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Donnerstag, 17. September 2015

Das Mittelalter der Moderne

Buchempfehlung:

Christian Kiening

Das Mittelalter der Moderne

Rilke – Pound – Borchardt

Reihe: Figura. Ästhetik, Geschichte, Literatur (Hg. von Bernhard Jussen, Christian Kiening und Klaus Krüger); Bd. 01, 195 S., 10 Abb., Klappenbroschur, 12 x 19, Wallstein, Göttingen 2014
ISBN: 978-3-8353-1505-1 (2014)

Verlagsinformation:

Der literarische Umgang mit der Vergangenheit in der ästhetischen Moderne am Beispiel dreier Autoren.
Die ästhetische Moderne des frühen 20. Jahrhunderts bricht nicht einfach mit der Vergangenheit, sie experimentiert mit Modellen komplexer Zeitlichkeit. Dazu gehören Rückgriffe auf das Mittelalter, die weder bloß punktuellen Charakter haben, noch primär die Vergangenheit instrumentalisieren. Das Interesse gilt einer spezifischen Mischung aus Gültigem und Abgelebtem, die sich ebenso von dem unterscheidet, was ästhetisch noch unmittelbar berührt (Renaissance), wie von dem, was bildungsgeschichtlich zum allgemeinen Reservoir gehört (Antike). Kiening zeigt, was die fast zeitgleich entstandenen Werke von Rilke, Pound und Borchardt verbindet: der Versuch, die Moderne in sich zu transformieren, sie durch den Bezug auf Vergangenes anzureichern.

Dieses Buch kann in unserer Bibliothek gelesen oder ausgeborgt werden!

Sonntag, 30. September 2012

International Blasphemy Day

30. September: Internationaler Blasphemie-Tag

Wikipedia

Names of Gods and Goddesses, list and links

Hate speech (entry Wikipedia)

Wir leben wieder in dunklen Zeiten. Eigentlich dürfte es in keiner freien Republik einen Blasphemieparagraphen geben. Es gibt ihn aber in vielen Staaten, die sich zu den "freien" zählen. Vom Menschenrecht der freien Religionswahl pervertierte das Wertverständnis zum Schutz der Religion, die jede Kritik ahndet bzw., je nach Formulierung und Rechtsauslegung, strafbar macht. Diese Umkehrung widerspiegelt sich auch im Straftatbestand der sogenannten "hate speech", die es Beleidigten leicht macht, Strafverfolgung einzufordern.

Mit dieser Praxis wäre keine Aufkärung möglich gewesen, keine Wissenschaft, keine Pluralität. Die Befürworter dieser Praxis sind Feinde der offenen, freien Republik, der grundlegenden Bürgerrechte, der freien Meinungsäußerung bzw. der Freiheit der Wissenschaft (Forschung, Lehre, Kritik).

Der Internationale Blasphemie-Tag ist ein Tag der Trauer und Besinnung, wie in dieser schweren Zeit des Terrors die Reste der Aufklärung bewahrt werden können, um sie einstens wiederzubeleben.