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Sonntag, 15. Juli 2018

Dekadenz?


Haimo L. Handl

Dekadente Zeiten?

Untergangsstimmungen gab es immer schon. Manchmal intensiv, epidemisch, dann wieder hochstilisiert in esoterischen Kreisen zirkulierend. Der Begriff „Dekadenz“ sollte das ausdrücken (Niedergang, Verfall). In Wikipedia wird angemerkt: „In der Geschichtswissenschaft hat man inzwischen den Dekadenzbegriff zur Charakterisierung gesellschaftlicher Entwicklungsabschnitte fallen lassen. Nur in der Dekadenzdichtung hat das Wort auch eine positive Bedeutung; im Sprachgebrauch überwiegt der abwertende Charakter.“

Aufgrund der rasanten technischen Entwicklungen könnte man behaupten, wir leben in einer prosperierenden Zeit mit hoher Entwicklungsgeschwindigkeit (wohin?), aber gleichzeitig zeigen sich, je nach Bewertungsmaßstäben, Rückentwicklungen oder Degenerationen bzw. Verfallserscheinungen. Die Bestimmung hängt wesentlich vom ideologischen Standpunkt ab: Gewinner – erfolgreich, dynamisch, entwicklungsorientiert versus Opfer – verlierend, peripher, verarmt. Da es aus vielerlei Gründen nicht opportun erscheint, als Starker, als Gewinner bzw. als Starke und Gewinnerin aufzutreten, weil dann ungeheuer viel Energie investiert werden müsste, um gegen die Meute der Opfer und ihren Anwälten sich behaupten zu können, erstarkte des Gerede, Geschreibe und Geschwafel von der Dekadenz, vom Untergang der Welt (früher beschränkte sich das noch aufs Abendland), vom Verfall.

Würde differenziert beschaut, bedacht und argumentiert werden, wäre es kein Problem, einerseits von Fortschritten zu sprechen, andererseits von Verlusten und Belastungen. Aber dieses feine Unterscheidungsvermögen haben nur wenige sich gebildet. Es ist auch nicht Ziel unserer Bildungseinrichtungen. Im Gegenteil: es geht um Vereinfachungen zwecks problemloser und schneller Kommunikation. Die Sprache wird primär auf den Mitteilungszweck reduziert, obwohl noch ästhetische Texte, Schriftstellerei betrieben und sogar gepriesen wird. Sieht man sich die gängigen Produkte an, erschrickt man allerdings über die Gleichförmigkeit, die Spracharmut gepaart mit einer Art von Themenfixierung, wie man sie seit den unguten Zeiten diktatorischer Regime und den gleichgeschalteten Mitläufern in Erinnerung hat, falls man nicht das moderne Vergessen pflegt in einer extremen Gegenwartsorientierung, der das Historische suspekt erscheint und unwichtig, „belastend“ als Ballast.

Schon früher wurde von manchem sich als Philosoph verstehenden Schreiber behauptet, alles ist gleich, alles ist möglich, anything goes. Mit der daraus folgenden Unverantwortlichkeit und „Wurstigkeit“ gelang es den Managern als auch den Kulturbetriebsangehörigen tatsächlich eine vielfältige, eigentlich widersprüchliche, im Kern aber gleichförmige Gesellschaft aufzubauen, in der die Reichen, wie früher, reicher werden, und die Armen ärmer, aber alles garniert und sogar durchdrungen von Programmen der erwünschten Gleichheit und Freiheit. Keine Verantwortung von niemandem bzw. allgemeine Kollektivverantwortung ohne Folgen für Einzelne. Freiheit überall, außér im Wesentlichen, im Einzelnen. Es regiert das Kollektiv, obwohl es keine Kolchosen mehr gibt und Parteikaderschulen und GULAGS oder KZ. Eine moderne Art des durchdringenden, beobachtenden, überwachenden, total erfassenden Kollektivs regiert und wird täglich gestärkt durch die „freiwillige“ Kollaboration von Millionen und Milliarden, die die Systeme glücklich, fast berauscht, mit ihren Daten füttern, um endlich die verhasste Privatsphäre zu vernichten, wie sie bis anhin von keinem Regime, auch den grausamsten nicht, vernichtet worden ist. Es lösen sich Gegensätze auf, alles scheint in einem Einheitsbrei zu schwimmen. Da wird auch die Rede von Fortschritt und Dekadenz obsolet, überflüssig.

