Posts mit dem Label genozid werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label genozid werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 16. Oktober 2017

Die Verschmutzung des Geistes



„Die Verschmutzung des Geistes durch Bilder, die Ableitungen der Wissenschaft sind, findet ihre Analogie in der Verschmutzung der natürlichen Umwelt durch die aus eben jener Wissenschaft abgeleitete Technik. So gab beispielsweise „the survival oft he fittest“ in seiner vulgarisierten Form den Anstoß zum brutalen Naturalismus in der Literatur, erzeugte jedoch auch ein allgemeines Klima, in dem die Idee der Liquidierung von Millionen menschlicher Wesen zwecks angeblicher Sozialhygiene entstehen konnte. Zugleich schuf die Wissenschaft die technischen Voraussetzungen für den Genozid, so wie sie ein wenig früher, während des Krieges in den Schützengräben der Jahre 1914-1918, die Massakerwerkzeuge lieferte."

Czesław Miłosz (Das Zeugnis der Poesie, S. 62f)

Heute  lässt die gesellschaftliche Entwicklungen der sogenannt entwickelten Welt als auch der weniger entwickelten nicht mehr übersehen, welch hoher Preis zu zahlen ist für den unreflektierten, unkritisch übernommenen sogenannten Fortschritt der Technik. Es findet eine Umkehr von Werten statt bzw. ihre langsame Zersetzung und Aushöhlung. "Social media" intensivieren die Entfremdung und steigern die virutelle Abhängigkeit auf Kosten der realen Beziehungswelten, "Optimierung" macht breite Schichten völlig Abhängig vom enormen Leistungsdruck und verhindert durch den damit einhergehenden Zeitdruck bzw. die sogenannten "Sachzwänge" ein Innehalten, Überschauen und Nachdenken. Es gilt ein eigentümlicher Aktivismus, der nicht unähnlich dem tierisch-instinktiven Verhalten der Täter-Opfer in den Schützengräben ist, die in den beiden großen Kriegen systematisch "verheizt" worden waren bzw. willig, pervers-freudig, sich verheizen ließen. 
Die gepflegte Unverantwortlichkeit in unseren gegenwärtigen Gesellschaften wird, wenn ohne Korrektur, zu einer neuen Barbarei bisher ungeahnten Ausmaßes führen. 

 

Freitag, 24. April 2015

100. Gedenktag des Genozids an den Armeniern 1915

24.4.2015 Gedenktag des Genozids an den Armeniern 1915

Für die Armenier ist der 24. April der Tag des Gedenkens an den Beginn des Völkermordes. Am diesem Tag vor 90 Jahren ließ die jungtürkische Regierung fast die gesamte armenische Oberschicht in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, verhaften und deportieren. Die 235 armenischen Politiker, Künstler, Journalisten, Unternehmer wurden später ermordet. In den folgenden Monaten trieben türkische Gendarmen, Polizisten und Soldaten fast alle Armenier des Osmanischen Reiches in Sammellagern zusammen. Viele wurden auf die berüchtigten Todesmärsche nach Süden geschickt, direkt in die syrische Wüste. Bis zu eine Million Menschen starben nach Schätzungen auf den Todesmärschen. Insgesamt fielen etwa 1,5 der zwei Millionen türkischen Armenier dem Genozid 1915 und 1916 zum Opfer.
Siehe auch hier

Armenocide

Völkermord an den Armeniern
Wikipedia

Leugnung des Völkermords an den Armeniern

Wikipedia

Journal of Genocide Research
Routledge
Journal of Genocide Research is a cross-disciplinary journal that promotes the scholarly study of genocide.
Genocide is a contested legal, historical, sociological and political term that is applied in various spheres: in international law, in academic analyses of genocide, past and present, and in political claim making. Journal of Genocide Research welcomes contributions that combine empirical research with conceptual reflection on these and related topics, like social psychology, military intervention, post-genocide conflict management as well as gender and memory issues.
All submissions undergo rigorous peer review, based on initial editor screening and anonymized refereeing by two external scholars.


