eine bestimmte Flugrichtung zu vermeiden, sofern diese von den Wissenschaftlern an die Darstellung einer bestimmten Farbe gekoppelt wurde. Dieser Befund ist auch beim Menschen bei Patienten mit Mutationen des FOXP2-Gens nachzuweisen. „Ebenfalls deckungsgleich mit der Funktion der FoxP- Varianten bei Menschen und Vögeln ist die Beobachtung, dass sich die Struktur von Regionen des Gehirns von Fruchtfliegen im Falle einer FoxP- Mutation verändert. Dies deutet darauf hin, dass FoxP auch andere Gene im Rahmen der Gehirnentwicklung reguliert", sagt Dr. Jürgen Rybak vom Max- Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena, der die morphologischen Untersuchungen der Fliegen-Gehirne vorgenommen hat.
Die Ergebnisse des Forscherteams legen die Vermutung nahe, dass Prozesse des motorischen Lernens und Formen des Spracherwerbs gemeinsame Wurzeln haben, die noch heute bei wirbellosen Tieren zu finden sind.
Möglicherweise liegt der Ursprung – noch vor der Trennung in Wirbeltiere und wirbellose Tiere vor über 500 Jahrmillionen – bei einem Vorfahren, der die Fähigkeit zum Lernen über Versuch und Irrtum entwickelt hatte.
„Vermutlich wurde die Fähigkeit zum Lernen über Versuch und Irrtum zu einem Zeitpunkt nutzbar gemacht, als sich die Stimmbildung bei Wirbeltieren im Allgemeinen und der Sprachgebrauch beim Menschen im Besonderen entwickelte", erklärt Prof. Brembs.
Für Prof. Dr. Troy Zars von der University of Missouri in Columbia, der2007 erstmals das FoxP-Gen im Genom von Fliegen entdeckte, ergeben sich vor diesem Hintergrund bemerkenswerte Schlüsse. „Die Untersuchung der FoxP-Variante bei Fruchtfliegen liefert uns einen Startpunkt für ein tieferes Verständnis der Gene, die beim Lernen durch Versuch und Irrtum sowie bei der artspezifischen Kommunikation eine Rolle spielen. Unsere Ergebnisse könnten zudem dabei helfen, die genetischen Grundlagen bestimmter Erkrankungen beim Menschen – zum Beispiel von Schizophrenie – zu klären", so Prof. Zars.
Titel des Original-Artikels: Ezequiel Mendoza, Julien Colomb, Jürgen Rybak, Hans-Joachim Pflüger, Troy Zars, Constance Scharff, Björn Brembs: Drosophila FoxP Mutants Are Deficient in Operant Self-Learning, in „PLoS ONE" (DOI
Weiterführende Informationen unter:
http://brembs.net/foxp
Dienstag, 4. März 2014
Böhmakeln wissenschaftlich gesehen
Bamberger Forscher erkunden historische Mischsprache
Seit etwa 1850 wanderten zahlreiche Böhmen in Wien ein. Die deutsche Sprachen lernten sie durch Hörensagen: Hier und da schnappten sie ein paar Wörter und Wendungen auf, Wortschatzlücken füllten sie durch ihren eigenen Dialekt. Es entstand das Böhmakeln. Prof. Dr. Helmut Glück, Professor für Deutsche Sprachwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache an der Universität Bamberg, initiierte ein Forschungsprojekt zu dieser historischen Mischsprache.
Seit Herbst 2013 sind Glück und Projektmitarbeiterin Dr. Bettina Morcinek dem Böhmakeln auf der Spur und betreten linguistisches Neuland. Die tschechisch-deutsche Mischsprache in der Form, wie Glück und Morcinek sie untersuchen, wird sie nicht mehr gesprochen. Das Projektteam durchstöbert Archive und liest sich quer durch die deutsch- und tschechischsprachige Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Erste vielversprechende Textbelege hat es bereits gefunden: Einige Wiener Volksdichter gebrauchten das Böhmakeln in ihren Stücken, um bestimmte Figuren als Tschechen zu charakterisieren.
