Montag, 12. März 2018

Kardinal Lehmann verstorben

Gestern, am 11.3.2018, verstarb der bekannte und beliebte deutsche Kardinal Karl Lehmann.

Karl Kardinal Lehmann (* 16. Mai 1936 in Sigmaringen; † 11. März 2018 in Mainz) war von 1983 bis 2016 Bischof von Mainz. Von 1987 bis 2008 war er Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Lehmann wurde 2001 von Papst Johannes Paul II. zum Kardinal erhoben.
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Aus einer aufgrund seines Ablebens gesendeten Dokumentation lernte ich, dass Lehmann eine Bibliothek von ca. 120.000 Bänden besaß. Besonders sympathisch war mir dann seine unprätentiöse Aussage, dass er es schätze, die Bücher um sich zu haben, weil, wenn er etwas nachsehen wolle, auch nachts, er einfach in den Keller gehe , suche und das Buch fände und dann weiterarbeiten könne...

Für mich als Büchernarren voll einsichtig. Auch wenn er katholischer Kardinal war: "einer von uns" !



90. Geburtstag von Hermann Schweppenhäuser

Hermann Schweppenhäuser (* 12. März 1928 in Frankfurt am Main; † 8. April 2015 in Veitshöchheim) war ein deutscher Philosoph und Publizist.
Hermann Schweppenhäuser studierte an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main Philosophie, zunächst bei Hans-Georg Gadamer, dann bei Max Horkheimer und Theodor W. Adorno. Er arbeitete in den 1950er-Jahren als Wissenschaftlicher Assistent am neu gegründeten Frankfurter Institut für Sozialforschung und als Assistent von Adorno am Philosophischen Seminar. Anfang der 1960er-Jahre wurde er auf den neu gegründeten Lehrstuhl für Philosophie an der Pädagogischen Hochschule Lüneburg berufen. Seit den späten 1960er-Jahren war Schweppenhäuser außerdem Honorarprofessor für Philosophie an der Universität Frankfurt, wo er unter anderem Vorlesungen über die Charakteristik des Adornoschen Denkens (WS 1983/84) hielt. 
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Freitag, 9. März 2018

Sinn und Form 2/2018



Sinn und Form




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Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit möchten wir Sie auf Heft 2/2018 von SINN UND FORM aufmerksam machen, das soeben erschienen ist UND IN DER BIBLIOTHEK GLEICHGEWICHT AUFLIEGT.
mit Beiträgen von: Aharon Appelfeld // Achim Engelberg // Yonatan Berg // Irit Amiel // Adam Zagajewski // Tomas Venclova // Marius Daniel Popescu // Paul Wiegler // Corinne Othenin-Girard // Hans-Dieter Zimmermann // Christiane Schulz // Christoph Geiser // Sabrina Habel // Martin Mosebach // Kerstin Hensel // Sibylle Lewitscharoff // Ingo Schulze // Inhalt
Das ausführliche Inhaltsverzeichnis und zusätzliche Informationen finden Sie weiter unten.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Redaktion SINN UND FORM
Gernot Krämer, Elisa Primavera-Lévy und Matthias Weichelt
sinnform@adk.de
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SINN UND FORM im Deutschlandfunk
Am 31. Januar brachte der Deutschlandfunk im Büchermarkt ein Gespräch über die Geschichte der Zeitschrift und die Januar/Februar-Ausgabe 1/2018.
Sendung anhören




Inhaltsverzeichnis SINN UND FORM 2/2018:
  • Aharon Appelfeld, Am Rande unserer Stadt, S. 149
  • Aharon Appelfeld, "Deutsch sollte meine Sprache sein, sie wurde es leider nicht". Ein Gespräch mit Achim Engelberg über Literatur, Vergangenheit und Gegenwart , S. 168 Leseprobe
  • Yonatan Berg, Totes Meer. Gedichte, S. 176
  • Irit Amiel, Leben (vorläufiger Titel), S. 180
  • Adam Zagajewski, Ein Tropenwald von Erinnerungen. Gedichte, S. 205
  • Tomas Venclova, Der Fürst und sein Zar. Briefe aus dem Exil, S. 209 Leseprobe
  • Marius Daniel Popescu, Der Fliegenfotograf. Gedichte , S. 219
  • Paul Wiegler, Gabriele. Romanfragment (Sommer 1945). Mit einer Vorbemerkung von Gernot Krämer, S. 222
  • Paul Wiegler, Autobiographische Skizze, S. 241
  • Corinne Othenin-Girard, Permanente Exilantin. Gedicht, S. 245
  • Hans Dieter Zimmermann, Eine Zeitlang ist man auf der Welt. Erinnerungen an Franz Tumler, S. 247
  • Christiane Schulz, Mit dem Fluß treten die Augen über das Ufer. Gedichte, S. 255
  • Christoph Geiser, Der Neandertaler von Darmstadt, S. 258 Leseprobe
  • Sabrina Habel, Der Kritiker und die Resignation, S. 269
  • Martin Mosebach, Der Aquarellblock als Tagebuch. Über die Malerin Elisabeth von Förster, S. 272
  • Kerstin Hensel, Der Einbruch der Nacht in den Morgen. Zu Wolfgang Hilbig, S. 274
  • Sibylle Lewitscharoff, "Menschliches Wesen / Was ist’s gewesen". Über Paul Gerhardt, S. 276
  • Ingo Schulze, Die Auflehnung gegen das Unausweichliche. Nachruf auf Silvia Bovenschen, S. 279





100. Todestag von Frank Wedekind

Frank Wedekind (* 24. Juli 1864 als Benjamin Franklin Wedekind in Hannover; † 9. März 1918 in München) war ein deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Schauspieler. Mit seinen gesellschaftskritischen Theaterstücken gehörte er zu den meistgespielten Dramatikern seiner Epoche.
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135. Geburtstag von Umberto Saba