Im Kulturbereich halten sich einige Scharmützel und Gefechte etwas länger, werden sogar mit staatlicher und privater Kulturförderung länger am Leben gehalten. Dort liest und hört und sieht man verwegenes Regietheater in seinen Modernisierungsbemühungen, dort hört man Industrielärm als Musik bzw. einpeitschende Rhythmen zum Training depravierter Opfer, die für kurze Zeit meinen sich „finden“ zu können in einem „Rausch“ oder „Genuss“, ähnlich den johlenden Massen, die ihre schiere Vertierung im Fußballstadium demonstrieren, was wiederum tausenden von Sozialarbeitern, Coaches, Soziologen usw. Stoff gibt zu klären, wie weit heute wieder Tragödie erfahrbar ist, nicht im bürgerlichen Theater oder Opernhaus, sondern im Stadion. Völkerverständigung über gewaltige Spiele, die die Massen enthemmen. Katharsis weltweit. Zugleich Einübung für die nächste Formierung, wenn’s wieder auf den realen Kampfplatz geht jenseits des Sports hin zum eigentlichen Geschäft, zum Krieg. Und auch die Literatur bleibt nicht außen vor. X Tausende von Preisen belegen ihre offizielle Bedeutung, kurbeln den Buchmarkt an, schönen das nationale Image, graben Gräben zwischen Konkurrierenden, auch auf staatlicher Ebene und lassen den Künstlerinnen, soweit noch einige der Schritstellerinnen solche sind, keinen Freiraum für Eigenheiten, sondern nur für nach approbierten Maßstäben Geliefertes. Aber alle fühlen sich wohl, danken für die Preisgelder, die vielen Einladungen zu Talk Shows und Lesungen und Interviews und Porträts und Vorträgen, und erfüllen damit ihre soziale, politische und ideologische Rolle.

Die Reinigung der Bibliotheken von altem, verbrecherischem oder einfach obsoletem Zeug ist noch nicht so weit fortgeschritten, wie sich das einige Eifrige wünschen, aber der Purifikationsprozess gewinnt an Geschwindigkeit und Präzision. Da sind die Sprachreinigungsprogramme und Forderungen nach politischen Maßnahmen, damit die Frauen, die Paradeopfer, die Ausgebeuteten, die Verhinderten, die Behinderten endlich nicht nur gleiche Rechte eingeräumt erhalten, z.B. gleicher Lohn für gleiche Arbeit, sondern mehr Rechte, sozusagen aus Ausgleich und Rache an der überlangen, historischen Ausbeutung durch Männer. Dieser Kampf wird vor allem im sogenannten Westen gefochten, wo die Entwicklung zwar nicht vorzüglich, aber doch besser als sonst irgendwo ist hinsichtlich der Rechte für Opfer und Frauen. In den islamischen Ländern oder afrikanischen sehen diese Frontkämpferinnen aber nur Opfer (wahrscheinlich sogar dann, wenn sie, falls sie mal solche Gesellschaften aufsuchen und länger als ein paar Tage dort leben, selbst „dran glauben müssen“. Das ist dann wahrscheinlich der Preis für die Überzeugung, denn sie wissen ja nicht, was sie tun, das wussten und wissen nur die Nazis und modernen Verbrecher bei uns…)