Intern. Institute for Genocide & Human Rights Studies
Toronto, Canada

Zoryan Institute
Toronto, Canada
Zoryan's core concept is to serve the cause of scholarship and public awareness relating to issues of universal human rights, genocide, and diaspora-homeland relations. This is done through the systematic continued efforts of independent scholars, and specialists using a comparative and multidisciplinary approach and in accordance with the highest academic standards.
To these ends the Institute stresses the highest standards of scholarship and objectivity in undertaking and supporting multi-disciplinary research, documentation, lectures, seminars, colloquia, and publications in three broad subject areas: Genocide, Diaspora, and Armenia.
The Zoryan Institute for Contemporary Research and Documentation was established in Cambridge, Massachusetts in 1982, followed by The Zoryan Institute of Canada, Inc., which was incorporated in Toronto in 1984, as a non-profit research institute. They combine to form an international academic and scholarly center devoted to the documentation, study, and dissemination of material related to Human rights and genocide studies, diaspora studies & homeland, in particular, Armenia.
The Institute makes its collections and analyses available, and provides research assistance to scholars, writers, journalists, film-makers, government agencies, and other organizations.
Functioning as a resource for facts, ideas and images, the Institute promotes the application of scholarly research on relevant issues to the activities of individuals and organizations, for whom such shared information can be a catalyst.

The Cost of Denial
By Dr. Gregory Stanton
President, International Association of Genocide Scholars
President, Genocide Watch

Genocide Watch
S-CAR, George Mason University. 3351
North Fairfax Drive, MS4D3
Arlington, VA 22201

Genozid, Historisierung & Rezeption
Was kann die Analyse der Rezeption des Völkermordes an den Armeniern (1915) in Deutschland während der Jahre 1915-1945 zum Verständnis der Shoah beitragen?
Dominik J. Schaller, 2001

Der Genozid an den Armeniern
Prof. Dr. Mihran Dabag
bpb: bundeszentrale für politische Bildung, 22.8.2014
Wie viele Menschen dem Völkermord an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs zum Opfer fielen, ist bis heute nicht eindeutig geklärt - ebenso wenig ist der Genozid in der Türkei aufgearbeitet worden. Gegenstand kritischer Wissenschaft und zivilgesellschaftlicher Aufarbeitung wurden die Ereignisse der Jahre 1915 und 1916 in der Türkei erst in jüngster Zeit.

Genozid
Tote. Dörfer.
Während des Ersten Weltkriegs wurden im Osten Anatoliens rund 1,5 Millionen Armenier ermordet. Was hat die Türkei aus der Schuld von damals gelernt?
Christian H. Meier, (Erschienen in Christ & Welt) ZEIT Online, 15. August 2014 

Genozid vor 100 Jahren an den Armeniern 
Bundesregierung will nicht von Völkermord sprechen
Matthias Meisner, TAGESSPIEGEL 23.01.2015

GENOZID AN DEN ARMENIERN
Zur Verfolgungsgeschichte der Armenier 1894 bis 1922
AGA, Arbeitsgruppe Anerkennung e.V. Gegen Genozid, für Völkerverständigung

Zeitschrift für Genozidforschung
ISSN 1438-8332
Ruhr-Universität Bochum, Inst. für Diaspora- und Genozidforschung (bis 2012)



Donnerstag, 29. Dezember 2011

Histoire & Droit


Lois mémorielles : pour en finir avec ce sport législatif purement français

Point de vue | LEMONDE.FR | 27.12.11 | 15h40   •  Mis à jour le 28.12.11 | 10h09
Par Pierre Nora, Historien, président de l'association Liberté pour l'histoire

On ne pouvait imaginer pire. Et si le Sénat devait confirmer cette funeste loi sur "la pénalisation de la contestation des génocides établis par la loi", ce sont les espoirs de tous ceux qui ont désapprouvé la généralisation des lois mémorielles et tous les efforts de l'association Liberté pour l'histoire depuis 2005, qui se trouveraient anéantis. A peine y avait-il une cinquantaine de députés en séance pour voter à main levée. Je ne doute pas que les plus conscients d'entre eux ne tarderont pas à se mordre les doigts devant les conséquences de leur initiative. L'ampleur du désastre est telle qu'il faut reprendre la question à zéro.


Négationnisme : la loi contre la mauvaise foi

Point de vue | LEMONDE.FR | 28.12.11 | 14h47
Par Ara Toranian, directeur des Nouvelles d'Arménie magazine

Quand le sage montre la lune, l'idiot regarde le doigt. N'était le prestige des personnalités qui sont parties à l'assaut de la loi votée le 22 décembre contre le négationnisme, ce proverbe chinois caractériserait assez bien leur comportement.


Does this apply to fiction too? What, if writers write something incorrect, forbidden, wrong?

Histoire:

Le génocide arménien : l'extermination (1/3)

Alors que la loi sur les génocides votée par l'Assemblée nationale provoque des tensions entre la France et la Turquie, l'historien Vincent Duclert revient sur l'histoire du massacre des Arméniens et ses mémoires conflictuelles.
Propos recueillis par Jérôme Gautheret | 29.12 | 17h14