Umberto Saba, eigentlich Umberto Poli (* 9. März 1883 in Triest, Österreich-Ungarn; † 25. August 1957 in Gorizia) war ein italienischer Dichter und Schriftsteller.
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Donnerstag, 8. März 2018

Heute ist Weltfrauentag



Vrouwe s-i    fro sin

Vor 110 wurde – natürlich in den USA – der Weltfrauentag registriert; es ging um bessere, wenn nicht gleichwertige Bezahlung der Frauenarbeit und es ging um das Wahlrecht. Nun, nach 110 Jahren haben in den meisten Ländern die Frauen das Wahlrecht. Sie haben in den westlichen Ländern auch eine laute Genderpolitik. Aber sie haben es politisch nie geschafft, gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu bekommen. Obwohl sie in vielen Ländern die Bevölkerungsmehrheit bilden, sind sie politisch so desinteressiert oder, wo nicht, so schwach und desorganisiert, dass sie sich mit gender politics und schönen Sätzen abspeisen lassen, zwar maulen, aber doch keine tiefgreifende Streiks organisieren usw. Sie verhalten sich, trotz allen Protestgeschreis, nach wie vor defensiv bzw. nur dort laut aktiv, wo sie nichts Reales an Änderungen bewirken. Die Frauen sind, im gros, unglaubwürdig, keine ernst zu nehmende politische Kraft.

Die Me-Too-Bewegung dokumentiert ja nicht nur eine Missbrauchsaffäre oder was heute als solche gesehen wird, sondern auch die triste Tatsache, wie leicht man sich zum Opfer stilisieren kann, wo gar nicht mehr gefragt wird, was eigentlich vorfiel bzw. weshalb die Frauen mitgemacht haben. Denn die meisten waren nicht in Zwangssituationen oder unumstößlichen Abhängigkeiten. Sie hätten leicht einfach auf den nächsten Karriereschritt verzichten können, den Job nicht annehmen müssen, wenn ihnen die Bedingungen, die die Machoschweine diktierten, unannehmbar schienen. Aber die meisten haben mitgemacht. Jetzt, wo das Klageklima günstig ist, heult die Meute auf.

Dabei ist es gleichgültig, ob ein fieser Produzent Sex will oder ob ein weltberühmter Regisseur, wie z. B. Frank Castorf, seine Schauspieler (weiblich und männlich) wie Sklaven traktiert. Wer zwingt die armen Opfer Opfer zu werden? Der Karrierewunsch? Das Umfeld? Das Bildungsbürgertum? Die hehre Kunst? Alles verlogen. Die, die nicht aufheulen, sind vielleicht wie die Frau Glawischnig, die tapfer ihren Karriereweg geht – mit den Männern. Oder jene Macherinnen, die die männlichen Regeln beachten: power play in a realistic manner.

Kürzlich erklärte mir eine Filmemacherin in einer öffentlichen Veranstaltung, sie begrüße die gender politics, wenn sie dadurch mehr Filmaufträge erhalte. So einfach ist das. Unterschied zu den männlichen Profitgierigen? Keiner, außer der ideologischen Legitimation und Verbrämung. So argumentierten aber auch Arisierer: Hauptsache, ich komm jetzt dran. Dass, wenn es rechtens und richtig zuginge, die liebe Frau, das zu bevorteilende Opfer, ihre Aufträge bekäme, weil ihre Produkte gefragt und gut sind, wird gar nicht mehr bewogen oder debattiert. Auf diese Weise rutscht die gender politics in eine miese Gesinnungspolitik: es gilt weder die Sache noch die Qualität, es reicht, dass das Produkt (die Dienstleistung, das Argument) von einer Frau stammt.

Gerade die USA haben mit ihren affirmative actions im Rahmen ihrer equality politics bewiesen, wie untauglich diese Instrumente sind: hinsichtlich der Frauen ebenso wie hinsichtlich der Schwarzen: weder sind die Frauen gleichgestellt, noch wurde der Rassismus überwunden. Unter dem Faschisten Trump steigert sich sogar die Ungleichheitspolitik und der eklige Rassismus.

Der Weltfrauentag ist ein Trauertag. Nicht nur wegen der Männer.


Montag, 5. März 2018

2. Todestag von Nikolaus Harnoncourt

Vor zwei Jahren verstarb der geniale Musiker und Dirigent Nikolaus Harnoncourt.

Nikolaus Harnoncourt  (* 6. Dezember 1929 in Berlin als Johann Nicolaus Graf de la Fontaine und d’Harnoncourt-Unverzagt; † 5. März 2016 in St. Georgen im Attergau)[2][3] war ein österreichischer Dirigent, Cellist, Musikschriftsteller und einer der Pioniere der historischen Aufführungspraxis.
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[Üblicherweise beachte ich "runde" Gedenktage in Fünferjahresschritten, aber bei Harnoncourt mache ich eine Ausnahme.]

65. Todestag von Josef Stalin


Josef Wissarionowitsch Stalin, * 6. Dezemberjul./ 18. Dezember 1878greg. in Gori, Russisches Kaiserreich, heute Georgien; † 5. März 1953 in Kunzewo bei Moskau, Sowjetunion) war ein sowjetischer Politiker georgischer Herkunft und Diktator der Sowjetunion (1927–1953).

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Stalin, der Massenmörder und Tyrann, den die Massen gerade deshalb als "Väterchen" nicht nur fürchteten, sondern innigst liebten und verehrten. Die beste Verkörperung des Sowjettypen als "Neuer Mensch".