Man findet also noch Klassiker, die den modernen Auffassungen total widersprechen, man findet auch viel Schmock und Schonz und Kitsch, was aber eh niemanden aufregt. Noch darf man sogar als Nazi verschriene Autoren lesen, wie Benn oder Heidegger, oder Antisemiten wie Céline. Es werden auch Studien druchgeführt und publiziert über die schandvollen Figuren. Noch geht das. Morgen, wenn die herrschende Dekadenz geschwächt sein wird und das Regime der Korrekten gestärkt, wird das anders sein. (Bemerkenswert, dass die fanatischen Reiniger sich nicht der historischen Vorbilder erinnern und ihres Versagens im Bildungs- und Erziehungsprozess: DDR und USSR. Die DDR ist, staatlich, geografisch, nicht aber in den Köpfen, untergegangen und die USSR hat sich wie eine Raupe entpuppt zu einem neuen Regime mit Kadern und Sklaven, mit Oligarchen und Krisengewinnlern.)

„Ich halte mich dies Mal nur bei der Frage des Stils auf. — Womit kennzeichnet sich jede litterarische décadence? Damit, dass das Leben nicht mehr im Ganzen wohnt. Das Wort wird souverain und springt aus dem Satz hinaus, der Satz greift über und verdunkelt den Sinn der Seite, die Seite gewinnt Leben auf Unkosten des Ganzen — das Ganze ist kein Ganzes mehr. Aber das ist das Gleichniss für jeden Stil der décadence: jedes Mal Anarchie der Atome, Disgregation des Willens, „Freiheit des Individuums“, moralisch geredet, — zu einer politischen Theorie erweitert „gleiche Rechte für Alle“. Das Leben, die gleiche Lebendigkeit, die Vibration und Exuberanz des Lebens in die kleinsten Gebilde zurückgedrängt, der Rest arm an Leben. Überall Lähmung, Mühsal, Erstarrung oder Feindschaft und Chaos: beides immer mehr in die Augen springend, in je höhere Formen der Organisation man aufsteigt. Das Ganze lebt überhaupt nicht mehr: es ist zusammengesetzt, gerechnet, künstlich, ein Artefakt. —“ (Nietzsche, Der Fall Wagner 1888)

Was Nietzsche vor 130 Jahren notierte, ist nicht historisch abgeschlossen, sondern zeigt sich auch in der Gegenwart, sogar intensiver, als es früher war bzw., allein schon wegen der technischen Möglichkeiten, der Fall sein konnte. Wenn heute ein Experte vom „Werkbegriff“ spricht, wie Karlheinz Stierle in seinem Buch „Ästhetische Rationalität. Kunstwerk und Werkbegriff, 1997) als Kritik bzw. Zurückweisung der Standpunkte der postmodernen Verächter des Werkbegriffs, macht er sich verdächtig. Innert der letzten 20 Jahre ist die Toleranzbreite für Randsichten oder Außenseiter-Modelle geschrumpft, vor allem, wenn jemand wie Stierle behauptet, dass ein Werk des Verstehens und der Interpretation bedarf. Er stellt sich gegen die Alleinherrschaft des Fragmentarischen oder Unabgeschlossenen. Das ist heute eine Sünde.

Unsere fortschrittliche Zeit, die überaus bemüht ist, Gleichheit und Gerechtigkeit zu schaffen, obwohl das Eine dem Anderen fundamental widerspricht, ist in eine Dekadenz gekippt, die sie als solche nicht wahrnimmt. Es ist, als ob sie es nicht vermöchte, aus dem Kreisel der immerwährenden Wiederholungen herauszutreten, und neue Wege zu beschreiten. Die Vereinfachungen, die Simplifikationen einerseits, die höchstentwickelte Technologie andererseits überdecken die Systemschwächen, den partiellen Verfall und vergewissern den vermeintlichen Fortschritt. Wir leben wahrlich in interessanten Zeiten.

Mittwoch, 27. Juni 2018

Lähmende Dekadenz

Warum nur berauscht sich halb Europa an Michel Houellebecqs «Unterwerfung»?

