Edvard Munch (* 12. Dezember 1863 in Løten, Hedmark,
Norwegen; † 23. Januar 1944 auf Ekely in Oslo) war ein norwegischer Maler und
Grafiker des Symbolismus. Neben über 1700 Gemälden fertigte er zahlreiche
Grafiken und Zeichnungen an. Munch gilt als Bahnbrecher für die
expressionistische Richtung in der Malerei der Moderne. In Deutschland und im
übrigen Mitteleuropa genoss er früh den Ruf eines epochemachenden Neuschöpfers.
Heute sind seine Eigenart und sein Status auch im übrigen Europa und in der
Welt anerkannt. Am bekanntesten sind die Werke Munchs aus den 1890er Jahren,
die er im so genannten Lebensfries zusammengefasst hat, darunter Der Schrei.
Peter Handke heut heuer im Frühjahr den norwegischen Ibsen-Preis zugesprochen bekommen. Sofort meldeten sich Proteste und ließen für die Verleihungszeremonie Schlimmes erwarten. Nun hat auch in Norwegen das Regime der Unverbesserlichen, der bornierten, selbstgerechten Gutmenschen klargemacht, welche Sichten und Werte gelten:
Handke wurde als Faschist und Nationalsozialist beschimpft.
Dankenswerterweise gab weder die Jury dem Druck nach und blieb bei der Preisverleihung, trotz heftigen Widerstandes und böser Agitation. Auch im ach so demokratischen Königreich Norwegen herrscht eine üble Gesinungskultur, der einie Institutionen noch entgegenstehen und standhalten.
Peter Handke in Oslo Handke gibt Ibsen-Preisgeld zurück Tagesspiegel, 22.09.2014 Vor der Verleihung des Ibsenpreises in Oslo wurde der österreichische Schriftsteller Peter Handke als Faschist beschimpft. Das Preisgeld will er nun nicht behalten.
Peter Handke Eklat beim Ibsen-Preis in Oslo In Oslo, wo Peter Handke den hochdotierten Ibsen-Preis entgegennehmen sollte, wurde der Dichter mit Buhrufen empfangen und als Faschist beschimpft. Jetzt hat er seine Pläne mit dem Preisgeld geändert. Hubert Spiegel, FAZ, 22.9.2014
Gerichtstag halten über sich selbst Eklat Peter Handke bekam am Sonntag unter wüsten Beschimpfungen den Ibsen-Preis verliehen. Seine Rede am Tag danach bekräftigte, dass er die Auszeichnung zurecht erhielt Thomas Irmer, Freitag, 23.9.2014
Die seit 2008 geltende Frauenquote in norwegischen Unternehmen hat für weibliche Beschäftigte unterhalb der Führungsebene keine Karriere- oder Einkommensvorteile gebracht. So lautet das Fazit einer aktuellen Studie, die das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlicht hat.
Ein Team aus vier internationalen Ökonominnen zieht darin eine gemischte Bilanz: Einerseits hat die Quote die männlichen Seilschaften an den Konzernspitzen erfolgreich aufgebrochen. Andererseits hat sich an der Situation von hochqualifizierten Frauen in der Wirtschaft insgesamt praktisch nichts geändert. Die Wissenschaftlerinnen warnen daher vor zu hohen Erwartungen an eine gesetzliche Frauenquote.
Im Jahr 2003 hatte die norwegische Regierung eine Quotenregelung beschlossen, um mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen und die Einkommensnachteile gegenüber Männern abzubauen. Damals waren kaum mehr als fünf Prozent der Posten in den Verwaltungsräten börsennotierter Unternehmen mit Frauen besetzt. Ab 2008 musste der Anteil auf mindestens 40 Prozent steigen. Entsprechend groß war der Widerstand in der Wirtschaft. Einige Unternehmen änderten sogar ihre Rechtsform, um der Reform zu entgehen.
Die IZA-Studie der Ökonominnen Marianne Bertrand, Sandra Black, Sissel Jensen und Adriana Lleras-Muney entkräftet zunächst das Argument der Quotengegner, es mangele an qualifizierten Frauen für die höchsten Führungspositionen. Das formale Qualifikationsniveau der weiblichen Mitglieder in den Verwaltungsräten liegt heute sogar höher als vor der Reform. Auch gingen die Einkommensunterschiede innerhalb dieser Gremien deutlich zurück.
In der restlichen Belegschaft der Unternehmen hatte die Quote allerdings keine Auswirkungen. Der Frauenanteil im mittleren Management blieb nahezu unverändert. Auch der Einkommensunterschied zwischen hochqualifizierten Männern und Frauen unterhalb der Führungsebene liegt nach wie vor bei rund 15 Prozent. Offenbar sorgt die Frauenquote also nicht wie erhofft dafür, dass der weibliche Führungsnachwuchs gezielt gefördert wird.
