Posts mit dem Label Weltsprache werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Weltsprache werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 12. Juli 2015

Buchempfehlung: LATEIN - Geschichte einer Weltsprache

Buchempfehlung:

Das Buch von Jürgen Leonhardt Latein. Geschichte einer Weltsprache, C. H. Beck, München 2009, liegt in unserer Bibliothek auf. KOmmen Sioe, lesen Sie, schmökern Sie in unserer schönen, heimeligen Bibliothek: Bibliothek Gleichgewicht, Hauptstr. 13, 2265 Drösing, geöffnet Do + Fr 15-19 Uhr

Seit der Thomaskantor kein Latein mehr können muss

Es war eine Weltsprache und fristet heute ein bescheidenes Dasein: Jürgen Leonhardt hat eine exzellente Geschichte des Lateinischen vorgelegt, in der höchstens noch die originalen Textproben fehlen.



Not Dead Yet
Anthony Grafton, London Review of Books,  8 January 2015

Sonntag, 26. Februar 2012

Vor der Sprachverwirrung herrschte EINE Sprache


Heute wird gelegentlich das rasante Absterben von Sprachen beklagt. Als ob eine Sprache einen Eigenwert haben könnte. Doch wenn Sprachgemeinschaften aussterben, weshalb sollen Sprachen künstlich konserviert werden?

Dem negativ gedeuteten Trend könnte man aber, sogar basierend auf der christlichen Lehre (Gleichnis von der Sprachverwirrung als Gottesstrafe aufgrund der Vermessenheit der Menschen, Gott gleich werden zu wollen, wie sie es durch den Turmbau von Babel unter Beweis stellten), entgegenhalten, dass nun offensichtlich dem Urzustand der Einheitssprache näher gerückt wird, weil die Sprachenvielfalt abnimmt.

Anstatt über Verluste zu jammern, sollten wir uns freuen, wenn immer weniger Sprachen immer mehr Menschen verbinden. Eines Tages wird EINE Weltsprache ALLE Menschen verbinden.

Die Klagenden und Jammerer wollen also nicht einen Urzustand erreichen (Rückentwicklung), sondern jenen nach der Gottesstrafe, den der Sprachenvielfalt bzw. Sprachverwirrung. Eine Einheitssprache wäre das Ende dieser Verwirrung. Ist das der eigentliche Grund, weshalb so viele Kritiker sich gegen die herrschenden Trends der Minderung der Sprachenvielfalt wenden?