Salvador
Felipe Jacinto Dalí i Domènech, ab 1982 Marqués de Púbol (* 11. Mai 1904
in Figueres, Katalonien; † 23. Januar 1989 ebenda), war ein spanischer Maler,
Grafiker, Schriftsteller, Bildhauer und Bühnenbildner. Als einer der
Hauptvertreter des Surrealismus zählt er zu den bekanntesten Malern des 20.
Jahrhunderts. Um das Jahr 1929 hatte Dalí seinen persönlichen Stil und sein
Genre gefunden, die Welt des Unbewussten, die in Träumen erscheint. Schmelzende
Uhren, Krücken und brennende Giraffen wurden zu Erkennungsmerkmalen in Dalís
Malerei. Sein malerisches technisches Können erlaubte es ihm, seine Gemälde in
einem altmeisterlichen Stil zu malen, der an den späteren Fotorealismus
erinnert.
Dalís häufigste Themen sind außer der Welt des Traumes die
des Rausches, des Fiebers und der Religion; oft ist in seinen Gemälden seine
Frau Gala dargestellt. Dalís Sympathie für den spanischen Diktator Francisco
Franco, sein exzentrisches Verhalten sowie sein Spätwerk führten vielfach zu
Kontroversen bei der Bewertung seiner Person und seiner Werke bis in die
Gegenwart hinein.
José Ortega y Gasset (* 9. Mai 1883 in Madrid; † 18. Oktober 1955 ebenda) war ein spanischer Philosoph, Soziologe und Essayist. Er gilt neben Miguel de Unamuno als der bedeutendste spanische Denker des zwanzigsten Jahrhunderts und hat auf eine ganze Generation spanischer Intellektueller – insbesondere auf die sogenannte Escueala de Madrid („Schule von Madrid“) – nachhaltigen Einfluss ausgeübt. Wikipedia
Abbildung aus Wikipedia
Als Junger habe ich ihn unkritisch gelesen; er war besonders in Deutschland beliebt. Später gewann ich Distanz, heute wundere ich mich, was ich an dem Gecken so gut fand. Wenn der der bedeutendste spanische Denker des 20. Jh. sein soll, dann hat Spanien wahrlich nicht viel zu bieten. Aber das fällt wahrscheinlich nicht auf, weil die tiefen Verklemmungen der Macho-Kultur und der willigen weiblichen Unterwerfungen sich als Hochkultur ausgeben und von alt und jung, gehoben und dumm, gepriesen werden (Wer einmal "kritisch" die Flamenco-Tänze "erlebt" hat, ahnt etwas von der kaschierten, maskierten Grobheit und der maskulinen Gemeinheit.)
Wie er über Heidegger schrieb, an den er nicht im entferntesten heranreicht, dass er Ähnliches oder Besseres früher schon geschrieben habe, wie er Goethe deutete, mit welcher Anmaßung und Kälte, in einem Brief an einen Deutschen, oberlehrerhaft, peinlich, der sieht die Limitationen des Besserwissers, des eitlen Tropfes. Halt spanisch, wenn ich mir ein Nachurteil erlauben darf.
Pablo Picasso, eigentlich Pablo Ruiz Picasso, (* 25. Oktober 1881 in Málaga, Spanien; † 8. April 1973 in Mougins, Frankreich) war ein spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer. Sein umfangreiches Gesamtwerk umfasst Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Collagen, Plastiken und Keramiken, deren Gesamtzahl auf 50.000 geschätzt wird. Es ist geprägt durch eine große Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen und Techniken. Die Werke aus seiner Blauen und Rosa Periode und die Begründung des Kubismus zusammen mit Georges Braque bilden den Beginn seiner außerordentlichen Künstlerlaufbahn. Wikipedia
When Spanish President Mariano Rajoy deployed thousands of police
forces to Catalonia to repress an illegal referendum for independence,
he probably thought it would bring some closure to an open issue.
