Zufällig vernahm ich im österreichischen Fernsehen eine Werbung einer penetrant auftretenden Elektronikladenkette: "... einzigartiger als alle anderen ..."
Aber es liegt im Wesen des Einzigartigen, dass EINZIG nicht gesteigert werden kann. Entweder einzigartig oder nicht. Aber nie "einzigartiger" oder "einzigartigst" etc. Das klingt so blöd, wie wenn man vom unikatesten Unikat spräche. Hier wird das Einzige eben doch nicht einzigartig gesehen. Es ist entwertet. Die Sprachfloskel soll darüber hinwegtäuschen.
Dann musste ich mir noch anhören, dass ein Angebot eines Handyanbieters "exklusiv für alle" sei. Wie nett. Wie kann es dann aber exklusiv sein? Wenn's für ALLE ist, ist es doch alle inkludierend, also inklusiv und nicht exklusiv. Damit geht aber das Exklusive verloren. Nur Täuschung.
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Dienstag, 13. Dezember 2011
Montag, 26. September 2011
Das Gesicht des Bösen
Mit The Smurfs hat Sony ein schönes, buntes, nicht so spannendes, vorhersehbares, überlanges Werbevideo gedreht. Während des Screenings habe ich mich gewundert, dass Schleichwerbung gar nicht so dahin schleicht, sondern manchmal in Minutenlänge hingezogen wird; das Drehbuch scheint für das Produkt geschrieben zu sein. Pure product placement!
So werden die beliebten Schlümpfe widerliche Werbeikonen. Süße blaue Charaktere werden von den Schatten von Babylon entstellt. Gut, der Junior war begeistert. Auf die frage wie viele punkte vergeben sie für das Film von 1 bis 10, haben sie geantwortet 1024 und 100546. Wenigstens er und sein Freund haben sich amüsiert (2:1) , während ich zähneknirschend eingeknickt bin. Die Begeisterung hielt an, bis wir in einer bekanten "Burger Bar" das neue Spielzeug Nummero 4 erwarben für die nächsten 3D-Abenteuer.
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