Die Autorinnen geben zwar zu bedenken, dass seit der Reform erst wenige Jahre vergangen sind. Allerdings sprechen ihre Befragungen unter Hochschulabsolventinnen nicht dafür, dass sich in absehbarer Zeit viel ändern wird: Weder strömen vermehrt Frauen in Business-Studiengänge, noch haben sich die Einstiegsgehälter der Absolventinnen denen ihrer männlichen Kollegen angepasst. Hier klafft je nach Studiengang noch immer eine Lücke von 22 bis 27 Prozent. Zwar erhofft sich ein Großteil der hochqualifizierten jungen Frauen Einkommens- und Karrierevorteile durch die Quote. Doch die wenigsten von ihnen haben vor, ihre Familienplanung zugunsten der Karriere zurückzustellen.
Edvard Munch (* 12. Dezember 1863 in Løten, Hedmark, Norwegen; † 23. Januar 1944 auf Ekely in Oslo) war ein norwegischer Maler und Grafiker. Munch gilt als Bahnbrecher für die expressionistische Richtung in der Malerei der Moderne. In Deutschland und Mitteleuropa genoss er früh den Ruf eines Epoche machenden Neuschöpfers, und heute sind seine Eigenart und sein Status schon längst im übrigen Europa und in der Welt anerkannt. Am bekanntesten sind die Werke Munchs aus den 1890er Jahren.
Wikipedia
Abbildung aus Wikipedia (Fotografie ca. 1905/1906)
Peter Christen Asbjørnsen (15. Januar 1812 in Kristiania, heute Oslo, Norwegen -6. Januar 1885 ebenda) war ein norwegischer Schriftsteller, Forstmeister, Wissenschaftler und Sammler norwegischer Märchen.
Die Prinzessin, die keiner zum Schweigen bringen konnte
Es war einmal ein König, der hatte eine Tochter, die war so schlau
und spitzfindig, daß niemand sie zum Schweigen bringen konnte. Da setzte
der König einen Preis aus und ließ bekanntmachen: Der, welcher es
könnte, bekäme die Prinzessin und das halbe Königreich.
Drei Brüder, die das gehört hatten, beschlossen, ihr Glück zu
versuchen. Zuerst machten sich die beiden älteren auf, weil sie sich für
die Klügeren hielten. Aber sie konnten bei der Prinzessin gar nichts
ausrichten und mußten mit einem blauen Auge abziehen.
Da machte sich danach auch der Aschenper auf. Als er ein Stückchen
gegangen war, fand er eine Weidenrute am Wege und nahm sie mit. Wieder
nach einer Weile fand er eine Scherbe, die gehörte zu einer alten
Schüssel, und die nahm er auch mit. Als er noch weiter gewandert war,
fand er einen toten Star und danach ein krummes Bockshorn.
Nicht lange, so hob er noch ein krummes Bockshorn auf. Und als er
über das Feld zum Königshof marschierte, wo Dünger ausgestreut war, fand
er noch eine ausgetretene Schuhsohle. Alle Dinge nahm er mit aufs
Schloß, und schon trat er bei der Prinzessin ein.
»Guten Tag«, rief er.
»Gleichfalls!« sprach sie und verzog das Gesicht.
»Könnte man mir hier meinen toten Star braten?« fragte er.
»Ich habe eher angst, daß er platzen könnte!« rief die Prinzessin.
»Ach, das hat keine Not! Dann binde ich diese Weidenrute darum!« rief der Bursche und holte das Reis hervor.
»Aber dann wird das Fett herauslaufen!« sagte die Prinzessin.
»I wo, dann halte ich dieses hier unter!« sprach der Aschenper und zeigte ihr die große Scherbe von der Schüssel.
»Du machst es mir so krumm, du!« sagte die Prinzessin.
»Ich mache es nicht krumm, sondern es ist krumm!« erwiderte der Bursche und nahm das eine Horn hervor.
»Nein, so etwas Ähnliches habe ich mein Lebtag noch nicht gesehen!« rief die Prinzessin.
»Hier siehst du etwas Ähnliches«, sprach der Bursche und holte das andere Bockshorn hervor.
»Ich glaube, du bist ausgegangen, um mich zum Schweigen zu bringen«, sprach die Prinzessin.
»Nein, ich bin nicht ausgegangen«, sagte der Bursche und zeigte ihr
die Schuhsohle. Hierauf wußte die Prinzessin nichts mehr zu antworten. –
»Nun bist du mein!« rief der Bursche, und darauf kriegte er wirklich
die Prinzessin und das halbe Königreich.
Video zum Werk des berühmten, norwegischen Illustrators, auch vom Werk Asbjørnsens: