Posts mit dem Label Anpassung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Anpassung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 26. September 2018
Europäischer Tag der Sprachen
Auf Initiative des Europarats in Straßburg wird seit 2001 jedes Jahr am 26. September der Europäische Tag der Sprachen gefeiert.
Freitag, 4. August 2017
Anpassung Realitätsdruck
Weil die "Wahrheit" als Realitätsdruck nicht aushaltbar wäre, hilft die Kulturindustrie, das Fernsehen: Der Druck, unter dem die Menschen leben, ist derart angewachsen, daß sie ihn nicht ertrügen, wenn ihnen nicht die prekären Leistungen der Anpassung, die sie einmal vollbracht haben, immer aufs neue vorgemacht und in ihnen selber wiederholt würden.
Theodor W. Adorno: Prolog zum Fernsehen (1963)
50 Jahre später lehren uns die smart phone culture und die sogenannten social media die schier unaufhaltsame Konversion der Massengesellschaft in eine neue Barbarei, ein neues Sklaventum, das sich aufgrund der permanenten Bestätigung so sehr festigt, dass alles auf Krieg hinausläuft, der willig im Opferkult gefeiert und erwartet wird.
Theodor W. Adorno: Prolog zum Fernsehen (1963)
50 Jahre später lehren uns die smart phone culture und die sogenannten social media die schier unaufhaltsame Konversion der Massengesellschaft in eine neue Barbarei, ein neues Sklaventum, das sich aufgrund der permanenten Bestätigung so sehr festigt, dass alles auf Krieg hinausläuft, der willig im Opferkult gefeiert und erwartet wird.
Freitag, 7. November 2014
Wozu Literaturhäuser?
Es fehlen Debattierhäuser
Kommentar von Roman Bucheli, NZZ, 4.11.2014
Literaturhäuser machen, was andere ebenso gut tun: Lesungen veranstalten. Das ist schön und gut, aber besser wäre es, sie würden sich vermehrt als Orte der intellektuellen Debatte profilieren.
* * *
Aber man kann intensive Debatten und Diskussionen nicht einfach bestellen, erst recht nicht in Zeiten der Hochkonjunktur von Talk Shows, weil "talken" nicht wirklich debattieren ist, und das Fernsehen den meisten das Argumentieren ausgetrieben hat bzw. viele es gar nicht erlernten. Die Unsitten der Netzkultur, wo Beleidigungen als "shit storms" das ganz tiefe Niveau belegen, das der Mehrheit eigen ist, erlaubt keine fundierte Diskussion ...
Falls also Debattierhäuser jetzt eine Lücke erkennen, werden sie, ähnlich wie die Kunstverhökerungsanstalten, dem Regime der Kuratorinnen gleich, paternalistisch, gutmenschlerisch agieren – und wiederum jene nicht erreichen oder gar abstoßen, die Interesse an hoher Argumentation, an Disputationen hätten.
Kommentar von Roman Bucheli, NZZ, 4.11.2014
Literaturhäuser machen, was andere ebenso gut tun: Lesungen veranstalten. Das ist schön und gut, aber besser wäre es, sie würden sich vermehrt als Orte der intellektuellen Debatte profilieren.
* * *
Aber man kann intensive Debatten und Diskussionen nicht einfach bestellen, erst recht nicht in Zeiten der Hochkonjunktur von Talk Shows, weil "talken" nicht wirklich debattieren ist, und das Fernsehen den meisten das Argumentieren ausgetrieben hat bzw. viele es gar nicht erlernten. Die Unsitten der Netzkultur, wo Beleidigungen als "shit storms" das ganz tiefe Niveau belegen, das der Mehrheit eigen ist, erlaubt keine fundierte Diskussion ...
Falls also Debattierhäuser jetzt eine Lücke erkennen, werden sie, ähnlich wie die Kunstverhökerungsanstalten, dem Regime der Kuratorinnen gleich, paternalistisch, gutmenschlerisch agieren – und wiederum jene nicht erreichen oder gar abstoßen, die Interesse an hoher Argumentation, an Disputationen hätten.
Abonnieren
Posts (Atom)