Der Kontinent hat der Dekadenz nichts mehr entgegenzusetzen. Zu diesem Schluss muss kommen, wer sieht, mit welcher Begeisterung das Publikum auf die verschiedenen Houellebecq-Adaptionen reagiert. Gedanken zur europäischen Selbstdemontage auf offener Bühne.
Jürgen Wertheimer 26.6.2018, Neue Zürcher Zeitung

Ein bedenkenswerter Artikel des emeritierten Professors der Universität Tübingen, der sich auch nicht scheut Nietzsche zu zitieren, obwohl er annehmen muss, dass fast niemand dessen Werk kennt, was die Freude über die Kontextherstellung, die der Literaturprofessor damit leistet, erhöht.

Hier der ganze Brief Nietzsches, aus dem Wertheimer zitierte:


Genug! Genug! Man wird, fürchte ich, zu deutlich nur unter meinen heitern Strichen die sinistre Wirklichkeit wiedererkannt haben — das Bild eines Verfalls der Kunst, eines Verfalls auch der Künstler. Der letztere, ein Charakter-Verfall, käme vielleicht mit dieser Formel zu einem vorläufigen Ausdruck: der Musiker wird jetzt zum Schauspieler, seine Kunst entwickelt sich immer mehr als ein Talent zu lügen. Ich werde eine Gelegenheit haben (in einem Capitel meines Hauptwerks, das den Titel führt „Zur Physiologie der Kunst“), des Näheren zu zeigen, wie diese Gesammtverwandlung der Kunst in’s Schauspielerische eben so bestimmt ein Ausdruck physiologischer Degenerescenz (genauer, eine Form des Hysterismus) ist, wie jede einzelne Verderbniss und Gebrechlichkeit der durch Wagner inaugurirten Kunst: zum Beispiel die Unruhe ihrer Optik, die dazu nöthigt, in jedem Augenblick die Stellung vor ihr zu wechseln. Man versteht Nichts von Wagner, so lange man in ihm nur ein Naturspiel, eine Willkür und Laune, eine Zufälligkeit sieht. Er war kein „lückenhaftes“, kein „verunglücktes“, kein „contradiktorisches“ Genie, wie man wohl gesagt hat. Wagner war etwas Vollkommnes, ein typischer décadent, bei dem jeder „freie Wille“ fehlt, jeder Zug Nothwendigkeit hat. Wenn irgend Etwas interessant ist an Wagner, so ist es die Logik, mit der ein physiologischer Missstand als Praktik und Prozedur, als Neuerung in den Principien, als Krisis des Geschmacks Schluss für Schluss, Schritt für Schritt macht.

Ich halte mich dies Mal nur bei der Frage des Stils auf. — Womit kennzeichnet sich jede litterarische décadence? Damit, dass das Leben nicht mehr im Ganzen wohnt. Das Wort wird souverain und springt aus dem Satz hinaus, der Satz greift über und verdunkelt den Sinn der Seite, die Seite gewinnt Leben auf Unkosten des Ganzen — das Ganze ist kein Ganzes mehr. Aber das ist das Gleichniss für jeden Stil der décadence: jedes Mal Anarchie der Atome, Disgregation des Willens, „Freiheit des Individuums“, moralisch geredet, — zu einer politischen Theorie erweitert „gleiche Rechte für Alle“. Das Leben, die gleiche Lebendigkeit, die Vibration und Exuberanz des Lebens in die kleinsten Gebilde zurückgedrängt, der Rest arm an Leben. Überall Lähmung, Mühsal, Erstarrung oder Feindschaft und Chaos: beides immer mehr in die Augen springend, in je höhere Formen der Organisation man aufsteigt. Das Ganze lebt überhaupt nicht mehr: es ist zusammengesetzt, gerechnet, künstlich, ein Artefakt. —

