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Dienstag, 3. Oktober 2017

The Vietnam documentary on PBS as seen by John Pilger

The Killing of History

One of the most hyped “events” of American television, The Vietnam War, has started on the PBS network. The directors are Ken Burns and Lynn Novick.  Acclaimed for his documentaries on the Civil War, the Great Depression and the history of jazz, Burns says of his Vietnam films, “They will inspire our country to begin to talk and think about the Vietnam war in an entirely new way”.
In a society often bereft of historical memory and in thrall to the propaganda of its “exceptionalism”, Burns’ “entirely new” Vietnam war is presented as “epic, historic work”. Its lavish advertising campaign promotes its biggest backer, Bank of America, which in 1971 was burned down by students in Santa Barbara, California, as a symbol of the hated war in Vietnam.
Burns says he is grateful to “the entire Bank of America family” which “has long supported our country’s veterans”.  Bank of America was a corporate prop to an invasion that killed perhaps as many as four million Vietnamese and ravaged and poisoned a once bountiful land. More than 58,000 American soldiers were killed, and around the same number are estimated to have taken their own lives.
I watched the first episode in New York. It leaves you in no doubt of its intentions right from the start. The narrator says the war “was begun in good faith by decent people out of fateful misunderstandings, American overconfidence and Cold War misunderstandings”.
The dishonesty of this statement is not surprising.

Read on here

Freitag, 13. Juli 2012

Mozart Superstar


3 Videoausschnitte bei arte:

Ausschnitt 1)
Zwischen Genialität, Exzentrik und revolutionärem Geist - ein überraschender Blick auf den "Popstar" von damals. Ausschnitte aus Mozartwerken und Filme über ihn, aber auch Werbung oder Clips wechseln mit Statements von Fachleuten ab. Wolfgang Amadeus Mozart war nicht der Schönste, aber wie Serge Gainsbourg oder Mick Jagger konnte er die Frauen verführen.

Ausschnitt 2)
Die wichtigsten Musikstars des 20. und 21. Jahrhunderts von Elvis Presley über John Lennon, Michael Jackson und Madonna können mit den Erfolgen von Wolfgang Amadeus Mozart nicht mithalten. Von ihm wurden die meisten Platten der vergangenen 100 Jahre verkauft: 626 Werke und über 200 Musikstunden, 100 Millionen Exemplare des Gesamtwerkes weltweit und über 12.000 Biografien.!
"Die Melodien von Mozart haben das gewisse Etwas...es sind echte Hits!" - Dove Attila, Produzent von Mozart, l'opéra rock

Ausschnitt 3)
Diese Musikdokumentation wirft einen neuen Blick auf den „Popstar“ von damals, indem sie dessen Hauptcharakterzüge wie Genialität, Volkstümlichkeit, Exzentrik, revolutionären Geist und Modernität mit dem heutigen Starsystem vergleicht.
Wie Michael Jackson oder Britney Spears war auch Mozart ein Kinderstar und hatte darum keine normale Kindheit.
Doku von Mathias Goudeau
(Frankreich, 2012, 52mn)
ARTE F
Erstausstrahlungstermin: 12.7.2012, 20:15
weitere Ausstrahlungstermine: Sonntag, 22. Juli 2012, 15:20
Mittwoch, 1. August 2012, 02:10

* * *

Der nivellierende Einfluss der Massenkonsumkultur färbt auch auf gehobene öffentlich-rechtliche Ansdtalten ab. Der schrille Ton der Dokumentationen, die klischierten, stereotypen Floskeln, die schiefen Vergleiche, die penetranten Persönlichkeitsmesswerte, das Fehlen fundierter Wertstrukture- und kategorien lässt sich auch in dieser Dokumentation schmerzlich feststellen.

Fazit des oberflächlich reißerisch gemachten Streifens ist die Gleichsetzung und Orienteriung an zeitgenössischen Popikonen, wohl deshalb, dass das unbedarfte Publikum überhaupt eine Zuordnung treffen kann. Nichts vom Wesen Mozarts Kompositionen wird gesagt. Nur ein paar Bemerkungen über seine Person, über exzentrische Aspekte und die Behauptung, würde er heute leben, wäre er der gröpßte Popstar. Die widerliche Vereinnahmung Mozarts unter Popbegriffe ist eine schamlose Entwertung und keine Aufwertung. Der Kommerzbetrieb flacht ab, ganz gleich, was er angreift.

Die in arte um 21:30 h ausgestrahlte live - Übertragung von Le Nozze di Figaro aus dem Innenhof des erzbischöflichen Palais in Aix-en-Provence war ebenfalls eine Enttäuschung. Der "Star" Patricia Petibon machte die pommes nicht fett; der Aufführung fehlte Schwung und esprit. Eine enttäuschend quälende Angelegenheit, wie ein gezogener Kaugummi. Weshalb das in Europa so vorausgefeiert wird? Weil Frankreich die Werbetrommel rührt?