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Sonntag, 13. Dezember 2015

Die Abenteurer der modernen Kunst

Die sechsteilige Serie über moderne Kunst ist entweder in der Mediathek des SRF noch nachzusehen bzw. in Wiederholungen  und Aussendungen bis Jänner 2016:

Die Abenteurer der modernen Kunst
Picasso & Co. - (2)

Spielfilm · FR/SE/CH 2015

Das Gemälde «Les Demoiselles d'Avignon» ist die Antwort Picassos auf Matisse - und sorgt für Empörung. Und dann werden Apollinaire und Picasso 1911 in einen grossen Skandal verwickelt, den Raub der Mona Lisa aus dem Louvre. Animationsserie über das Kunstgeschehen in Paris zwischen 1906 und 1916.

Der zweite Teil der sechsteiligen Saga erzählt von den ersten künstlerischen Erfolgen der jungen Künstler, die in Paris zusammen gefunden haben. Es kommt zu ersten freundschaftlichen Dissonanzen unter Picasso und seinen Freunden. Diese wurden mit ausgelöst von Vermutungen, dass der junge Spanier Picasso in den Raub der Mona Lisa verwickelt sei.

Die Animationsserie «Die Abenteurer der modernen Kunst» gibt mit einer fulminanten Mischung aus Archivmaterial und Animationen Einblick in das Künstlerleben in Paris zwischen 1900 und 1939, das vom Autorinnentrio Amélie Herrault, Pauline Gaillard und Valérie Loiseleux lebendig und detailgetreu vermittelt wird. Die Kommentarstimme wird von Anke Engelke gesprochen.

Wiederholung:
15.12.2015, 12:55-14:00
19.12.2015, 09:50-10:50


Teil 1:

Die Abenteurer der modernen Kunst: Die Zeit der Bohème

    Sonntag, 6. Dezember 2015, 11:55 Uhr



Video noch 23 Tage verfügbar


Anfang des 20. Jahrhunderts kommen Künstlerinnen und Künstler nach Paris, um ihr Glück zu finden. Unter ihnen sind Picasso, Apollinaire, Sartre, Dalí. Sie begegnen sich, leben, arbeiten und feiern zusammen - und revolutionieren gemeinsam die Kunst. Animierte Dokfilmreihe in europäischer TV-Premiere.

Basierend auf den Büchern des Schriftstellers Dan Franck taucht die sechsteilige Filmreihe in das Pariser Künstlerleben Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts ein. Der Auftaktfilm erzählt von der Zeit der Bohème, als man in Paris als junger Künstler frei und praktisch ohne Geld leben konnte. Es herrschte Aufbruchstimmung, und trotz kleiner Konkurrenzkämpfe arbeiteten die noch unbekannten Künstler mit Verve zusammen - und stellten die Kunst auf den Kopf.

Die Dokserie «Die Abenteurer der modernen Kunst» gibt mit einer fulminanten Mischung aus Archivmaterial und Animationen Einblick in das Künstlerleben in Paris zwischen 1900 und 1939, das vom Autorinnentrio Amélie Herrault, Pauline Gaillard und Valérie Loiseleux lebendig und detailgetreu vermittelt wird. Die Kommentarstimme wird von Anke Engelke gesprochen.

Die weiteren Folgen der Filmreihe «Die Abenteurer der modernen Kunst», sonntags auf SRF 1:

 
    Folge 3: «Weltmetropole Paris», 13. Dezember 2015, 23.55 Uhr, SRF 1
    Folge 4: «Die Strassenkünstler von Montparnasse», 20. Dezember 2015, 11.55 Uhr, SRF 1
    Folge 5: «Libertad!», 10. Januar 2016, 11.55 Uhr, SRF 1
    Folge 6: «Mitternacht in Paris», 10. Januar 2016, 23.25 Uhr, SRF 1




Mittwoch, 20. August 2014

Kriegsschuld und demokratischer Neuanfang

Anlässlich der hundertsten Wiederkehr des Kriegsausbruchs im August 1914 kreist die öffentliche Debatte hierzulande weitgehend um deutsche Befindlichkeiten. Vor allem die Reaktionen auf Christopher Clarks Buch "Die Schlafwandler" machen deutlich, dass die Diskussion nach wie vor von der Frage dominiert wird, ob Deutschland die Schuld am Weltkrieg trug oder nicht.