Perhaps, enforcing the law violently on peaceful citizens who just
wanted to cast a vote, and doing it on the global stage would finally
convince those rebellious Catalonians that their cause was lost.
Far from closure, the events of 1 October 2017 will cause more
consternation in Catalonia than ever before. It is fair to question if
Catalonians live in a 21st Century democracy, whether their
most basic human rights are going to be respected and whether there is
any room for political dialogue. Many of those who were not
pro-independence before yesterday but supported a referendum, are
probably wondering today whether there is any point in even considering
staying in Spain, after all. In total, at least 60% of the electorate
supported a referendum as per the last State elections in Catalonia in
2015.
Als 1975 endlich der faschistische Diktator Francisco Franco
starb, erwachte kurz der Trau, Spanien könnte in der Lage sein, sich vom
diktatorischen Faschisten- und Polizeistaat zu einer Demokratie zu wandeln.
Eine oberflächliche Demokratisierung setzte ein, kontrastiert von der noch 1974
von Franco und seinen Schergen reinstallierten Monarchie, damals allerdings
noch ohne König, der sozusagen als Krönung des neuen Spaniens dann installiert
wurde. Eine negative Melange aus Franco-Faschisten, Monarchisten und
vordergründig sich republikanisch gebenden Pseudodemokraten bestimmte nun die
Politik, von Europa heftig unterstützt.
Anders als beim allgemein als böse definiertem Deutschland
bestand niemand auf einer spanischen Vergangenheitsbewältigung: weder seiner
hauseigenen faschistischen Gräueltaten noch seiner horriblen, blutigen
Kolonilal- und Ausbeutepolitik. Die fünfhundertjährige Grauensgeschichte des
spanischen Regimes in Lateinamerika blieb unkritisch wenig beachtet, offiziell
oft gegenteilig verteidigt, erst recht die faschistischen Verstrickungen derFranco-Faschisten.
Im Gegenteil. Im Zuge der „Modernisierung“ vermochten die
lebendigen Reste der Franco-Faschisten in Spanien ihre Pfründe zu halten und zu
sichern. Der braune Ungeist regiert bis heute und trägt zur Unterminierung der
Demokratie ebenso bei, wie die weitverbreitete und vertiefte Korruption.
Unter Franco hatte Katalonien besonders zu leiden. Seine
Sprache wurde verboten, die aktive Kulturpflege eingeschränkt, behindert oder
verboten. Spanien pochte auf seinen Sieg: erfolgreiche Invasion der Bourbonen
1714. Kurze Intermezzi waren die Rebellion 1934 der Generalität bzw. die ganz
kurze Phase der linken Republikaner vor dem spanischen Bürgerkrieg, den Franco
mit seinen Faschisten gewann, nachdem Nazi-Hitler-Deutschland tatkräftig mit
seiner Luftwaffe intervenierte, ebenso das faschistische Italien „Beistand“
leistete. (Die Geschichte des spanischen Bürgerkriegs und der weiteren
Unterstützer der Nationalisten unter Franco, darunter Großbritannien, Irland, Portugal
sowie der Gegenseite, der Republikaner und ihrer Unterstützter Sowjetunion,
Mexiko und Internationale Brigaden, verdient jetzt noch genauer studiert zu
werden!) Das Trauma, das die Katalanen in ihrer wechselvollen Historie der
Fremdbestimmung, Ausbeutung, Verfolgung und Unterdrückung erleiden musste, ist
tief. Es bestimmt auch heutige Ressentiments gegen das immer noch franco-faschistisch
verseuchte Spanien der Aragonesen und Kastillier. Nicht zuletzt der korrupte
Machtpolitiker Mariano Rajoy heizt die Stimmung an, spaltet wo er nur kann, um
seine Machtpolitik in Machomanier zu festigen. Sein Weg ist einer in den
Bürgerkrieg.