Bei Wagner steht im Anfang die Hallucination: nicht von Tönen, sondern von Gebärden. Zu ihnen sucht er erst die Ton-Semiotik. Will man ihn bewundern, so sehe man ihn hier an der Arbeit: wie er hier trennt, wie er kleine Einheiten gewinnt, wie er diese belebt, heraustreibt, sichtbar macht. Aber daran erschöpft sich seine Kraft: der Rest taugt Nichts. Wie armselig, wie verlegen, wie laienhaft ist seine Art zu „entwickeln“, sein Versuch, Das, was nicht auseinander gewachsen ist, wenigstens durcheinander zu stecken! Seine Manieren dabei erinnern an die auch sonst für Wagner’s Stil heranziehbaren frères de Goncourt: man hat eine Art Erbarmen mit soviel Nothstand. Dass Wagner seine Unfähigkeit zum organischen Gestalten in ein Princip verkleidet hat, dass er einen „dramatischen Stil“ statuirt, wo wir bloss sein Unvermögen zum Stil überhaupt statuiren, entspricht einer kühnen Gewohnheit, die Wagnern durch’s ganze Leben begleitet hat: er setzt ein Princip an, wo ihm ein Vermögen fehlt (— sehr verschieden hierin, anbei gesagt, vom alten Kant, der eine andre Kühnheit liebte: nämlich überall, wo ihm ein Princip fehlte, ein „Vermögen“ dafür im Menschen anzusetzen…). Nochmals gesagt: bewunderungswürdig, liebenswürdig ist Wagner nur in der Erfindung des Kleinsten, in der Ausdichtung des Détails, — man hat alles Recht auf seiner Seite, ihn hier als einen Meister ersten Ranges zu proklamiren, als unsern grössten Miniaturisten der Musik, der in den kleinsten Raum eine Unendlichkeit von Sinn und Süsse drängt. Sein Reichthum an Farben, an Halbschatten, an Heimlichkeiten absterbenden Lichts verwöhnt dergestalt, dass Einem hinterdrein fast alle andern Musiker zu robust vorkommen. — Will man mir glauben, so hat man den höchsten Begriff Wagner nicht aus dem zu entnehmen, was heute von ihm gefällt. Das ist zur Überredung von Massen erfunden, davor springt Unsereins wie vor einem allzufrechen Affresco zurück. Was geht uns die agaçante Brutalität der Tannhäuser-Ouvertüre an? Oder der Circus Walküre? Alles, was von Wagner’s Musik auch abseits vom Theater populär geworden ist, ist zweifelhaften Geschmacks und verdirbt den Geschmack. Der Tannhäuser-Marsch scheint mir der Biedermännerei verdächtig; die Ouvertüre zum fliegenden Holländer ist ein Lärm um Nichts; das Lohengrin-Vorspiel gab das erste, nur zu verfängliche, nur zu gut gerathene Beispiel dafür, wie man auch mit Musik hypnotisirt (— ich mag alle Musik nicht, deren Ehrgeiz nicht weiter geht als die Nerven zu überreden). Aber vom Magnétiseur und Affresco-Maler Wagner abgesehn giebt es noch einen Wagner, der kleine Kostbarkeiten bei Seite legt: unsern grössten Melancholiker der Musik, voll von Blicken, Zärtlichkeiten und Trostworten, die ihm Keiner vorweggenommen hat, den Meister in Tönen eines schwermüthigen und schläfrigen Glücks… Ein Lexikon der intimsten Worte Wagner’s, lauter kurze Sachen von fünf bis fünfzehn Takten, lauter Musik, die Niemand kennt… Wagner hatte die Tugend der décadents, das Mitleiden — — —



(eKGWB/WA-7 — Der Fall Wagner: Turiner Brief vom Mai 1888, § 7. Erste Veröff. 22/09/1888. - 
Übrigens, wer in Nietzsche Source [nietzschesource.org] nach "literarischer Dekadenz" sucht, wird nichts finden, weil die Texte der alten Schreibweise folgen. Beachtet man die, wird man fündig, falls man die Stelle nicht schon kennt.)