Neben Textbeispielen sind die Forscher auch auf der Suche nach Hörbelegen in alten Filmen und Tonaufnahmen. „Das Böhmakeln wurde oft von österreichischen Kabarettisten imitiert", erklärt Glück. Auf der Bühne spielte die tschechisch-deutsche Mischsprache eine große Rolle, zumeist kam ihr die Funktion zu, den Böhmen als Witzfigur zu karikieren.
Außer Glück und Morcinek erforschen die beiden Germanisten PD Dr. Karsten Rinas und Veronika Opletalová der Palacký-Universität Olmütz die Mischsprache. Für die Erkundungen zum Böhmakeln hat sich Glück zudem Unterstützung zweier befreundeter Wiener Fachleute geholt. Professor Dr.
Hans Haider sowie Prof. Dr. Hilde Haider-Pregler stehen dem Projektteam mit Rat und Tat zur Seite. Am Ende des Projekts möchten Glück und sein Team eine Textsammlung mit Kommentaren herausgeben. Eventuell gibt es eine CD obendrein. „Wir hoffen, mit dem Forschungsprojekt erste Ansätze zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Böhmakeln zu liefern", so Glück.
Für weitere Informationen stehen Ihnen Prof. Dr. Helmut Glück (E-Mail: helmut.glueck@uni-bamberg.de, Tel.: 0951-863-2135) sowie Dr. Bettina Morcinek (E-Mail: bettina.morcinek@uni-bamberg.de, Tel.: 0951-863-2239) vormittags von 9.30-12.30 Uhr zur Verfügung.
Seit etwa 1850 wanderten zahlreiche Böhmen in Wien ein. Die deutsche Sprachen lernten sie durch Hörensagen: Hier und da schnappten sie ein paar Wörter und Wendungen auf, Wortschatzlücken füllten sie durch ihren eigenen Dialekt. Es entstand das Böhmakeln. Prof. Dr. Helmut Glück, Professor für Deutsche Sprachwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache an der Universität Bamberg, initiierte ein Forschungsprojekt zu dieser historischen Mischsprache.
Seit Herbst 2013 sind Glück und Projektmitarbeiterin Dr. Bettina Morcinek dem Böhmakeln auf der Spur und betreten linguistisches Neuland. Die tschechisch-deutsche Mischsprache in der Form, wie Glück und Morcinek sie untersuchen, wird sie nicht mehr gesprochen. Das Projektteam durchstöbert Archive und liest sich quer durch die deutsch- und tschechischsprachige Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Erste vielversprechende Textbelege hat es bereits gefunden: Einige Wiener Volksdichter gebrauchten das Böhmakeln in ihren Stücken, um bestimmte Figuren als Tschechen zu charakterisieren.
Neben Textbeispielen sind die Forscher auch auf der Suche nach Hörbelegen in alten Filmen und Tonaufnahmen. „Das Böhmakeln wurde oft von österreichischen Kabarettisten imitiert", erklärt Glück. Auf der Bühne spielte die tschechisch-deutsche Mischsprache eine große Rolle, zumeist kam ihr die Funktion zu, den Böhmen als Witzfigur zu karikieren.
Außer Glück und Morcinek erforschen die beiden Germanisten PD Dr. Karsten Rinas und Veronika Opletalová der Palacký-Universität Olmütz die Mischsprache. Für die Erkundungen zum Böhmakeln hat sich Glück zudem Unterstützung zweier befreundeter Wiener Fachleute geholt. Professor Dr.
Hans Haider sowie Prof. Dr. Hilde Haider-Pregler stehen dem Projektteam mit Rat und Tat zur Seite. Am Ende des Projekts möchten Glück und sein Team eine Textsammlung mit Kommentaren herausgeben. Eventuell gibt es eine CD obendrein. „Wir hoffen, mit dem Forschungsprojekt erste Ansätze zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Böhmakeln zu liefern", so Glück.
Für weitere Informationen stehen Ihnen Prof. Dr. Helmut Glück (E-Mail: helmut.glueck@uni-bamberg.de, Tel.: 0951-863-2135) sowie Dr. Bettina Morcinek (E-Mail: bettina.morcinek@uni-bamberg.de, Tel.: 0951-863-2239) vormittags von 9.30-12.30 Uhr zur Verfügung.
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