„Vergesst die Schulddebatte!“ fordert Friedrich Kießling in der neuen Ausgabe des Mittelweg 36 (4/2014) und erläutert, dass die jüngere Forschung zu den Ursachen des Ersten Weltkriegs ebenso interessante wie beunruhigende neue Erkenntnisse bereithält. Bernd Greiner beschäftigt sich mit „Barbara Tuchmans Klassiker über die Anfänge des Ersten Weltkriegs“ und erkennt, was etwa die allseitige Angst vor dem Verlust militärischer und politischer Glaubwürdigkeit angeht, Parallelen zum Kalten Krieg. Tim B. Müller durchleuchtet den Zusammenhang von „Krieg und Demokratisierung“:
Von der Ausweitung des Wahlrechts über die Erfindung des Wohlfahrtsstaats bis zur Einübung einer demokratischen Lebensweise - nach dem Ersten Weltkrieg begann die Erfolgsgeschichte der modernen westlichen Massendemokratie.

Über frühe Faschismusanalysen, mit denen sich liberale Intellektuelle wie Fritz Schotthöfer und Moritz Julius Bonn in den 1920er Jahren gegen alle Versuche wandten, eine antidemokratische "Volksgemeinschaft der Gleichgesinnten" zu errichten, berichtet Jens Hacke. Der Beitrag „In fremden Uniformen“ von Julia Eichenberg erklärt, warum der Große Krieg in Polen lange Zeit nahezu vergessen war.

Im Streitgespräch „Von Nachbarn, Töchtern und Pistolen“ diskutiert der Rechtswissenschaftler Reinhard Merkel mit Jan Philipp Reemtsma und weiteren WissenschaftlerInnen über die völkerrechtliche Bewertung der Abtrennung der Krim von der Ukraine und über seine These, dass von einer Annexion durch Russland nicht die Rede sein könne.

Die Befürchtung, ihr Land könnte von seinem übermächtigen Nachbarn geschluckt werden, trieb auch die Aktivisten der "Sonnenblumenbewegung" in Taiwan um, von deren spektakulärer Besetzung des Parlaments im Frühjahr diesen Jahres Wolfgang Kraushaar in der „Protest-Chronik“ berichtet.

Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an:
Martin Bauer, Stefan Mörchen, Christina Müller Zeitschrift Mittelweg 36 Hamburger Institut für Sozialforschung Mittelweg 36
20148 Hamburg
Tel.: 040 / 41 40 97 - 0
Fax: 040 / 41 40 97 -11
zeitschrift@his-online.de

Freitag, 13. Juni 2014

Kriegerische Diskurse

Öffentliches RUB-Symposium zur Entstehung und Wirkung des Ersten Weltkriegs

1914 begann eine Materialschlacht. Neue Technologien und Strategien revolutionierten die Art des Krieges. Mensch und Maschine verschmolzen zu einer optimierten Einheit. Wie der Erste Weltkrieg die Gesellschaften der beteiligten Länder verändert hat und welche Entwicklungen den Krieg herbeiführten, möchten Wissenschaftler am 20. Juni an der Ruhr-Universität mit allen Interessierten diskutieren. Das Symposium 1914 Diskurse des Krieges und kriegerische Diskurse" veranstaltet die Mercator Research Group Räume anthropologischen Wissens" der RUB.

Nach 1914 war alles anders
Es gibt wohl nicht viele Jahre, die solche Zäsuren darstellen wie 1914", sagt Kevin Liggieri, einer der Organisatoren des Symposiums. Die industriellen Entwicklungen haben den Krieg geprägt und verändert".