Europa, die EU, nimmt eine unheilvolle Stellung ein. Den
Brexit der Briten mussten sie annehmen. Die Selbstbestimmungsversuche eines
Autonomiegebietes negieren sie, verschanzen sich hinter fadenscheinigen
Verfassungsparagraphen, die nicht vorsähen, dass ein Landesteil sich löse. Hat
die Schweizer Verfassung so einen Paragraphen? Nein. Trotzdem war die Bildung
des Kanton Jura friedlich. Sogar die exkommunistischen Nationen und Länder
Slowakei und Tschechien vermochten sich ohne Bürgerkrieg zu trennen; beide
wurden Mitgliedsstaaten der EU. In Spanien soll die Einheit durch Polizei und Militär
gewährleistet werden? Sozusagen als neue europäische Befriedungspolitik: Schaut
her: Selbstbestimmung wird niedergeschossen. Wer sich abspalten will, wird
umgebracht. Man droht auch mit Isolation, Nichtanerkenntnis usw. Weshalb? (Das koloniale England hat die IRA zum Einlenken gebracht, die ETA hat ihren Widerstand gegen das faschistoide Spanien aufgegeben – lauter Erfolgsmeldungen für die Staatsführungen...)
Über Kurz oder Lang wird das zu einem Bürgerkrieg führen.
Die Lehre, die jetzt schon zu ziehen ist: Es ist völlig naiv auf
Selbstbestimmung zu pochen und zu vertrauen, dass sie gesittet und friedlich in
Europa zu erreichen sei. Faschistoide Länder wie Spanien stützen sich nicht auf
kollektiven Zusammenhalt und Gemeinverständnis, sondern auf Polizei und Militär,
auf Aussetzung von Rechten, auf Verfolgung, Verhaftung und, in Kürze, wieder
auf Folter und regelrechtes Abschlachten im Bürgerkrieg unter dem Beifall der
Geschäftemacher. Immerhin hat dieses Land mit seinem hauseigenen Faschismus
eindrücklich bewiesen, welche Schandtaten, welche Gräuel seine Schergen zu
vollbringen fähig und bereit sind.Ihre Trumpfkarte ist aber die EU. Denn Katalonien könnte, auch wenn es sich loslöste von Spanien, nicht gegen dessen Willen Mitglied der EU werden. Die EU müsste ihre Regeln ändern, was aber unrealistisch ist. Man sieht: In gewissen Fällen kann ein Mitgliedsstaat andere in die Geiselhaft nehmen. (Eine Änderung wäre ja auch hinsichtlich der Strafmaßnahmen bei schwerwiegenden Vertragsverletzungen notwendig, bis hin zum Ausschluss, was aber ebenfalls unrealistisch wäre zu erwarten. Die EU bleibt ein täuschender oder kollaborierender Papiertiger.)
Hätten die Katalanen eben nicht naiv auch militärisch
vorgesorgt (Waffendepots, Sprengstoffe etc.), könnten sie der Zentralregierung
den Krieg „heimbringen“. Vielleicht kommt das noch. Spanien hat eine große
Armee, eine große Poliozeitorganisation. Aber, wie man aus vielen Ländern heute
weiß, nützten weder diese noch dauerhafter Ausnahmezustand vor dem Terror.
Vielleicht wird Katalanien in Bälde mit Terror antworten. Vielleicht verstehen
die Spanier, besonders die faschistischen Mörderbanden, (nur) diese Sprache. Denn es ginge
dann nicht nur um Leben, sondern eine tiefe Schädigung der angeschlagenen
Wirtschaft. Wenn der Tourismus wegfällt, weil der Krieg nicht in Katalonien
bleibt, wo jetzt über 10.000 Polizisten die Rechte der Katalanen aushebeln im
Namen der Verfassung und Demokratie, wo sie wie faschistische Rollkommandos schlägernd wütet, wird es eng werden für Rajoy und seine
Kumpane. Vielleicht nimmt die EU dann die Rolle von Hitler-Deutschland 1936
ein? Es wäre das Fanal für einen weiteren Verfall der Union.