Technik war kein reines Werkzeug mehr, sondern wurde dem Menschen nahezu ebenbürtig. Der Mensch sollte durch neue Technologien optimiert werden und das über den Krieg hinaus. Viele Erfindungen, die im oder für den Krieg entstanden, wurden danach gesellschaftfähig, z.B. die Armbanduhr und der Trenchcoat. Auch die Kultur prägte der Krieg: 1918 wurde der erste japanische Animationsfilm produziert.

Interdisziplinärer Blick
Gastreferenten sind, neben einem Literaturwissenschaftler aus Siegen, ein Historiker aus Bern und ein Medienwissenschaftler aus Basel. Weitere Vorträge halten RUB-Forscher aus den Fächern Germanistik, Philosophie und Japanologie. Diese Themeneinführungen dauern jeweils 30 Minuten. Auf jeden Vortrag folgen ebenfalls 30-minütige Diskussionen zwischen Experten und Publikum. Das Symposium soll einen möglichst weiten Blick auch für Studenten und fachfremde Interessierte zum Thema der kriegerischen Diskurse ermöglichen", so Liggieri. Beginn ist um 10 Uhr im Veranstaltungszentrum der Mensa in Saal 4. Eine Anmeldung ist nicht nötig.


Weitere Informationen
Kevin Liggieri, Mercator Research Group Räume anthropologischen Wissens", Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstr. 150, 44801 Bochum, Tel. 0234/32 29299
E-Mail: Kevin.Liggieri@rub.de
Felix Hüttemann, Mercator Research Group Räume anthropologischen Wissens", Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstr. 150, 44801 Bochum, Tel. 0234/32 29299
E-Mail: Felix.Huettemann@rub.de

Samstag, 15. Februar 2014

Kriegsdeutungen seit 1914 im Künstlerbuch

 Der bis heute trotz zahlreicher Deutungsversuche vorherrschenden Sprachlosigkeit angesichts der Kriegsereignisse seit 1914 sollen in einer Auswahl künstlerische Positionen zum Thema Krieg gegenübergestellt werden.


»Der Krieg bricht los« rufen die Dichter im August 1914, und nicht nur Emil Ludwig schreibt von den »großen Tagen«, sondern von einer großen Zeit spricht auch Max Weber und der Komponist Arnold Schönberg. Karl Kraus fasst dies unter dem Titel »In dieser großen Zeit« zusammen und kommentiert im Dezember 1914: »Noch nie vorher hat es einen so stürmischen Anschluss an die Banalität gegeben und die Aufopferung der führenden Geister ist so rapid, dass der Verdacht entsteht, sie hätten kein Selbst aufzuopfern gehabt, sondern handelten vielmehr aus der heroischen Überlegung, sich dorthin zu retten, wo es jetzt am sichersten ist: in die Phrase.«

Der bis heute trotz zahlreicher Deutungsversuche vorherrschenden Sprachlosigkeit angesichts der Kriegsereignisse seit 1914 sollen in einer Auswahl künstlerische Positionen zum Thema Krieg gegenübergestellt werden, darunter die schonungslosen Zeugnisse in Otto Dix’ herausragender Radierfolge Der Krieg (1924) und Klabunds Kleines Bilderbuch vom Krieg mit Illustrationen von Richard Seewald (1914) sowie Arbeiten von Erich Erler (1915), Max Beckmann (1943), Frans Masereel (1946), Roland Dörfler (1946), F. M. Furtwängler (1987), Ken Campbell (1989), Barbara Fahrner (2001) und Mimi Gross (2005).

Hinweise zur Teilnahme:
Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags (außer am 18. April) von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
         
Weitere Informationen:

Termin:
21.02.2014 - 18.05.2014

Veranstaltungsort:
Malerbuchsaal der Bibliotheca Augusta, Lessingplatz 1
38304 Wolfenbüttel
Niedersachsen
Deutschland